Kassel holt einen Punkt gegen Mannheim

Schafft es Manuel Klinge?Schafft es Manuel Klinge?
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Besonders stark aufgetreten

waren sie am Sonntagabend in Kassel nicht, die Adler Mannheim. Am Ende

reichte es für die Huskies aber dennoch nur zu einem Punkt, weil an

Freddy Brathwaite selbst bei einem mittelmäßigen Auftritt seiner Mannschaft

eben doch nur selten ein Weg vorbei führt. 

Die Schlittenhunde starteten

energisch in die Partie und ließen in den Anfangsminuten ein wahres

Chancen-Feuerwerk abbrennen. Zählbares sprang zunächst aber erstmal

auf der anderen Seite heraus, als Pascal Trepanier in der 8. Minute

einen perfekt platzierten Schuss über Adam Hausers Schulter in den

Winkel beförderte. Obwohl das Kasseler Angriffsspiel spätestens nach

dem Gegentreffer ein wenig abflaute, konnten sich Soares, Sleigher und

Dinger gute Einschussmöglichkeiten erarbeiten - die Brathwaite aber

weiterhin keine größeren Probleme bereiteten. Auf der Gegenseite geriet

Hauser in der 17. Minute gleich zwei Mal in Nöte als die Adler gefährlich

vor seinem Kasten auftauchten.

In der 27. Spielminute gelang

es den Gästen aus der Kurpfalz die Führung auf 2:0 auszubauen. Wieder

Trepanier, diesmal mit einem knallharten Schuss von der blauen Linie,

ließ Hauser keine Chance. 

Die Huskies hatten ihre Hoffnung

auf einen Punktgewinn aber noch längst nicht abgeschrieben. Sie kämpften

weiter um jede Scheibe und sollten für ihr Engagement schließlich

doch noch belohnt werden. Nachdem es zeitweise so ausgesehen hatte,

als würde Freddy Brathwaite an diesem Abend einfach jeden Schuss halten,

versuchte es Pierre-Luc Sleigher in der ersten Minute des letzten Abschnitts

einfach mal auf die brachiale Weise: Er beförderte Brathwaite, die

Scheibe und schließlich sich selbst nacheinander hinter die Torlinie

und erzielte damit, so entschied Schiedsrichter Bauer, den 1:2-Anschlusstreffer

für Kassel. Angetrieben von der lautstarken Unterstützung von den

Rängen, drängten die Nordhessen fortan auf den Ausgleich. Carciola,

Schmidt, Klinge und Côté scheiterten jedoch in alter Manier an Mannheims

Schlussmann. Der konnte aber in der 54. Minute einen Schuss von Leavitt

nur abprallen lassen und diese Chance nutzte Klinge zum so ersehnten

2:2-Ausgleich. 

Weil in der Verlängerung nicht

mehr viel passierte, musste schließlich das Penaltyschießen einen

Sieger hervorbringen. Und einmal mehr siegte Talent gegen Wille, als

Brathwaite Damons Schuss hielt und King - zum zweiten Mal - eiskalt

gegen Hauser verwandelte. 

Huskies-Trainer Stéphane Richer

zeigte sich nach dem Spiel trotz der Niederlage zufrieden mit der Leistung

seiner Mannen: “Dieser eine Punkt ist eigentlich wie drei Punkte für

uns, wenn man bedenkt, welche Qualität die Mannheimer Mannschaft hat.”

Er bescheinigte seiner jungen Mannschaft ein Spiel voller Kampf, Leidenschaft

und Biss und versicherte: “´Wenn wir weiter so spielen, spielen wir

auch am Ende um den zehnten Platz mit.” 

Leona Malorny

Tore:

0:1 (07:30) Pascal Trepanier

(Thomas Martinec, Ronny Arendt)

0:2 (27:27) Pascal Trepanier

(Ahren Spylo, Felix Petermann)

1:2 (40:55) Pierre-Luc Sleigher

(Alex Leavitt,

2:2 (53:02) Manuel Klinge (Alex

Leavitt, Ryan Kraft)

2:3 (65:00) Scott King (GWS)

Strafen: Kassel 14, Mannheim

18

Schiedsrichter: Stephan Bauer

Zuschauer: 4601


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