Justin Papineau: "Teamgeist ist enorm wichtig"

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Justin, ihr habt nun drei harte und enge Spiele in kürzester Zeit hinter euch, wie zufrieden bist Du mit der Leistung des Teams?
Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten mit Berlin und Wolfsburg zwei starke Gegner. Der Punkt am Freitag in Berlin war sehr wichtig und eine Art Bonus. Der Sieg in Wolfsburg und auch der gestern in der SAP ARENA waren dann optimal für uns. Ich denke, bisher läuft es gut und wir werden alles daran setzten, damit das auch so weiter geht.

Wie hast Du die drei Spiele, das eine in Berlin und die beiden gegen Wolfsburg, im Einzelnen gesehen?
Ich glaube, dass wir in Berlin sehr solide gespielt haben. Die Mannschaft stand gut und spielte konzentriert. Das Gleiche haben wir auch in Wolfsburg und gestern daheim versucht. Wir haben einen klaren Spielplan und eine Taktik, die wir durchziehen müssen. Und wenn wir das gut umsetzen, wie in den letzten beiden Spielen gegen Wolfsburg, dann werden wir auch in Zukunft wichtige Spiele für uns entscheiden.

Die letzten drei Spiele gingen alle ins Penalty-Schiessen. Wir kräftezehrend ist das für die Mannschaft?
Ach, ich denke das gehört einfach zu unserem Sport dazu. Die Spiele waren zwar schon lange und anstrengend, aber wir sind fit und waren bis zum Ende konzentriert. Insgesamt war das also kein großes Problem.

Ihr seid nun Tabellenführer der DEL. Wie wichtig war dieser gute Saisonstart, besonders für dieses junge Team?
Es ist immer optimal einen guten Start in die neue Saison zu haben. Wir haben in der Vorbereitung sehr hart gearbeitet. Wir haben uns für die Saison klare Ziele gesetzt und wollen diese so früh wie möglich erfüllen. Und dafür sind wir momentan auf einem guten Weg.

Du bist mit fünf Punkten bester Scorer der Adler hinter Mario Scalzo und hast gegen Wolfsburg gestern das wichtige Tor zum Ausgleich geschossen. Ich denke, Du kannst mit deiner Leistung bisher zufrieden sein?
Ja, es läuft schon sehr gut bei mir. Ich kann mich nicht beklagen. Das liegt zum großen Teil aber auch daran, dass meine Reihe mit Ronny Arendt und Scott King sehr viele Chancen kreiert, die dann irgendwann automatisch auch im Tor landen. Ich hoffe, dass ich meine Leistung konservieren kann, denn eine Saison ist lang und es ist manchmal wie auf der Achterbahn: es geht rauf und runter. Ich hoffe, dass das meiner Reihe und mir in dieser Saison einigermaßen erspart bleibt und wir konstant gut spielen werden.

Du sprichst deine Reihe mit Ronny Arendt und Scott King an. Ihr wart bisher an einem Großteil der Tore beteiligt. Was macht eure Reihe so stark?
Das Zusammenspiel läuft einfach super. Wir spielen seit der Vorbereitung schon als Reihe zusammen und das ist ein großer Vorteil. Ich habe letzte Saison schon größtenteils mit Scott zusammengespielt und mit Ronny klappt das jetzt auch sehr gut. Er geht oft in die Ecken, kämpft und erarbeitet uns die Pucks. Manchmal zieht Ronny auch mehrere Gegner auf sich und verschafft Scott und mir dann die nötigen Freiräume. Insgesamt ist einfach eine tolle Balance in unserer Reihe.

Wenn Du die letzten Spiele rückblickend betrachtest, woran muss noch gearbeitet werden?
Es gibt immer etwas zu verbessern. Wenn wir es in den Griff bekommen, dass der Spielaufbau gut klappt, wir nicht so viele Scheibenverluste produzieren und Gegenangriffe konsequenter im Keim ersticken können, dann werden wir eine gute Saison spielen.

Und die Chancenverwertung könnte wahrscheinlich noch besser werden, oder?
Ja, das stimmt. Das Spiel gestern gegen Wolfsburg war eine Art Spiegelbild der bisherigen Saison. Da haben wir teilweise das leere Tor nicht getroffen oder den Torwart angeschossen.
Das war schon sehr unglücklich. Aber wir erarbeiten uns die Chancen und das ist wichtig. Das mit der mangelnden Verwertung der Chancen wird sich definitiv bald ändern.

Außerdem fällt mit Francois Methot einer eurer besten Scorer der letzten Jahre wegen eines Innenbandanrisses verletzt aus. Wie sehr fehlt er euch?
Sein Fehlen ist schon ein großer Verlust. Er hat eine sehr hohe Spielintelligenz und überraschende Ideen, er ist im Powerplay stark und bringt immer sehr viel Energie in unser Spiel. Es ist schwer ihn zu ersetzen. Aber da müssen wir durch und hoffen, dass er bald wieder fit ist.

Toni Ritter ist einer von denen, die jetzt einspringen müssen. Was hältst Du von ihm?
Toni ist ein junger Spieler, der sehr viel drauf hat. Er kam nach dem Ausfall von Francois Methot von Heilbronn nach Wolfsburg nachgereist und hat sich gleich super ins Spiel eingebracht. Er ist sehr talentiert und passt gut in unser Team. Aber nicht nur er, sondern auch die anderen jungen Spieler sind schnell, motiviert und helfen uns enorm weiter.

