Kai Hospelt wird Pinguin – weitere Abgänge bei der DEGPersonalien im Oberhaus

Kai Hospelt kehrt seiner Heimat Köln den Rücken und stürmt ab dem Sommer für Krefeld. (picture alliance / HMB Media / Thomas Jäger)Kai Hospelt kehrt seiner Heimat Köln den Rücken und stürmt ab dem Sommer für Krefeld. (picture alliance / HMB Media / Thomas Jäger)
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Mit Kai Hospelt wechselt ein erfahrener Mittelstürmer an die Westparkstraße. Für Köln, Wolfsburg und Mannheim hat der 33-jährige Neuzugang insgesamt 748 Spiele in der DEL bestritten und dabei 157 Tore erzielt sowie 206 Vorlagen gegeben. Hinzu kommen 133 Spiele in den Playoffs mit 22 Toren und 31 Vorlagen. „Kai ist ein vorbildlicher Profi, von dem insbesondere unsere jüngeren Spieler lernen können. Seine Stärken kann er in sämtlichen Situationen ausspielen und er wird für uns in Unterzahl ebenso wertvoll wie in Überzahl sein“, so die Worte von Matthias Roos, Sportdirektor und Geschäftsführer der Pinguine, über den 183 cm großen und 85 kg schweren Neuzugang. „In der vergangenen Spielzeit sind wir auf der Mittelstürmerposition nicht tief genug besetzt gewesen. Als wir Daniel Pietta und Jacob Berglund ab Weihnachten gemeinsam in einer Sturmreihe spielen ließen und Vincent Saponari im Januar ausfiel, war die Problematik offensichtlich. Deshalb liegt ein Schwerpunkt der aktuellen Kaderplanung auf der Mittelstürmerposition,“ erklärt Roos ein Defizit der abgelaufenen Saison. Im aktuellen Kader stehen nun sieben Stürmer, die diese Position spielen können.

In der Spielzeit 2014/15 wurde der gebürtige Kölner mit Mannheim Deutscher Meister und 2011/12 zum Spieler des Jahres in der DEL gekürt. „Die Veränderung der Pinguine war in der vergangenen Saison deutlich zu sehen. Die Mannschaft trat strukturierter und taktisch disziplinierter auf. Obwohl die Haie drei Mal als Sieger vom Eis gegangen sind, waren die Spiele verdammt eng. Gespräche mit Matthias Roos und Torsten Ankert haben diese Einschätzung der positiven Entwicklung bestätigt. Da meine Familie zudem in Köln bleiben wollte, haben wir uns nicht weiter mit anderen Anfragen beschäftigt und das Angebot angenommen“, schildert Kai Hospelt das Zustandekommen des Wechsels an die Westparkstraße.

Der derzeitige Krefelder Kader für die Saison 2019/20
Tor: Dimitri Pätzold


Verteidigung: Torsten Ankert, Alex Trivellato, Phillip Bruggisser (A), Tom Bappert, Philip Riefers, Garrett Noonan (A)


Angriff: Daniel Pietta, Martin Schymainski, Chad Costello (A), Niklas Postel, Darren Mieszkowski, Vinny Saponari, Adam Kiedewicz, Edwin Schitz, Travis Ewanyk, Jacob Lagacé (A), Laurin Braun, Kai Hospelt 

Trainer: Brandon Reid / Pierre Beaulieu

Unterdessen geht der Umbruch in Düsseldorf weiter: Jaedon Descheneau wird in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot der Düsseldorfer EG tragen. Der Stürmer hat das Angebot des Clubs abgelehnt und wird wahrscheinlich ins nördliche Ausland wechseln. Der Sportliche Leiter Niki Mondt: „Sein Entschluss kommt für uns nicht überraschend. Die DEG hat ihm ein für ihre finanziellen Rahmenbedingungen außerordentlich gutes Angebot gemacht und wir haben uns alle sehr intensiv um seinen Verbleib bemüht. Insgesamt wollen wir die Torgefahr des Teams auf noch mehr Schultern verteilen als in der vergangenen Saison.“

Der Kanadier war im Sommer 2018 vom Schweizer Zweitliga-Club HC Turgau nach Düsseldorf gewechselt. In 59 Spielen waren ihm starke 24 Tore und 40 Vorlagen gelungen. Die DEG bedankt sich bei Jaedon Deschenau für diese tolle Leistung und wünscht ihm für seine weitere Karriere alles Gute.

