Jari Pasanen: Die harte Arbeit wird endlich belohntDer Cheftrainer der Iserlohn Roosters im Interview

Jari Pasanen - Foto © Ice-Hockey-Picture-24 Jari Pasanen - Foto © Ice-Hockey-Picture-24
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Jari Pasanen, Sie sind während der Saison zum Cheftrainer hinter der Bande der Iserlohn Roosters aufgestiegen – was können Sie zu Iserlohn und den Roosters sagen?

Das Umfeld hier ist eigentlich sehr familiär, die Fans sehr euphorisch und stehen wie ein Mann hinter ihren Roosters. Auf der anderen Seite sind sie aber auch sehr kritisch. So, wie ich das hier erlebt habe, nimmt die Unterstützung unwahrscheinliche Formen an. Sollte es aber nicht so sein, merkt man schon, dass die Zuschauer unzufrieden sind. Das ist aber nachvollziehbar und daher auch okay! Es ist sehr emotional und momentan macht es einfach unheimlich Spaß.

Sie haben zurzeit einen solchen Lauf, dass, wäre es seit Saisonstart so gewesen, die Roosters sich mit an der Tabellenspitze wiederfinden würden – wie sehen Sie diese Siegesserie?

Zuerst ist es sehr schön, dass so etwas passiert! Es bereitet schon Freude, wenn man sieht, dass die harte Arbeit auch belohnt wird. Es war doch ein langer Weg, bis wir erkannt haben, wann wir Forechecking spielen oder uns zurückziehen sollten. Jetzt haben wir so langsam die beiden Rhythmen kennengelernt, wann wir Forechecking betreiben oder uns zurückziehen müssen. Defensiv stehen wir sehr, sehr gut! Die Verteidiger machen einen nahezu perfekten Job und auch nicht mehr die Fehler, die sie am Anfang noch gemacht haben. Die Stürmer arbeiten auch nach hinten und wir stehen in der neutralen Zone und vor dem eigenen Tor viel kompakter, was sich an der Zahl der Gegentore bemerkbar macht.

Haben Sie das Spielsystem Ihrer Mannschaft grundlegend geändert oder wie lief der Wandel ab?

Ja, wir haben die Spielweise schon grundlegend geändert. Wir haben mehr Wert auf die Defensive gelegt. Wenn kein Forechecking da ist, müssen wir halt defensiver stehen. Und das haben wir jetzt gelernt und führen es sehr gut aus – ich kann sagen, dass die Ergebnisse für sich sprechen.

Wie sieht Ihre Situation im Tor aus?

Hier kann ich wohl behaupten, haben wir ein Luxusproblem! Mathias Lange hatte jetzt lange und sehr gut im Tor gestanden. Aber da wir natürlich nicht eine ganze Spielzeit nur mit einem Torhüter agieren können, sollte auch Erik Ersberg Spielpraxis bekommen. Er hat signalisiert, dass er bereit ist und hat hervorragende Leistungen gezeigt. Zwischen den Pfosten sollten wir keine Probleme bekommen.

Wie sieht es denn in den anderen Mannschaftsteilen aus?

Ich bin wirklich mehr als zufrieden. Mit Brodie Dupont haben wir einen neuen Angreifer bekommen, der aber nicht als Ersatz für den lange Zeit ausfallenden Mike York (Bruch des Fersenbeins) gedacht ist. Ich war mit seinem ersten Auftritt zufrieden und er hat auch gleich gepunktet. Wir haben vier komplette Angriffsformationen und sechs Verteidiger. Als siebter Defender kommt jetzt Collin Danielsmeier zurück, der zwei Monate verletzt war und noch einige Zeit brauchen wird.

Ihr letztes „Opfer“ waren die Krefelder Pinguine!

Vor allen Dingen im ersten Spielabschnitt haben wir ein ganz tolles Spiel gesehen, vielleicht sogar das beste in dieser Saison. Ich möchte auch niemanden aus diesem Team besonders herausheben, da es eine vorzügliche Mannschaftsleistung war – wir haben gespielt, wie aus einem Guss!


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