Keiner hörte auf Müller: Krefeld Pinguine - Frankfurt Lions 3:4

Trikotversteigerung bei den PinguinenTrikotversteigerung bei den Pinguinen
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Keiner hörte auf Robert Müller, der verzweifelt und lautstar mit seiner Torwartkelle auf das Eis

einhieb, um damit anzuzeigen, dass die Strafe von Lions-Angreifer Marc Beaucage im Ablaufen

begriffen war. Was dann kam, befürchteten die meisten Zuschauer: Ein Pass auf das kanadische

Schlitzohr, das selbst den Pinguin-Frack trug, ein kurzes Solo, Müller wird verladen, und fast

arrogant legt der Lions-Center die Scheibe ins Netz. Das war die Vorentscheidung in einem Spiel,

welches schon nach knapp zwei Minuten den Anschein hatte, als könnte es schon in der

Anfangsphase zu den Akten gelegt werden. Doch die dezimierten Hausherren (ohne die gesperrten

Topscorer Alexander Seliwanow und Chris Herperger sowie Verteidiger Shayne Wright, wobei auch

Ivo Jan sein Comeback verschieben musste) kämpften zurück und hatten auch das nötige Glück, dass

Gästekeeper Ian Gordon nicht gerade seinen allerbesten Tag hatte. Einen Schlagschuss von Tom

Preissing wehrte er bis fast zur Hallendecke ab, und als die Scheibe heruterkam, wurde sie von den

Mainstädtern erst hinter der Linie gestoppt. Der Unparteiische schaute sich die Sache auf dem Video

an und entschied dann auf “Tor”. Auch ein an und für sich harmloser Schuss von Scott King traf sein

Ziel.

Im letzten Drittel versuchten die Krefelder noch einmal, das Spiel zu drehen, doch die Kräfte

erlahmten. Kopf-, aber nicht herzlos versuchte das Team, wenigstens noch einen Punkt zu retten.

“Meine Mannschaft war gegen Ende des Spiels platt”, resümierte dann auch Pinguin-Coach Bob

Leslie. So war das Motto über weite Strecken des Schlussabschnitts “Die Einen konnten nicht, die

Anderen wollten nicht”. Der Treffer von King, der ebenfalls haltbar schien, kam ein paar Minuten zu

spät, um den Ausgleich noch zu erzwingen. Lions-Manager Lance Nethery wischte sich den

imaginären Schweiß von der Stirn. “Es war gut für uns, dass die Krefelder so spät das dritte Tor

erzielten. Sonst wäre es noch einmal eng geworden. Wir waren im letzten Drittel zu passiv.” Sein

schwarz-gelber “Kontrahent” Franz Fritzmeier: “Die Mannschaft hat gekämpft bis zum Umfallen.

Frankfurt war halt einen Tick cleverer. Spieler wie Seliwanow und Herperger sind in der Offensive

nicht zu ersetzen.”

Tore: 0:1 (1;15) Beaucage (Kohmann), 0:2 (1;59) Lebeau (Robidas, Young), 1:2 (8;46) Preissing

(Kurtz, Guillet), 2:2 (10;18) King (Guillet, Kurtz), 2:3 (19;13) Beaucage (Robidas, Lebeau), 2:4

(29;24) Beaucage (Reichel, Sulkovsky), 3:4 (58;16) King (Guillet, Brulé). - Zuschauer: 5.476. -

Strafminuten: Krefeld 14, Frankfurt 14. - Schiedsrichter: Lichtnecker (Miesbach).


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