Jung, dynamisch, erfolgshungrig und bayerisch (2)Münchens Geschäftsführer Claus Gröbner

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„Beim Sparen wird kein Bereich ausgelassen“

Als neutraler Betrachter möchte man meinen, dass der EHC Red Bull München von nun an keine Geldsorgen mehr haben wird. So ist es keineswegs. Claus Gröbner hat aus den Fehlern der Vergangenheit Konsequenzen gezogen und eine strikte Kostenkontrolle eingeführt, was bedeutet, dass für jeden Bereich feste Budgets vordefiniert sind und diese absolut einzuhalten sind. An der Kaderzusammensetzung für die neue Saison zeichnet sich das erkennbar ab. Darüber hinaus kommt es auch in der Verwaltung zu Einsparungen.

In Sachen Marketing hat der kaufmännische Leiter Claus Gröbner ebenfalls konkrete Vorstellungen, so „überlegen wir, wie der EHC die Expertise von Red Bull nutzen kann und wir von dem Know-how profitieren können, vor allem was die Zuschauerzahlen anbelangt.“ Red Bull sponsert ausschließlich dynamische Trendsportarten, die primär junge Leute ansprechen. Die EHC-Geschäftsstelle mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren verkörpert geradezu die Zielgruppe von Red Bull. Man macht sich Gedanken, wo eigentlich das Wachstumspotential zu suchen ist: „An der jungen Zielgruppe, wie Schüler oder Studenten, können wir sicher wachsen. Wenn man sich unsere Hallenstruktur ansieht, haben wir circa 4000 Stehplätze und 2000 Sitzplätze. Im Sitzplatzbereich sind wir schon ziemlich gut ausgelastet, aber noch nicht auf den Stehplätzen. Nur weil Red Bull da ist, verändern wir jedoch nicht unsere Zielgruppe. Wir müssen unsere Zuschauer breit aufstellen: Wir benötigen mehr Event-Publikum, wir brauchen aber vor allem unsere ganz treuen Eishockeyfans, denn diese kommen auch, wenn es sportlich nicht so gut läuft. Je breiter der Mix ist, desto besser.“ Eine weitere Idee hat Gröbner auch, die nahezu nur in Südbayern möglich ist, wo die meisten Eishockeyvereine Deutschlands existieren: „Wir möchten in dieser Saison auch die Eishockey-Community an sich ansprechen. Im Münchner Umland gibt es sehr viele Eishockey-Clubs in niedrigeren Klassen und wir möchten es schaffen, dass diese Lust an DEL-Eishockey verspüren und bei uns vorbeischauen.“ Auch für die Saison 2013/14 hat er bereits konkrete Visionen. So soll dann feststehen, wo die Reise in Bezug auf einen Hallenneubau hingeht und man hat als strategisches Ziel weitere Partner mit an Bord zu holen.

Hinsichtlich der Marketingaktionen scheint  „Red Bull wirklich große Lust auf den EHC zu haben. Red Bull sponsert einige große Veranstaltungen in München, wie X-Fighters oder DTM, und es ist angedacht, dass der EHC bei diesen Großevents ebenfalls präsent ist.“

Die rabattierten Ticketaktionen sollen gegenüber der abgelaufenen Saison reduziert werden. Gemäß Claus Gröbner ist es so, „dass man mit so etwas vorsichtig umgehen muss, denn was man verschenkt, ist nichts wert. Allerdings sind wir in der Situation, dass wir viel ausprobieren müssen. Wir kennen nach wie vor unsere Zuschauer und unser Potential zu wenig.  In der kommenden Saison ist aber sicher, dass es weniger Rabatt-Aktionen geben wird.“

Durch Red Bull hat das Münchner Eishockey eine großartige Chance erhalten, die es nun gilt zu nutzen. „Wir freuen uns auf die neue Saison und hoffen, dass unsere Fans und Partner richtig Lust auf Eishockey und den EHC Red Bull München haben.“


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