Kampf der Adler nicht belohnt

Klare Worte bei den AdlernKlare Worte bei den Adlern
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Adler Mannheim verlieren ihr letztes Heimspiel in diesem

Jahr vor ausverkauftem Haus mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2 ) gegen Wolfsburg und

rutschen auf den sechsten Platz der Tabelle. Maßnahmen waren angekündigt, um

der Talfahrt der Adler entgegen zu wirken und der Bannstrahl der Trainer traf

mit Chris Schmidt und Michael Hackert zwei deutsche Nationalspieler, sie

durften von der Tribüne aus zusehen. Damit nicht genug, hatten einige Spieler,

die die Zeichen der Zeit im Sinne von Doug Mason nicht erkannt haben, im

dritten Drittel auffällig wenig Eiszeit. Mason stellte zwangsläufig auf drei

Reihen um, allein ändern konnte all dies nichts an der erneuten Niederlage.

Den Spielbericht muss man mit einer sicher schon oft

gehörten Formulierung beginnen: Läuft es nicht so wie es soll, kommt auch noch

Pech hinzu... Wolfsburg war in keinem Fall besser als die Adler in diesem

Spiel, die Adler zeigten eine vom Einsatz und Willen her solide Leistung. Sie

versuchten über den Kampf ins Spiel zu finden, was ihnen nach nervösen

Anfangsminuten auch gelang. Sie konnten ihre durchaus guten Chancen jedoch

nicht verwerten, deutlich war gerade beim Abschluss die Verunsicherung zu

spüren. Mitten in die Angriffsbemühungen der Adler hinein fiel in der 13.

Minute das 0:1. Höhenleitner überraschte und überwand Freddy Brathwaite mit

einem Sonntagsschuss aus einer eher ungefährlichen Situation heraus. Das trug

nicht zur Stabilisierung des Nervenkostüms der Adler bei. Sie verkrampften

zusehends, das fehlende Scheibenglück vor dem gegnerischen Tor tat sein

übriges.

Der Frust darüber war wohl der Grund für ein unnötiges Foul

im Verteidigungsdrittel der Wolfsburger, Laliberte nutzte die Überzahlsituation

in der 38. Minute zum 2:0.

In eine ähnliche Kategorie gehört wohl auch ein Check von

hinten, verursacht von Mario Scalzo, der den Adlern eine fünfminütige Unterzahl

und Scalzo eine Spieldauerstrafe bescherte. Das Überstehen dieser Unterzahl und

die einsetzende Unterstützung der Fans brachte noch einmal richtig Schwung in

das Spiel der Adler, jedoch ohne Erfolg. Gegen weit aufgerückte Adler verlegten

sich die Wolfsburger aufs kontern - erfolgreich. Ein Doppelschlag in der 52.

und 53. Minute zum 0:4 beendete die Angriffsbemühungen der Adler. Methot konnte

mit einer feinen Einzelleistung in der 54. Minute noch den Ehrentreffer

erzielen, letztendlich nur Ergebniskosmetik.

Das Ergebnis fällt mit 1:4 zu hoch aus. Das Spiel war

wesentlich enger als es das Ergebnis ausdrückt: Die Adler hätten mit etwas

Glück durchaus vier bis fünf Tore erzielen können. Bleibt zu hoffen, dass sie

in Davos - abseits vom Ligaalltag - wieder zu sich finden.

Einen unrühmlichen Schlusspunkt setzte ein Teil der Fans

nach dem Spiel. Eine der Forderungen von Doug Mason – die Verabschiedung des

Publikums auch nach einer Niederlage - hier wohl auch als Weihnachtsgruß und

Verabschiedung aus dem alten Jahr gedacht - quittierten so manche mit gellenden

Pfiffen und übertönten leider so die große Anzahl klatschender Zuschauer. Die

Reaktion einiger Spieler war entsprechend, natürlich Wasser auf die Mühlen

derer, die sich durch absolute Respektlosigkeit definieren und das alleinige

Recht auf Emotionen gepachtet zu haben scheinen.

Es lässt auch das Motto dieses Spiels etwas verblassen –

Spiel der leuchtenden Herzen ( Unterstützung der Kinderkrebsstation im Klinikum

/ Adler helfen Menschen ) - eigentlich die Erkenntnis, dass ist nur Sport und

es gibt Wichtigeres im Leben. Deshalb zum Abschluss ein Teilzitat aus einem

Fanforum:

„Für mich steht heute etwas anderes im Vordergrund, etwas

was viel wichtiger ist als ein gewonnenes Spiel, nämlich Kinder die einen

schönen Abend erleben und für kurze Zeit all die schlechten Erlebnisse des

letzten Jahres vergessen können.“

Gerd Kositzki


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