Iserlohn Roosters deklassieren Meister Red Bull MünchenTorwart Kevin Reich arm dran, Jon Matsumoto nimmt im Sauerland süße Rache

Frustriert: Kevin Reich (picture alliance / Beautiful Sports)Frustriert: Kevin Reich (picture alliance / Beautiful Sports)
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Freud und Leid liegen manchmal ganz dicht beieinander. Der Serien-Meister EHC Red Bull München kann ein Lied davon singen. Am Freitag war die Welt für das Team von Trainer Don Jackson noch in Ordnung. Im bayrischen Derby gab es bei den Augsburger Panthern einen 2:1-Erfolg. Der 275. Sieg der Bullen in der DEL-Historie. Drei Spiele, drei Siege – als einziges verlustpunktfreies Team der Liga rangierte der EHC mit einer blütenweißen Weste an der DEL-Spitze. Doch auf das Jubiläum folgte eines der schlimmsten Debakel der Klub-Historie. Bei den wie entfesselt aufspielenden Iserlohn Roosters setzte es eine 3:8 (1:3, 1:1, 1:4)-Klatsche. Was für ein Debakel. Mit fünf Treffern Unterschied verloren die Red Bulls zuletzt im Januar 2015 gegen die Eisbären aus Berlin (0:5). Schockstarre. An der Isar rätselt man über die Gründe.  

Stürmer Jason Jaffray fordert: „Aus dieser Niederlage müssen wir lernen.“ Dabei hatte Neuzugang Matt Stajan (1020 Einsätze in der NHL) mit seinem allerersten DEL-Tor den EHC in der 6. Minute noch in Führung gebracht. Doch Dieter Orendorz (9.), Anthony Camara (19.) und Jon Matsumoto (20.) drehten noch im ersten Drittel die Partie. Nach dem Anschlusstreffer durch Derek Joslin (31.) erhöhte Dylan Yeo (39.) auf 4:2. Wieder Matsumoto (44.), Keaton Ellerby (49.), Michael Clarke (52.) und Sasa Martinovic (54.) bauten den Vorsprung auf 8:2 auf. Michael Wolf gelang der dritte Münchner Treffer.

Einen Doppelpack und eine Vorlage schaffte ausgerechnet Iserlohns Stürmerstar Jon Matsumoto, der von 2016 bis 2018 noch in München unter Vertrag stand. „Ich kann selber nicht erklären, was da los war“, staunte der Kanadier nach der Demontage. Man spürte die Genugtuung. Obwohl er nach dem dritten Titel in Folge der Münchner zum MVP gewählt wurde, gab man ihm  keinen neuen Vertrag. Vor seinem ersten Duell mit dem Ex-Klub hatte er gesagt: „Natürlich ist München zu schlagen, wir sind ja nicht im Fußball, wo Bayern alles gewinnt.“ Und richtig. Jetzt hatte der 31-Jährige seine Rache. „Es hat einfach alles geklappt“, lächelte der Knipser der Sauerländer süßsauer.

„Ich bin sprachlos, kann das nicht erklären. Es fühlte sich so an, als würde alles schief gehen, was schief gehen kann", meinte Bullen-Torwart Kevin Reich völlig frustriert. Zum ersten Mal stand der 22-Jährige in dieser Saison im Tor. Zudem noch in seiner Geburtsstadt Iserlohn. Und dann dieses Desaster. „Ich habe der Mannschaft nicht helfen können, irgendwann muss ich halt auch mal einen halten. Ich habe acht Dinger kassiert, ich muss jetzt daraus lernen“, meinte er mit gesenktem Kopf. Ja, Reich war wirklich ganz arm dran. Frank Mauer nach den jungen Goalie in Schutz: „Wir haben wirklich einen schwarzen Tag erwischt, viele Konter zugelassen. Die Iserlohner waren gefühlt immer einen Schritt schneller und haben ihre Chancen eiskalt genutzt.“ Was bleibt, ist der Blick nach vorne: „Wir müssen vieles analysieren und werden die Woche dazu nutzen, die entscheidenden Szenen im Video anzuschauen. Und dann machen wir es gegen Krefeld wieder besser“, fügt Jaffray an. Na dann.

Der Spielfilm: 0:1 | 05:19 | Matt Stajan; 1:1 | 08:54 | Dieter Orendorz; 2:1 | 18:48 | Anthony Camara; 3:1 | 19:50 | Jonathan Matsumoto; 3:2 | 30:38 | Derek Joslin; 4:2 | 38:10 | Dylan Yeo; 5:2 | 43:15 | Jonathan Matsumoto; 6:2 | 48:11 | Keaton Ellerby; 7:2 | 51:50 | Michael Clarke; 8:2 | 53:30 | Sasa Martinovic; 8:3 | 59:31 | Michael Wolf. Zuschauer: 3.887

 

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