Du bist einer der erfahrenen Spieler im Team. Gibst Du den jungen Spielern viele Tipps?
Ja, ab und zu. Jeder im Team versucht den jüngeren Spielern zu helfen und sie in die Mannschaft zu integrieren. Das klappt auch sehr gut bisher. Aber sie haben alle schon ein sehr hohes Level, was man besonders auch in der Reihe mit Marc El-Sayed und Matthias Plachta sehen kann.

Wie wichtig ist in diesem Jahr der Teamgeist?
Der Teamgeist spielt in dieser Saison eine zentrale Rolle. Wenn ich das mit der letzten Saison vergleiche, hat sich da einiges geändert. Wir haben in der Vorbereitung im Sommer viel über die Einstellung geredet und die letzte Saison abgehakt. Wir wollten mit neuem Elan und Freude an die neue Spielzeit herangehen und ich finde das klappt bis jetzt sehr gut.

Was denkst Du über deinen Coach Harold Kreis?
Er ist definitiv ein Trainer, der sehr gut mit seinen Spielern umgeht. Er geht auf uns ein und lässt uns auf dem Eis die nötigen Freiheiten. Ich finde es wichtig diese Freiheiten zu haben, um Tore zu machen und Eishockey zu spielen, und nicht nur in einem System eng eingeschnürt zu sein. Ich denke der Coach macht das genau richtig.

Was sind Deine persönlichen Ziele in dieser Saison?
Ich will natürlich so viele Punkte erzielen wie möglich und somit dem Team helfen. Ich will einfach dazu beitragen, dass wir Erfolg haben. Und dafür werde ich jedes Spiel hart arbeiten.

Am 2. Oktober kommen die San Jose Sharks zu einem Freundschaftsspiel in die SAP ARENA. Freust Du Dich als ehemaliger NHL-Spieler besonders darauf?
Ja, natürlich. Das wird bestimmt ein tolles Spiel mit einer klasse Atmosphäre. Aber ich denke, auch die jungen Spieler im Team werden schon richtig heiß darauf sein. Die Fans werden sicherlich einige Spieler im Team der Sharks sehen, die man hier nur selten zu Gesicht bekommt. Da sind schon einige starke Spieler dabei.

Zunächst gibt es aber noch wichtige Spiele in der DEL. Am kommenden Freitag geht es nach Straubing und am Sonntag kommt Krefeld. Was erwartest Du für Spiele?
Straubing wird natürlich schwer. Gerade auswärts müssen wir dagegen halten und unsere Vorgaben und unsere Taktik streng durchsetzen. Dann können wir auch in Straubing wieder punkten.
Krefeld dagegen ist eine besonders schnelle Mannschaft. Sie haben schnelle und wendige Stürmer. Das ist gefährlich für jeden Gegner. Auf jeden Fall wird das ein intensives Match und wir werden alles tun, um zu gewinnen.

Mit neuem Teamgeist und starken Neuzugängen ausgestattet - was denkst Du, können die Adler in dieser Saison erreichen?
Es ist natürlich noch früh in der Saison, um das zu sagen. Aber wir haben uns ja selbst  Etappenziele gesetzt, die wir über die gesamte Spielzeit hinweg erreichen wollen. Wenn wir das schaffen und weiter konzentriert zu Werke gehen, stellen sich die Erfolge auf jeden Fall ein.

(Quelle: www.adler-mannheim.de)

Ex-Eisbären-Coach wechselt nach München
Clément Jodoin verstärkt das Trainerteam der Red Bulls

​Der Kanadier Clément Jodoin verstärkt ab sofort das Trainerteam des Deutschen Meisters Red Bull München. Nachdem Toni Söderholm seit 1. Januar dieses Jahres die Auf...

Vierter ERCI-Heimsieg in Folge
Doug Shedden: „Ich hätte fast gelächelt“

Der ERC Ingolstadt spielt auch gegen Köln nicht über die vollen 60 Minuten konsequent, erarbeitet sich aber den Dreier gegen die Haie – und macht damit seinen Traine...

Personalwechsel in Köln
Haie-Trainer Peter Draisaitl freigestellt, Dan Lacroix übernimmt bis Saisonende

Die Haie reagieren auf die Entwicklung der letzten Wochen mit drei wichtigen Personalentscheidungen....

Top-Torjäger verpasst CHL-Finale
Maximilian Kastner fehlt den Red Bulls München wochenlang

​Der EHC Red Bull München muss mehrere Wochen auf Maximilian Kastner verzichten. Der Topstürmer in Reihen des Deutschen Meisters zog sich am vergangenen Freitagabend...

Gefühlseskalation: „Ohne Schiri habt ihr keine Chance“
Derby bei den Straubing Tigers geht an Red Bull München

„Ohne Schiri habt ihr keine Chance“, schallte es beim Derby zwischen den Straubing Tigers und dem EHC Red Bull München von den Rängen. Denn das dritte Team stand mit...

Alle Neuheiten der Version 4.4.0
Neues iOS Update für die Hockeyweb App

Wir haben Deutschlands beliebtester Eishockey App eine Frischzellenkur verpasst. Hier die Details zum iOS 4.4.0 Update:...

Ein Großer geht!
DEL-Rekordtorschütze Michael Wolf beendet nach der Saison seine Karriere

Mit Michael Wolf - 152-facher Nationalspieler, Kapitän von Red Bull München und Rekordtorschütze der DEL - verliert Eishockey-Deutschland verliert einen ganz großen ...

Jetzt die Hockeyweb-App laden!