Kein Stadion: Frauen-Rekordmeister ESC Planegg-Würmtal gibt aufNach 30 Jahren

Achtmal wurde der ESC Planegg-Würmtal Deutscher Eishockey-Meister der Frauen – wir hier im Jahr 2021.  (Foto: ESC Planegg-Würmtal)Achtmal wurde der ESC Planegg-Würmtal Deutscher Eishockey-Meister der Frauen – wir hier im Jahr 2021. (Foto: ESC Planegg-Würmtal)
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Nach langen Überlegungen, intensiven Beratungen und weiterführenden Gesprächen ist die Vorstandschaft zu dem Entschluss gelangt, sich aus der Frauen-Eishockey-Bundesliga zurückzuziehen. Die Verantwortlichen erachten es als nicht möglich ist, weiterhin den notwendigen Rahmen für einen geregelten, perspektivisch erfolgreichen Spielbetrieb mit sportlich konkurrenzfähigem Kader in der DFEL ohne heimisches Stadion und Umfeld zu organisieren. „Diese Entscheidung ist uns bei weitem nicht leichtgefallen. Es endet eine sehr erfolgreiche Ära im deutschen Frauen-Eishockey“, erklärt Kevin Wüst, Präsident des ESC Planegg-Würmtal mit Bedauern und führt weiter aus: „Die Situation ohne die bestehende Infrastruktur eines heimischen Stadions und des sich daraus ergebenden Umfelds an Partnern, Sponsoren und ehrenamtlichen Helfern, lässt derzeit keinen anderen Entschluss zu.“

Seit über 30 Jahren spielt der ESC Planegg-Würmtal in der höchsten deutschen Spielklasse ohne ein heimisches Stadion. „Diese einzigartige Begebenheit stellt uns als Verein von Jahr zu Jahr vor immer noch größere Herausforderungen“, sagt Kevin Wüst. „Auch bei unseren vermeintlichen Heimspielen sind wir Gast.“ Die Organisation eines geregelten Spielbetriebs unter diesen Umständen bedeutet neben einer großen Abhängigkeit gegenüber Dritten vor allem für alle Beteiligten einen enorm hohen organisatorischen wie auch zeitlichen Mehraufwand. Darüber hinaus stellt diese Begebenheit den Verein seit jeher vor große Herausforderungen, sei es bei der Ermöglichung einer aussichtsreichen Jugendarbeit oder bei der Findung und Bindung von heimischen Partnern und Sponsoren, ehrenamtlichen Helfern sowie Zuschauern und Fans.

Trotz diesen herausfordernden Rahmenbedingungen hat der ESC Planegg-Würmtal eine beeindruckende sportliche Bilanz vorzuweisen. In den Jahren von 1994 bis 2024 wurde der ESC Planegg-Würmtal achtmal Deutscher Meister, siebenmal Deutscher Vizemeister, viermal Pokalsieger sowie sechsmal Vize-Pokalsieger. Auf internationaler Bühne gewann der ESC Planegg-Würmtal in der Saison 2009/10 Elite Women’s Hockey League (EWHL), wurde zweimal den EWHL-Super-Cup-Sieger und belegte Platz vier beim IIHF European Women Champions Cup.

„Viel mehr haben wir es mit unserer Philosophie geschafft, vor allem jungen Spielerinnen eine Möglichkeit und aussichtsreiche Perspektive zugeben, neben den bestehenden ‚Jungs-Mannschaften‘ hochklassiges Frauen-Eishockey zu spielen“, erklärt Michael Lehmann, Vorstand Sport des ESC Planegg-Würmtal, den bestehenden sportlichen Ansatz des Vereins. Seit Gründung haben mehr als 164 Spielerinnen, darunter rund 63 A-Nationalspielerinnen, für den ESC Planegg-Würmtal gespielt. „Wir haben es trotz unserer schwierigen Bedingungen immer geschafft, unseren Spielerinnen ein gutes sportliches Umfeld zur persönlichen Weiterentwicklung zu ermöglichen. Dies hat über die Jahre aber auch sehr viel Kraft und Zeit beansprucht“, führt Michael Lehmann weiter aus.

Mit viel Aufwand und Fleiß haben alle Beteiligte des ESC Planegg-Würmtal es über viele Jahre hinweg geschafft, der für eine stetige Weiterentwicklung des Vereins fehlenden Heimspielstätte in Planegg zu trotzen. „Über Jahrzehnte hinweg haben wir erreicht, die Herzen all unserer Spielerinnen für Planegg und den Verein schlagen zu lassen“, sagt Kevin Wüst. „Wir sind stolz darauf, die Gemeinde Planegg national und international sehr würdig vertreten zu haben. Unser Dank richtet sich an alle die, die mit ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft über all die Jahre dazu beigetragen haben.“

Der ESC Planegg-Würmtal bedankt sich an dieser Stelle für die allzeit gute Zusammenarbeit bei allen bisherigen Spiel- und Trainingsstätten ERSC Ottobrunn, EHC Klostersee, EC Bad Tölz und TEV Miesbach sowie für die jahrelange gute Zusammenarbeit und Unterstützung beim Deutschen Eishockey-Bund.


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