Jason O´Leary neuer Cheftrainer der Iserlohn Roosters Kanadier unterzeichnete Jahresvertrag am Seilersee

Jason O´Leary coacht weiterhin die Iserlohn Roosters. (Foto: Toelle Studios/Iserlohn Roosters)Jason O´Leary coacht weiterhin die Iserlohn Roosters. (Foto: Toelle Studios/Iserlohn Roosters)
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„Schon das erste gemeinsame Gespräch hat den Grundstein für die Zusammenarbeit gelegt. Ich war mir sehr schnell sicher, dass Jason und ich auf einer Wellenlinie sind, eine sehr ähnliche Hockey- und Arbeitsphilosophie teilen“, unterstreicht der kommissarische Sportliche Leiter Christian Hommel. Auch die weitergehenden Gespräche verliefen so positiv, dass sich beide Seiten auf eine Zusammenarbeit verständigen konnten. „Jason teilt meine Grundauffassung, dass es von Bedeutung für jeden Verein ist, insbesondere mit jungen Spielern intensiv zu arbeiten, ihnen eine echte Chance zu geben.“ Auch Clubchef Wolfgang Brück freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Verteidiger. „Jason hat in seiner bisherigen Trainerkarriere in unterschiedlichen Ländern, auf unterschiedlichem Niveau, mit erfahrenen und unerfahrenen Spielern gearbeitet. Er hat eine Meisterschaft gefeiert und weiß, was es bedeutet früh aus den Playoffs auszuscheiden. Er lebt unseren Sport 24 Stunden pro Tag.“ Nach der Verpflichtung von Christian Hommel war es dem geschäftsführenden Gesellschafter wichtig, einen Trainer zu finden, der die veränderte Clubphilosophie teilt. „Wir wollen am Seilersee etwas Neues aufbauen. Natürlich haben wir auch mit Trainern gesprochen, die Erfahrungen in Deutschland gesammelt haben. Letztlich aber haben andere Dinge den Ausschlag gegeben. Genauso wie Christian Hommel wird er hinzulernen müssen, aber ich bin mir sicher, dass wir ein Team gefunden haben, dass jeden Tag daran arbeiten wird, dass wir besser werden und das bereit ist, intensiv nach innen und außen zu kommunizieren. Deshalb war es auch für uns Grundvoraussetzung, dass unser neuer Cheftrainer deutsch spricht.“

Jason O‘Leary wurde im Großraum Fredericton, der Hauptstadt der ostkanadischen Atlantik-Provinz New Brunswick geboren. Schon seit frühster Jugend spielte er Eishockey, stand zuletzt in der Saison 2001-2002 für die St. Thomas Universität in seiner Heimatstadt auf dem Eis. Im selben Jahr beendete er sein Englisch-Studium und arbeitete anschließend als Lehrer. „Ich bin ein sehr realistischer Mensch, deshalb wusste ich bereits damals, dass ich nicht gut genug für eine Profikarriere war. So habe ich mich für meinen Beruf entschieden.“ Schon zu dieser Zeit coachte er eine Nachwuchsmannschaft, machte in den Folgejahren seine Ausbildung zum Lizenztrainer und arbeitete später für eine private Hockeyakademie. Rund zehn Jahre nach dem Ende seiner eigenen Spielerkarriere führte ihn seine professionelle Trainerkarriere nach Europa. In Österreich arbeitete O‘Leary als U18-Nationaltrainer und coachte zusätzlich ein U20-Team in der internationalen Erste Bank Young Stars League. 2013 wechselte er als Assistenz-Coach zum Schweizer Nationalliga B-Team nach Langenthal, wo er im Dezember 2014 zum Cheftrainer befördert wurde. Zwei Jahre später, im Frühjahr 2017 führte er die Mannschaft zur Schweizer Zweitligameisterschaft, machte damit auch Clubs aus der ersten Liga auf sich aufmerksam. Nach einem Jahr als Assistenz-Coach in Genf verpflichtete ihn das Swiss League Team (ehemalige Nationalliga B) aus Zug, die EVZ Academy, als Cheftrainer.

„Eishockey ist nach meinen Kindern meine zweite ganz große Leidenschaft. Ich lebe und liebe das Spiel. Ich würde mich selbst als sehr gut vorbereitet, konsequent mit mir selbst und mit den Spielern, beschreiben. Ich arbeite unglaublich hart und intensiv und freue mich sehr auf die Aufgabe am Seilersee“, so O‘Leary. Wer ihn allerdings als reinen Nachwuchs-Coach bzw. als Ausbilder junger Spieler betrachtet, täuscht sich. „Natürlich habe ich gerade in diesem Bereich viele Jahre gearbeitet, auch deshalb, weil ich es immer als besondere Herausforderung empfunden habe, junge Menschen weiterzuentwickeln. Aber ich habe in meinen 21 Trainerjahren auch mit sehr vielen älteren und erfahrenen Profis gearbeitet, verfüge über ein gutes Netzwerk in der kleinen, übersichtlichen Eishockeywelt. An allen bisherigen Karriere-Standorten hat es der neue Roosters-Coach geschafft, zu überzeugen. „Ich bin ein sehr kommunikativer Mensch, rede viel mit den Verantwortlichen im Club, mit den Spielern meiner Mannschaft, aber auch mit Fans und Medien. Die Fans zahlen dafür, uns spielen zu sehen. Sie begleiten uns auf Auswärtsspielen, deshalb haben sie auch das Recht, auch, wenn es uns nicht immer gefällt, Fragen zu stellen und Transparenz einzufordern. All das hat natürlich Grenzen, aber es ist unsere Aufgabe unsere Entscheidungen zu erklären.“

O‘Leary wird ab Juli in Iserlohn zu Hause sein. Seine geschiedene Frau und seine Kinder werden ihn allerdings nicht in die Waldstadt begleiten. „Wir haben die Situation sehr intensiv besprochen. Aber ob ich nun zwei Stunden oder fünf Stunden entfernt bin, macht in Zeiten hervorragender verkehrstechnischer Anbindungen keinen so großen Unterschied.“


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