Kellerduell zündet erst spät - Panther unterliegen Straubing n.P.

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In einer Saison, in der es sportlich gesehen für die Augsburger Panther

kaum noch etwas zu holen gibt, stehen eigentlich nur noch wenige

Spiele, die wenigstens etwas Spannung versprechen, auf dem Programm.

Gegen Straubing ging es am Dienstagabend wenigstens darum, den zwölften

Platz zu verteidigen. Nach schwachem Beginn entwickelte sich am Ende

ein richtiges Derby, das die Tigers mit 6:5 nach Penaltyschießen für

sich entscheiden konnten.


Hatte der Weggang von Giulio Scandella leistungsmäßig keine wirkliche

Lücke im Team hinterlassen, wiegt der Verlust von Jay Henderson, den

sich die Frankfurt Lions zum Jahreswechsel kurzerhand „gekauft“ hatten,

natürlich schwerer. Nicht wenige sehen ihre Befürchtungen bestätigt,

dass nun der Ausverkauf beginnt und der Rest der verbleibenden Spiele

zur Farce wird. Die richtige Antwort kann letztlich nur die Mannschaft

selbst geben... Heute jedenfalls machten die Gäste den Panthern in der

Anfangsphase mit ihrem bissigen Auftreten das Leben ziemlich schwer.

Erst nach knapp drei Minuten hatte Mark Murphy die erste Chance, zielte

aber am Tor vorbei. Bei den Straubingern stand dagegen ein

Pfostenschuss von Lundbohm zu Buche, den sich Schiri Reichert

sicherheitshalber nochmals auf Video anschaute. Wenig später machten

sie auch zu viert noch eine gute Figur, während das Augsburger

Powerplay die bekannten Schwächen offenbarte. Derbe Hausmannskost statt

Gourmetküche gab es auf beiden Seiten zu sehen, der klassische

Speiseplan eben eines derartigen Kellerderbys. Der Unparteiische schien

davon jedoch gar nicht genug bekommen zu können, schaute er doch erneut

Wiederholungen am Bildschirm an, aber auch Nathan Barrett hatte nicht

getroffen. Schließlich wurde das marode Defensivgebaren der Hausherren

durch Eric Chouinard nach einer recht ansehnlichen Kombination mit

einem Treffer doch noch bestraft. Über den Rest des Drittels breitet

man gnädigerweise das Schamtuch des Schweigens...


Fast hätte Yanick Dubé bereits nach wenigen Sekunden den Ausgleich

erzielt, doch scheiterte er an Mike Bales. Besser machten es da erneut

die Straubinger, denn quasi im Gegenzug traf Barrett zum 0:2. Nun ging

es Schlag auf Schlag. Kaum hatte Murphy die Panther herangebracht,

folgte die kalte Dusche durch Trew, der den vorherigen Abstand wieder

herstellte. Es war zwar weiterhin hüben wie drüben ein ziemliches

„Gestopsel“, doch stopselten die Tigers auf höherem Niveau. Auch wenn

sie ihre wenigen Chancen teilweise kläglich vergaben, musste man den

Panthern immerhin zugute halten, dass sie es immer weiter versuchten.

Lohn der Mühen war dann auch der neuerliche Anschluss durch Rainer

Suchan. In den letzten Minuten des Mittelabschnittes entwickelte sich

dann fast ein offener Schlagabtausch mit einigem Unterhaltungswert,

doch blieb die Fehlerquote weiterhin auf beiden Seiten erschreckend

hoch.


Die erste flüssige Kombination auf Augsburger Seite sorgte bereits kurz

nach dem Wiederanpfiff für den vielumjubelten Ausgleich. Dumm nur, dass

jetzt der bis dahin eigentlich angenehm zurückhaltende Schiedsrichter

entscheidend eingriff und für eine doppelte Überzahl der Straubinger

sorgte, die Barrett erneut zur Führung nutzte. Doch auch diesmal

stemmten sich die Gastgeber erfolgreich gegen die drohende Niederlage.

Dubé fälschte einen Schlagschuss von Rainer Suchan in die Maschen ab.

Als Günter Oswald kurz darauf einen schnellen Konter mit dem 4:5

abschloss, schien die Entscheidung gefallen, doch noch einmal schlugen

die Panther durch Travis Brigley zurück. Danach waren beide Seiten

einige Male dicht dran am Sieg, doch in der regulären Spielzeit fiel

kein weiterer Treffer mehr.


Da auch die Overtime spannend, aber torlos verlief, musste das

Penaltyschießen für die Entscheidung sorgen. Für die Gäste trafen in

der ersten Runde Trew und Severson, bei den Panthern Murphy und Darby.

Während Dubé im zweiten Versuch ein weiteres Mal scheiterte,

verwandelte Trew auch diesmal sicher und holte damit den Zusatzpunkt

für die Tigers. (mor)


Tore: (0:1 / 2:2 / 3:2 / 0:1 )

0:1    (12:41)  Chouinard ( Elfring ; Lundbohm )

0:2    (20:46)  Barrett ( Trew ; Gallant )

1:2    (25:06)  Murphy ( Darby ; Bolibruck )

1:3    (25:53)  Trew ( Gallant ; Barrett )

2:3    (34:50)  Suchan ( Brigley ; Dubé )

3:3    (41:22)  Joseph ( Murphy ; Darby )

3:4    (47:58)  Barrett ( Elfring ; Lehner )  5:3

4:4    (50:50)  Dubé  (Damgaard ; Suchan )

4:5    (54:21)  Oswald  (Mann  )

5:5    (56:39)  Brigley  (Damgaard ; Rekis )

5:6    (65:00)  Trew  GWS


Zuschauer: 3646

Strafzeiten: Augsburger Panther 10, Straubing Tigers 10

Schiedsrichter: Martin Reichert


DEL PlayOffs

Sonntag 24.03.2019
Augsburger Panther Augsburg
4 : 3
Düsseldorfer EG Düsseldorf
Kölner Haie Köln
4 : 2
ERC Ingolstadt Ingolstadt
Adler Mannheim Mannheim
7 : 4
Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg
EHC Red Bull München München
0 : 3
Eisbären Berlin Berlin
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