Kapitän Young führt Frankfurt zum Heimsieg

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Die Frankfurt Lions haben das Wochenende versöhnlich ausklingen lassen. Der Pleite in Kassel, bei der sich Osterloh und Wright schwer verletzten (Hockeyweb berichtete) folgte ein schwer erkämpfter Heimsieg gegen die Iserlohn Roosters. „Spiele gegen Iserlohn sind inzwischen wie ein Derby für die Jungs“, hatten Trainer Chernomaz und Manager Norris im Vorfeld der Partie gesagt. Zwei Drittel lang schienen die Spieler dies nicht verinnerlicht zu haben. Die Roosters begannen kompakt in der Defensive und mit einfachem Spiel nach vorne. Bei eigener Überzahl, einer Spezialdisziplin der Roosters, scheiterten im ersten Drittel Wilford und Hock. Später traf Wolf noch den Außenpfosten.

Die Hessen präsentierten sich im ersten Drittel harmlos und erschreckend schwach im Zweikampfverhalten. Iserlohn gewann bis zum Ende des Mitteldrittels mehr und mehr die Oberhand und profitierte von einem unglücklichen Tag des Lions Torhüters Ian Gordon. Beim ersten Gegentreffer wurde er seitlich vom Torschützen Wren angeschossen und lies die Scheibe ins kurze Eck trudeln (26.). Sieben Minuten später überwand ihn Roosters Neuzugang Ardelan mit einem haltbar schienenden Schuss zum 2:0 für die Gäste. Die Freude über den zweiten Roosters Treffer wehrte nur knapp zwei Minuten. In Überzahl brachte Slaney die Lions auf 2:1 heran. Dieses Tor schien ein Weckruf für die Lions zu sein. Der Puck lief nun schneller durch die eigenen Reihen und es wurde mehr Druck auf die Roosters Abwehr ausgeübt. Der Ausgleich lag nun in der Luft, ehe Biron völlig unnötig den Puck in die Zuschauer bugsierte und auf die Strafbank musste. Diese numerische Überlegenheit nutzte DEL-Topscorer Hock und erhöhte per Bauerntrick, bei dem Gordon wieder nicht gut aussah, auf 3:1.

In den letzten 20 Minuten spielten die Lions so, wie man es schon von Beginn an erwartet hatte. Bissig in den Zweikämpfen und zielstrebig in den Offensivaktionen. Nahezu jeder Angriff endete mit einer Torchance. Iserlohn wurde mächtig in die Defensive gedrängt und konnte sich kaum noch geordnet befreien. Lohn der Bemühungen war zunächst der Anschlusstreffer von Young, dessen Schuss womöglich noch von Langfeld abgefälscht wurde und dem vielumjubelten Ausgleich von Young, als er aus kürzester Distanz verwandelte. Dieser Lions Doppelpack binnen 122 Sekunden ging an die Nerven der Roosters. Drei Minuten vor Schluss leisteten sie sich gleich zwei Fouls und ermöglichten den Lions so ein fünf gegen drei Powerplay. Dieses überstand Iserlohn schadlos, aber bei fünf gegen vier schafften die Lions endgültig die Wende. Chris Taylor wurde am langen Pfosten frei gespielt und überwand Maracle zum entscheidenden 4:3 Siegtreffer für die Lions.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jason Young

0:1 (25:48) Wren, 5-4PP; 0:2 (32:06) Ardelan; 1:2 (33:59) Slaney; 1:3 (39:41) Hock 5-4PP; 2:3 (53:25) Young; 3:3 (55:27) Young; 4:3 (59:02) Taylor 5-4PP

Strafminuten:

Frankfurt: 12 Minuten

Iserlohn: 12 Minuten

Zuschauer: 5.900

Schiedsrichter: Heiko Dahle

(Frank Meinhardt – Foto by City-Press)

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