Jeff Tomlinsons erster Arbeitstag als Cheftrainer der Eisbären Alles neu - und doch alt bekannt

Jeff Tomlinson - Foto: Oliver Schwarz - www.stock4press.deJeff Tomlinson - Foto: Oliver Schwarz - www.stock4press.de
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Hartmut Nickel, 68-jähriges Eisbären-Urgestein, machte keinen Hehl aus seiner Freude, dass Jeff Tomlinson Cheftrainer der Eisbären wurde. „Ich habe mich gefreut, dass Pete (Manager Peter John Lee – Anm. d. Autors) Jeff verpflichtete. Damals hatte ich versucht, ihn zu überreden, dass er in Berlin bleiben soll, jetzt ist er aber mit reichlich Erfahrung wieder hier.“. Nickel wird weiter zum Co-Trainer-Stab der Eisbären gehören. Jetzt mit einem Chef, der ihm einst als Spieler unterstand, später als Co-Trainer kollegial an seiner Seite war.

Sein neuer Chef, Jeff Tomlinson genoss sichtlich seinen ersten Arbeitstag in Berlin. Am Samstag kam er erst von Detroit aus in Berlin eingeflogen – am Montagmittag begann mit einer Pressekonferenz sein erster Arbeitstag in neuer Funktion. Zusammen mit Peter John Lee fuhr er zu seiner Arbeitsstätte, der o2World. Aus seinem roten Shirt wurde schnell ein schwarzes Polo-Shirt mit Eisbären-Kopf darauf. Sicher der Gang vor die Presse, die sich in der Kabine der Eisbären eingefunden hatte.

Neuer Trainer – alte Ziele

In Berlin ist es klar – nach den letzten den sieben Meisterschaften binnen der letzten neun Jahre liegen de Erwartungen weiter hoch. Auch für Tomlinson soll die Meisterschaft das Ziel sein. Dazu kommt noch die European Trophy, in der die Eisbären das Endrundenturnier „Red Bulls Salute“ ausrichten werden und somit schon qualifiziert sind. Insgesamt trifft Tomlinson auf eine „funktionierende Mannschaft“, bei der er nur Kleinigkeiten verändern will .

Neuer Trainer – alter Bekannter

"Es ist für einen Trainer von großem Vorteil, wenn er seine Spieler nicht erst kennenlernen muss, sondern gleich weiß, welche Knöpfe zu drücken sind.", sagte der neue Eisbären-Chefcoach. Als Tomlinson im April 2010 Berlin verlassen hatte, spielte bereits ein Großteil der Spieler bei den Eisbären. Jetzige Leistungsträger wie André Rankel, Frank Hördler oder Constantin sowie Laurin Braun spielten bereits im damaligen Farmteam „Eisbären Juniors“ unter Nachwuchs-Trainer Tomlinson. Damals noch gegen den Abstieg aus der Oberliga. Später als Co-Trainer gewann er mit ihnen zusammen Meisterschaften.

Nun soll Jeff Tomlinson für weitere Kontinuität hinter der Bande des DEL-Rekordmeisters sorgen. Seit fast zwölf Jahren entließen die Berliner keinen Trainer mehr. Seine Vorgänger, Pierre Pagé und Don Jackson prägten ihren jetzigen Nachfolger. Und Hartmut Nickel ist ja auch noch da – der trotzdem noch einmal kurz in die Vergangenheit schaute: „Etwas überrascht war ich schon, dass Don ging. Er hatte mir, was er sonst nie machte, ein Foto von sich geschickt, wo er vor seinem Haus stand und gewunken hatte. Meine Frau sagte mir, dass es fast so aussieht, als will er sich verabschieden. Und kurz darauf hatte ich von seinem Wechsel erfahren!“, sagte er und schaute dabei auf das Foto in seinem Smartphone. „Jetzt schauen wir aber nach vorn. Ich freue mich auf die Zeit mit Jeff!“.

Das Eistraining bei den Berlinern beginnt am 6.August. 

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