„Kämpfen bis zum Ende“Matchpuck für Wolfsburg

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Frühlingshafte Temperaturen und freie Fahrt! So begann der Sonntag für viele Ice-Tigers-Fans. Acht Busse und einige Privatfahrer machten sich am Vormittag von Franken auf nach Niedersachsen. Ihr Ziel: Wolfsburg. Und natürlich der erste Halbfinalsieg der „Diecher“ gegen die Grizzlys. 0:2 lagen die Nürnberger nach zwei Spielen in der Play-off-Serie zurück. Doch Tigers geben ja bekanntlich niemals auf.

Bereits in Feierlaune zeigten sich die Gastgeber vor der Eis Arena. Eine stimmungsvolle Musikkapelle heizte den etwas früher eingetroffenen Eishockey-Fans ein, bis sich die Wolkendecke zurückzog und die Sonne strahlte. Doch so schön sich das Wetter am 3. April präsentierte, die Anwesenden wollten natürlich nur eines: Ab in die Halle, um ihre Jungs auf dem Eis anzufeuern.

Torloses Déjà-vu

Und das taten sie. Zunächst zeigten die Franken, dass nach zwei Niederlagen noch nichts verloren ist. Lauthals und trommelnd standen die Gästefans hinter den Ice Tigers, die das Spiel gleich an sich rissen. Immer wieder fanden sie ihren Weg ins Wolfsburger Drittel und bissen sich dort fest. Allerdings kamen die Grizzlys nach ihrem ersten Überzahlspiel Tyler Beskorowany gefährlich nahe. Überwinden konnte den Nürnberger Keeper aber erst Daniel Widing nach einem Fehler der Gäste (13.). Führung für die Niedersachsen, während die Franken wieder das Murmeltier grüßte. Oder in diesem Fall der Grizzly. Denn schon am Freitag weigerte sich die Hartgummischeibe, die Wolfsburger Torlinie ein zweites Mal zu überqueren. Am Sonntag verabschiedeten sich die Gastgeber sogar ohne Gegentreffer mit 1:0 in die erste Drittelpause,...

...aus der sie gestärkt zurückkehrten. So richtig in Fahrt wollte – im Vergleich zum Freitagsduell – allerdings keines der beiden Teams kommen. Doch irgendwann muss sich der stressige Play-off-Rhythmus ja bemerkbar machen. Die Nürnberger Fans taten es jedenfalls. Nachdem sie nach dem 0:1 etwas von ihrer Euphorie verloren hatten, machten sie sich und den Ice Tigers noch einmal Mut: „Auf geht’s, Nürnberg, kämpfen und siegen!", feuerten sie die Mannschaft an. Letzteres wollte ihr aber nicht gelingen.

Problem Powerplay

„Wir haben wieder viel Druck gemacht", erklärt Nürnbergs Sportdirektor Martin Jiranek, „doch uns fehlen einfach die Tore." Besonders im Powerplay taten sich die Ice Tigers schwer, an den Grizzlys vorbeizukommen. Dazu ließen sie Chancen liegen oder verhinderten diese durch unsaubere Pässe. Stichwort: Special Teams. Die machten laut Jiranek nämlich den Unterschied. Kein Überzahltor konnten die Franken in den drei Halbfinalpartien erzielen. Stattdessen klingelte es im eigenen leeren Kasten dreimal. Mark Voakes und immer wieder Mark Voakes nutzte in der Schlussphase die freie Schussbahn – erst am Freitag und schließlich am Sonntag sogar zweimal in Unterzahl, so dass die Grizzlys auch das dritte Serienduell mit drei Treffern für sich entschieden.

Bitter für die Nürnberger, für die es nun heißt: Alles oder nichts, hopp oder top oder wie auch immer. Fakt ist: Die Franken müssen siegen. Zunächst in Spiel vier, dann noch einmal, ein weiteres Mal am Sonntag und im siebten Serienspiel ebenfalls. Wirklich realistisch ist das nicht. Denn Wolfsburg kann bereits am Dienstag im Tigerkäfig den Sack zumachen. Sicherlich könnten die Ice Tigers weiter „kämpfen bis zum Ende, bis ins Finale!" Doch die Ansage machten bereits die Wolfsburger.

Stand der Halbfinalserie (Best-of-Seven): Wolfsburg 3, Nürnberg 0

Das dritte Serienduell im Überblick:

Tore: 1:0 (13.) Widing, 2:0 (59.) Voakes (SH1, EN), 3:0 (60.) Voakes (SH1, EN)
Strafen: Wolfsburg 13 + Spieldauer, Nürnberg 8
Schiedsrichter: Rohatsch, Schukies
Zuschauer: 4.246


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