Jamie Tardif führt die Adler zum 5:3-SiegAdler besiegen Schwenningen

Jamie Tardif war maßgeblich am Mannheimer Sieg gegen Schwenningen beteiligt. (Foto: Imago)Jamie Tardif war maßgeblich am Mannheimer Sieg gegen Schwenningen beteiligt. (Foto: Imago)
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Die Adler Mannheim finden nach dem „Schluckauf“ in München zum Auftakt ihres Heimspielmarathons in die Erfolgsspur zurück. Am Mittwoch gewann der Meister gegen die Schwenninger Wild Wings mit 5:3 (2:1, 1:0, 2:2).

Wegen der Teilnahme der Adler am Spengler-Cup in Davos zum Jahresausklang fand gestern Abend vor 10.338 Zuschauern ein vorgezogenes DELSpiel statt, kurioser Planung sei Dank, der Auftakt von vier Heimpartien in Folge für die Adler. Gegner waren die Wild Wings aus Schwenningen, die auch das dritte Spiel in dieser Runde verloren.

Es war ein Spiel nach dem Motto: „Wenn du deine Chancen nicht nutzt, dann verlierst du das Spiel“ – gestern Abend mit dem besseren Ende für Mannheim.

Schwenningen hatte im ersten Drittel aufgrund zweier früher Überzahlmöglichkeiten und eines äußerst couragierten Auftritts die Möglichkeit, dem Spiel eine frühe Richtung zu geben. Sie brachten das beste Unterzahlspiel der Liga durchaus ins Schwimmen und zeigten auch bei gleicher Anzahl Spieler auf dem Eis, was sie können; Damien Fleury als ständiger Unruheherd sei hier genannt. Es fehlte das bisschen Scheibenglück und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, um Adler-Torhüter Youri Ziffzer, der einige „Big Saves“ in diesem Spiel zeigen musste und zeigte, zu überwinden. Drei Tore wären möglich gewesen. So fing das Spiel an, gegen Schwenningen zu laufen, weil die Adler in ihrer zweiten Paradedisziplin – Überzahl – zeigten, wie man es macht. Erstes Powerplay – 1:0 durch Christoph Ullmann (10.). Zweites Powerplay sechs Minuten später – 2:0 durch Jamie Tardif (16.). Erst in der 20. Minute gelang den Wild Wings im dritten Anlauf im Powerplay der absolut verdiente Anschlusstreffer zum 1:2 durch, klar, Damien Fleury- Schussstatistik erstes Drittel 20:14 für Schwenningen.

Der Mittelabschnitt zeigte ein anderes Gesicht, Schwenningen fand nicht statt. Ganze vier Schüsse auf das Adler-Tor brachten sie zustande, davon drei während eines Powerplays, einer war ein Alleingang von Yan Stastny. Die Adler ihrerseits waren drückend überlegen (19 Schüsse), die Chancen für vier, fünf Tore waren da, Schwenningens Torhüter Dimitri Pätzold musste oft bis zu drei Mal klären, bis sich seine Vorderleute erbarmten, ihm zu helfen. Aber nur ein Tor sprang für die die Adler in diesem absolut überlegenen Drittel raus. Jamie Tardif, Matchwinner des Abends, erzielte sein zweites Tor (25.).

Diese Chancenverwertung hätte sich beinahe im letzten Drittel gerächt. Die Adler zeigten in den ersten 14 Minuten im Schlussabschnitt  eine pomadige Vorstellung. Vielleicht dachten sie nach dem zweiten Drittel, das Spiel ist gelaufen, jedenfalls gaben sie den Wild Wings zu viel Raum, waren nicht mehr so schnell auf den Schlittschuhen, die Fehlerpassquote stieg deutlich an und die Mannheimer wurden für diesen Auftritt „belohnt“. Marcel Kurth schloss einen Alleingang erfolgreich ab (3:2, 45.), Damien Fleury nutzte ein gewonnenes Bully zu einem platzierten Schuss in die Maschen (3:3, 54.).

Erst jetzt ging ein spürbarer Ruck durch die Mannheimer Mannschaft, sie agierten jetzt wieder wie im Mittelabschnitt. Mit einem Unterschied, sie nutzten von vier Chancen zwei. Jamie Tardif erzielte in der 56. Minute das 4:3, Ryan MacMurchy sorgte in der 58. Minute für den Endstand.

Matchwinner Jamie Tardif hatte mit seinem Instinkt für das perfekte Stellungsspiel und seinen drei erzielten Toren und einem Assist zum ersten Tor maßgeblichen Anteil daran, dass die Adler dieses Spiel gewannen, sonst hätte das Spiel durchaus anders ausgehen können.

Tore: 1:0 (9:24) Christoph Ullmann (Daniel Richmond, Jamie Tardif/5-4), 2:0 (15:49) Jamie Tardif (Daniel Richmond, Glen Metropolit/5-4), 2:1 (19:35) Damien Fleury (Hannu Pikkarainen, Andreé Hult/5-4), 3:1 (24:41) Jamie Tardif, 3:2 (42:45) Marcel Kurth (Hannu Pikkarainen), 3:3 (53:29) Damien Fleury (Will Acton), 4:3 (55:56) Jamie Tardif (Glen Metropolit, Mathieu Carle), 5:3 (57:29) Ryan MacMurchy (Marcus Kink, Daniel Richmond). Strafen: Mannheim 8, Schwenningen 6. Zuschauer: 10.338.

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