Jason Bacashihua: „Es war eine sehr leichte Entscheidung“Nachgefragt

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Als er im Sommer vom Team an der Donau verpflichtet wurde, zuckte wohl jeder Stadionsprecher in der DEL erst einmal zusammen und dachte bei sich: „Wie um alles in der Welt wird der ausgesprochen.“ Inzwischen kann es sicher jeder und zur Not kann man immer noch auf „Cash“ ausweichen.

Das Problem eines Neuen ist natürlich immer, dass man unweigerlich mit dem Vorgänger verglichen wird. Bacashihuas Vorgänger war Barry Brust. Was das Torhüterspiel angeht eine echte Größe, was er diese Saison bei den Abbotsford Heat in der AHL unter Beweis stellt. 268 Minuten und 17 Sekunden hielt seine gegentorlose Serie an. Damit übertraf er einen 55 Jahre alten Rekord. In der DEL schaffte er es zur wenig erstrebenswerten Bestmarke von 109 Strafminuten.

Die beiden Goalies unterscheidet jedoch mehr als die Anzahl der Strafminuten. Das meint auch Coach Dan Ratushny und sagt: „Jeder Spieler ist ein eigenes Individuum, das macht das Leben interessant.“ Und weiter: „Das sind zwei unterschiedliche Typen und unterschiedliche Torhüterstile. Barry machte einen tollen Job und hat uns geholfen, viele Spiele zu gewinnen. Jason ist ein anderer Typ. Er ist etwas ruhiger und hält sich selbst in toller Form, es ist eine Freude, ihn im Team zu haben.“

Erster Anspielpartner eines Goalies ist in der Regel ein Verteidiger. Alex Dotzler: „Barry hat die Scheibe und den Aufbaupass oft selbst gespielt, das hat zwar nicht immer funktioniert, aber meistens. Cash ist auf der Linie mindestens genauso gut, wenn nicht besser. Vom Typ her ist er ein komplett anderer Torwart. Barry war groß und, ich sage mal, massiger. Cash ist trainingsfleißig. Er ist ein guter Rückhalt für uns. Ohne ihn hätten wir sicher das ein oder andere Tor mehr kassiert.“

Stürmer und Kapitän Sandro Schönberger weiß zu berichten: „Jason ist enorm wichtig für die Mannschaft. Er ist einer der besten Torhüter der Liga und er macht jedes Spiel ein unglaubliches Spiel für uns. Er gibt uns immer die Chance, dass wir Spiele gewinnen.“ Schönberger erkennt aber auch einige andere Unterschiede „Barry und Jason unterscheidet einiges. Cash ist sehr ehrgeizig, er ist immer früh auf dem Eis und gibt im Training alles.“ Und Bacashihua bleibt das ganze Training auf dem Eis. Denn ohne Brust schlecht nachreden zu wollen, Training gehörte nicht zu seinen Vorlieben.

Neben den Unterschieden auf dem Eis, gibt es aber auch einiges, dass die beiden neben dem Eis unterscheidet. Schönberger: „Cash ist auf und neben dem Eis ein Super-Kerl. Wir können froh sein, dass er auch nächstes Jahr bei uns ist. Außerdem nimmt er auch am Mannschaftsleben teil, das hat Barry nicht so gemacht.“ Coach Ratushny: „Jason ist ein großartiger Goalie und ein großartiger Mensch. Wenn du die Chance hast, die Kombination aus einem richtig guten Spieler und einer tollen Menschen ins Team zu bekommen, musst du ihn dir schnappen. Das haben wir gemacht und sind glücklich, dass er verlängert hat.“

Doch wo liegen eigentlich die Gründe für die Vertragsverlängerung? Jason Bacashihua sagt dazu: „Zuerst muss ich sagen, dass ich mich sehr freue, dass die Verantwortlichen wollen, dass ich auch nächstes Jahr wieder hierher kommen soll. Wir haben ein gutes Trainerteam und sind eine gute Organisation. Die Mannschaft will immer gewinnen und arbeitet hart dafür. Wir haben aber auch jede Menge Spaß in der Kabine und sind eine lustige Truppe, die gut miteinander auskommt. Es war eine sehr leichte Entscheidung meinen Vertrag zu verlängern.“ Begeistert zeigt sich Cash aber nicht nur von der Organisation, sondern auch vom Umfeld. „Es macht richtig Spaß, in diesem Stadion zu spielen. Die Fans machen Spaß, sind laut und unterstützen uns immer.“ Das sagt er, obwohl er inzwischen alle DEL-Stadien kennen gelernt hat und meint auf Nachfrage: „Ja wirklich, das ist eine tolle Atmosphäre hier. Es ist nicht das größte Stadion der Liga, aber wie sich die Fans hier reinhauen und uns unterstützen, das macht dieses Stadion aus und darum macht es auch richtig Spaß, hier zu spielen. Für die Gastmannschaft ist das hier sicher auch immer etwas einschüchternd.“

Einen ersten Rekord hat der Amerikaner auch schon in seiner Statistik stehen. Er ist der erste Spieler, der in Straubing dreimal in Folge zum Spieler des Monats gewählt wurde. Dazu erzählt er: „Natürlich ist das eine Ehre, dass ich schon dreimal Spieler des Monats geworden bin. Aber eigentlich ist das eine Teamsache. Ich bin das nur geworden, weil mich die Leute vor mir gut aussehen lassen. Ich sehe das etwas wie eine Teamauszeichnung, freue mich aber natürlich trotzdem.“

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