Kampf um die Playoffs: Knapper Heimsieg für die Lions - 2:1 gegen Krefeld

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Im

direkten Duell um einen der begehrten Play-off Plätze haben die Frankfurt Lions

dank eines 2:1 Erfolges den Abstand auf die Krefelder Pinguine auf fünf Punkte

ausgebaut. Vorentscheidend dafür war ein Powerplaytor vom grippegeschwächten

Michael Hackert, der die Lions in der 34. Minute auf die Siegerstraße führte.

 

Bis zu

dem Tor der Lions sahen die 5.900 Zuschauer ein Spiel zweier Mannschaften, die

nicht ihren besten Tag erwischten. Beiden Teams gelang es selten, den Puck mal

über drei Stationen zu spielen, ohne dass ein Stockfehler die Kombination

wieder unterbrach. Zeitweise ähnelte es gar einem Testspiel vor der Saison, in

dem die Spieler noch die Laufwege ihrer neuen Kollegen herausfinden müssen.

Lions Trainer Rich Chernomaz schien das ähnlich zu sehen, denn er stellte seine

Reihen quasi im fünf Minutentakt um, und so spielte an diesem Abend fast jeder

mal mit jedem.

 

Nennenswerte

Torchancen gab auf beiden Seiten nur wenige zu verzeichnen. In den ersten 20

Minuten war Krefeld optisch die bessere Mannschaft, was beim zweiten hinsehen

aber daran lag, dass sie 90 Sekunden doppelte Überzahl hatten. Die Lions

untermauerten dabei einmal mehr, dass sie die beste Unterzahlmannschaft der Liga

sind, und überstanden diese kritische Phase. Zittern mussten die Lions nur

einmal kurz vor Drittelende, nachdem Ivo Jan den Puck an den Rücken von Lions

Torwart Ian Gordon geschossen hatte, und die Situation dann unübersichtlich

wurde. Hauptschiedsrichter Aumüller ging zum Fernseher, schaute sich die Szene

in Ruhe noch einmal an, um auf kein Tor zu entscheiden.

 

Schon

weit im Mittelabschnitt schickte Aumüller den Krefelder Boris Blank auf die

Strafbank und Michael Hackert zog von der blauen Linie ab und erzielte so das

1:0 für die Lions. Robert Müller im Tor der Pinguine war die Sicht bei dem

Schuss von Hackert genommen, so dass er keine Abwehrchance hatte. Das

Schlussdrittel begann aus Sicht der Lions optimal. David Gosselin profitierte

von einem Abpraller direkt vor dem Krefelder Tor, und hatte keine Mühe aus

kurzer Distanz auf 2:0 zu erhöhen. Krefeld wurde nun stärker und erspielte

sich in der Folge nun auch Torchancen. Als die Lions zu weit aufgerückt waren

konterten sie den Gastgeber aus, und Herberts Vasiljevs kam frei zum Schuss. Ian

Gordon im Tor der Lions verhinderte aber mit einer tollen Abwehraktion einen

Treffer für die Gäste (50.)

 

Die

letzten zehn Minuten beschränkten sich die Lions auf die Verwaltung des

Vorsprungs. Krefeld setzte alles auf eine Karte und Trainer Fowler nahm Robert Müller

schon früh zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Einen Teilerfolg

hatte der Trainer der Pinguine mit dieser Maßnahme, denn Alexander Selivanov

erzielte 29 Sekunden vor Schluss den 2:1 Anschlusstreffer. Zu mehr sollte es

aber nicht reichen, weil Ian Gordon kurz vor der Schlusssirene noch einen Schuss

abwehrte. (Frank Meinhardt)

 

Zum Mainova

Spieler des Tages wählten die Fans Ian Gordon.

 

Tore:

1:0 (33:47) Hackert (Boileau,

Strakhov) 5-4 PP

2:0 (41:26) Gosselin (Bright,

Danner)

2:1 (59:31) Selivanov (Jan)

 

Strafminuten:

Lions: 12 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Francois Bouchard

Krefeld:

14 Minuten

 

Schiedsrichter:

Roland Aumüller

Zuschauer: 5.900

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