Joachim Ziesche – eine deutsche EishockeylegendeTeil 1: Wie die Karriere des „Hall-of-Famers“ begann

Joachim Ziesche im Dynamo-Trikot. (Foto: Archiv Joachim Ziesche/Druck und Mehr, Buch „Zwischen Hoffen und Bangen, Eine (ost)deutsche Eishockeylegende blickt zurück“)Joachim Ziesche im Dynamo-Trikot. (Foto: Archiv Joachim Ziesche/Druck und Mehr, Buch „Zwischen Hoffen und Bangen, Eine (ost)deutsche Eishockeylegende blickt zurück“)
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Joachim Ziesche begann seine Laufbahn in den 50er-Jahren über das Zentralhaus der Jungen Pioniere in Berlin-Lichtenberg, die Eishockey-Vereine BSG Einheit Berliner Bär, SC Einheit Berlin und den Abiturzweig der neu gegründeten Kinder- und Jugendsportschulen in der DDR.

„Es war natürlich damals noch nicht so organisiert und sportmethodisch auf dem neuesten Stand wie in späteren Jahren. Aber es war schon eine Struktur, die sich bewährt hat und die heute durchaus auch als Vorbild dienen könnte“, berichtet Ziesche.

Seinen ersten DDR-Meistertitel gewann er mit der Juniorenmannschaft des SC Dynamo Berlin gegen Dynamo Weißwasser im Jahre 1955. 1966 kam der erste DDR-Meistertitel im Männerbereich dazu. Mit dem SC Dynamo Berlin holte sich Joachim Ziesche in einem dramatischen Endspiel gegen Dynamo Weißwasser in Weißwasser vor einer Kulisse von 12.000 Zuschauern im Jahre 1966 den Meisterpokal. Wegen einer Mandelentzündung und Fieber, die sich schon im dritten Endrundenturnier abzeichnete, wurde er für das vierte Turnier allerdings vom Arzt gesperrt. „Das war schade. Die Meisterschaft wurde damals zum ersten oder zweiten Mal in Turnierform an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden ausgetragen. Im Duell der besten vier Mannschaften der Vorrunde hatten wir uns in einer hochdramatischen Auseinandersetzung im wahrsten Sinne des Wortes den Meistertitel erkämpft.“

Krank und noch im Bett liegend erlebte Ziesche, wie plötzlich das Abendprogramm der „Aktuellen Kamera“ unterbrochen und in die Endphase des Endspiels in Weißwasser zugeschaltet wurde. „Wir Berliner Jungs haben uns einen lang ersehnten Wunsch nach langer und harte Arbeit selbst geschenkt. Es dauert nicht lange, und im Nu war unsere Wohnung von Mitbewohnern unseres Hauses besetzt. Getränke und Stühle brachten die Gäste mit. Aus einer ungeplanten Feier wurde eine feuchtfröhliche Festveranstaltung.“

Seine erste Weltmeisterschaft spielte Joachim Ziesche 1959 in Prag, Kladno und Brünn. Aus seiner aktiven Zeit sind ihm unter anderem die WM-Turniere 1965 in Tampere/Finnland und 1966 in Ljubljana in guter Erinnerung: „Wir haben dort nicht nur gut gespielt, sondern 1966 in Ljubljana sogar gegen Schweden mit 4:1 gewonnen und wurden damit Bronzemedaillengewinner der Europameisterschaft. Das waren Leistungen, die man so von uns nicht erwartet hatte. Sie führten dazu, dass man auch als Spieler selbstbewusster wurde und die Gewissheit hatte, dass man auch international mitspielen konnte. Die EM-Bronzemedaille konnten wir uns allerdings erst 1999 um den Hals hängen, da die Schweden aufgrund eines falsch stattgegeben Einspruchs und einer während der WM erfolgten Regeländerung 1966 die Medaille bekamen. Erst 1999 wurde der DDR die Bronzemedaille zugesprochen, gleichzeitig durften die Schweden ihre behalten, so dass es am Ende zwei dritte Plätze gab.“

Im zweiten Teil unseres Artikels zu Joachim Ziesche geht es morgen unter anderem um die kleinste Liga der Welt – die DDR-Eishockey-Oberliga ab 1970.

Weitere Einblicke in sein Leben und den Eishockeysport stellt Joachim Ziesche in seinem empfehlenswerten Buch „Zwischen Hoffen und Bangen“ dar. Dieses kann man unter https://www.eisbaeren-shop.de/joachim-ziesche-ein-rueckblick/c-278.html bestellen. 


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