Iserlohn siegt auswärts nach Penaltyschiessen

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Frankfurt Lions haben nach dem Auswärtssieg am Freitag einen Heimerfolg und damit die Tabellenführung verpasst. Gegen zu Beginn sehr starke Iserlohn Roosters glichen die Lions einen 2:0 und 3:2 Rückstand aus und waren am Ende dem Sieg näher. Im entscheidenden Penaltyschiessen markierte aber Kris Sparre den Siegtreffer für die Iserlohn Roosters.

Dass es für die Roosters nicht sogar zu drei Punkten reichte, daran waren sie selbst Schuld. Binnen 45 Sekunden legte Iserlohn im ersten Drittel zwei Treffer vor und hatte im weiteren Spielverlauf beste Einschussmöglichkeiten. Ian Gordon im Tor der Lions war über die gesamte Spielzeit ein überragender Rückhalt für die Hessen und hielt seine Vorderleute mit tollen Paraden im Spiel. Waren die Lions im ersten Drittel noch zu inkonsequent im Spiel nach vorne und viel zu offen in der Defensive, besserte sich zumindest das Offensivspiel im Mitteldrittel. Jeff Ulmer verkürzte nach 26 Minuten in Überzahl auf 2:1 und markierte knapp zehn Minuten später nach einem feinen Doppelpass mit Hahn auch den Ausgleich.

In der Defensive offenbarten die Lions aber weiterhin dicke Löcher, die Iserlohn mehrere 100%ige Torchancen ermöglichte. Pech hatte Iserlohn, dass ein toller Schuss vom starken Christensen kurz vor Drittelende an die Latte ging und nicht in das Tor. Nach 46 Minuten hatten die 5.900 Zuschauer schon den Torschrei auf den Lippen, als Oppenheimer aus kürzester Distanz frei zum Schuss kam. Danny aus den Birken verhinderte aber mit einem tollen Reflex einen Treffer für die Hessen. Die Lions schienen jetzt am Drücker und genau in diese Phase leistete sich Young eine unnötige Strafzeit, die Iserlohn zum 3:2 durch Daniel Sparre nutzte. Keine Minute später aber die prompte Antwort der Lions. Nach einem Angell Schuss reagierte Periard am schnellsten und verwertete den Abpraller zum erneuten Ausgleich. Wieder nur Sekunden später lag der Puck wieder im Tor der Roosters. Hauptschiedsrichter Jablukov verweigerte dem Treffer aber die Anerkennung weil der Treffer mit dem Schlittschuh erzielt wurde.

So blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit beim leistungsgerechten 3:3 unentschieden. In der Verlängerung ließen die Roosters ein Powerplay und so musste das Penaltyschiessen entscheiden. In diesem erzielte letztendlich Kris Sparre den entscheidenden Siegtreffer.    

Nach dem Spiel äußerte sich Iserlohns Trainer Liebsch zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft: „Für unseren dezimierten Kader war das heute eine gute Leistung“. Lions Trainer Chernomaz war nicht einverstanden mit der Leistung seiner Spieler: „Wir haben zu viele Gegentore bekommen. Insgesamt müssen wir härter arbeiten. Das Aufholen der Rückstände hat viel Kraft gekostet“, so Chernomaz.

Zum Mainova Spieler des Tages wählten die Fans Jeff Ulmer

Statistik:

0:1 (04:08) Swanson, 0:2 (04:53) Christensen, 1:2 (25:45) Ulmer 5-4PP, 2:2 (34:31) Ulmer, 2:3 (47:54) D. Sparre 5-4PP, 3:3 (48:44) Periard, 3:4 K.Sparre

Schiedsrichter: Jablukov

Strafminuten: Frankfurt 16 – Iserlohn 14

Zuschauer: 5.900

(Frank Gantert)