Vom Rhein an die Spree: Eisbären Berlin verpflichten DEG-Verteidiger Ryan McKiernan

Die Eisbären Berlin haben Verteidiger Ryan McKiernan verpflichtet. Der US-Amerikaner kommt von der Düsseldorfer EG in die Hauptstadt. McKiernan unterschrieb einen Mehrjahresvertrag in Berlin. „Ryan McKiernan ist ein intelligenter Verteidiger“, sagt Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer. „Er hat sich über mehrere Stationen nach oben gearbeitet und in der vergangenen Saison bewiesen, dass er ein starker DEL-Spieler sein kann.“

Der 29-Jährige war mit 31 Scorerpunkten (6 Tore, 25 Vorlagen) in 51 DEL-Hauptrundenspielen achtbester Verteidiger in der Deutschen Eishockey Liga 2018/19 und punktete auch in den Playoffs (2 Tore, 4 Vorlagen). Mit den Vienna Capitals gewann er die EBEL-Meisterschaft 2017. Ryan McKiernan wird in Berlin der erste Spieler sein, der die Rückennummer 58 trägt – womöglich inspiriert von Pittsburghs Kris Letang, der ebenfalls Verteidiger und Rechtsschütze ist.

Der derzeitige Eisbären-Kader für die Saison 2019/20
Tor: Maximilian Franzreb, Marvin Cüpper, Tobias Ancicka
Abwehr: Kai Wissmann, Frank Hördler, Jonas Müller, Eric Mik, Ryan McKiernan, Florian Kettemer, Constantin Braun


Angriff: Nino Kinder, Charlie Jahnke, Vincent Hessler, Austin Ortega, Thomas Reichel, André Rankel, Florian Busch, Louis-Marc Aubry, Lukas Reichel, Martin Buchwieser, Sean Backman, James Sheppard, Mark Olver, Marcel Noebels, Leo Pföderl, Fabian Dietz

Talent Garret Pruden wechselt zum ERC

Der 20-jährigen Verteidiger ist in Bad Nauheim geboren und durchlief dort alle Nachwuchsmannschaften. In der abgelaufenen Saison gehörte er fest zum DEL2-Kader des EC Bad Nauheim, bei dem er 36 Mal zum Einsatz kam und 6 Punkte holte. Der ERC setzt damit seine Strategie fort, jungen deutschen Spielern die Möglichkeit zu geben, in der DEL Fuß zu fassen. Sportdirektor Larry Mitchell: „Nach Tim Wohlgemuth im vergangenen Jahr freuen wir uns, dass mit Garret wieder ein Talent bei uns den Schritt in die DEL wagen möchte. Ich habe mich lange mit ihm beschäftigt. Er passt sehr gut in unser Anforderungsprofil und ich sehe großes Potenzial.“

Der 184 Zentimeter große und 81 Kilo schwere Verteidiger möchte die Chance nutzen und sich in Ingolstadt einen Stammplatz erkämpfen. Zudem wird er voraussichtlich mit einer Förderlizenz für den Kooperationspartner Kaufbeuren ausgestattet. Pruden wird bereits zum Auftakt des Sommertrainings im Mai in Ingolstadt erwartet.

Der derzeitige Panther-Kader für die Saison 2019/20


Tor: Jochen Reimer, Timo Pielmeier
Abwehr: Fabio Wagner, Colton Jobke, Ville Koistinen, Dustin Friesen, Maury Edwards, Sean Sullivan, Simon Schütz, Garret Pruden


Angriff: Jerry D’Amigo, Mike Collins, Brett Olson, Petr Taticek, Tim Wohlgemuth, Darin Olver, Brandon Mashinter