Iserlohn eine Nummer zu stark

Lesedauer: ca. 2 Minuten

Zwei Tage nach dem ersten Heimsieg

der Saison gegen den Erzrivalen aus Frankfurt mussten die Kassel Huskies

im Testspiel gegen die Iserlohn Roosters die erste Niederlage der Saison

einstecken. In der temporeichen Partie waren die Gäste vom Seilersee

den Nordhessen zumeist überlegen und gingen am Ende mit einem verdienten

3:2-Sieg vom Eis.

Iserlohn nahm das Spiel von Beginn

an in die Hand, wirkte aggressiver und spritziger als die Gastgeber.

Dennoch konnten sich die 2625 Zuschauer in der Kasseler Eissporthalle

über gute Chancen auf beiden Seiten freuen. In der siebten Spielminute

bot Ex-Husky Christian Hommel den Eishockey-Begeisterten eine seiner

berühmten Show-Einlagen: Nach zweier Checks von Heinrich und Schlager

zeigte der gebürtige Iserlohner eine gewohnt gute Leistung im Faustkampf

und durfte im Anschluss – mit einer Matchstrafe ausgestattet – ausnahmsweise

neben seinen verletzten Kollegen auf der Pressebank Platz nehmen. Aus

der fünf-minütigen Überzahlsituation konnte Kassel aufgrund von Strafen

gegen Johnson und Holzmann kein Kapital schlagen. Vielmehr musste Goalie

Stephen Ritter zwei Mal gegen Michael Wolf retten. Ritter, der seine

erste Partie für die Schlittenhunde bestritt, erwies sich als bereit

für seine kommenden Aufgaben als Ersatzmann für Adam Hauser und zeigte

über die kompletten sechzig Minuten eine sehr gute Leistung. Neun Sekunden

vor Ende des ersten Abschnitts konnte Kassel überraschend mit 1:0 in

Führung gehen. Nach schönem Zusammenspiel von Bryan Schmidt und Alex

Leavitt gelang es Sean Tallaire Danny aus den Birken im Kasten der Roosters

auszuspielen und die Scheibe mit der Rückhand einzunetzen.

Kassel startete aktiver und aggressiver

ins zweite Drittel, verlor nach dem Ausgleichstreffer in der 29. Spielminute

durch Quinn Hancock aber wieder an Aufwind. Zumindest in Unterzahl agierten

die Huskies aber kontinuierlich überzeugend stark und ließen bei fünf

Überzahlsituationen für Iserlohn – dabei auch 1:58 Minuten in doppelter

Unterzahl – nur wenige Chancen zu. Die beste Einschussmöglichkeit

der Gäste hatte in der 20. Minute Michael Wolf, dessen mächtiger Schuss

aber unter dem Jubel der Fans in Ritters Fanghand verschwand.

Im letzten Spielabschnitt gelang es

den Roosters zunächst in der 43. Minute erneut durch Quinn in Überzahl

und dann in der 50. Minute durch Langwieders perfekt platzierten Schuss

über die linke Schulter des Kasseler Schlussmanns ihre spielerische

Überlegenheit auch in Tore umzuwandeln. Mit dem 3:1 für Iserlohn schwanden

Kraft und Wille der Gastgeber zusehends, auch, wenn die Kasseler nach

einem Alleingang von Neuzugang Derek Damon noch einmal auf 2:3 heran

kamen. Der Anschlusstreffer war bereits das vierte Saisontor im dritten

Spiel für Damon, der so auch zum bisher auffälligsten Neuzugang der

Nordhessen avancierte.

Das Kasseler Fazit nach dem dritten

Vorbereitungsspiel dürfte aber trotz der Niederlage weitgehend positiv

ausfallen. Zwar hapert es noch arg im Power Play, das laut Trainer Stéphane

Richer aber bisher auch noch nicht auf dem Trainingsplan stand, und

auch bei Egalité sieht man den Huskies an, dass die Saison noch jung

ist. Indessen konnten aber beide Torhüter bereits mit ihren Leistungen 

überzeugen und auch das Unterzahlspiel klappt bereits erstaunlich gut.

Schon am Dienstag bietet sich aber

die nächste Gelegenheit die bereits geschaffenen Stärken weiter auszubauen

und die noch bestehenden Schwächen auszumerzen, da treten die Nordhessen

nämlich bei den Hannover Scorpions an; am kommenden Wochenende steht

dann der traditionelle Wurmberg Cup in Braunlage auf dem Programm.

Tore:

1:0 (19:51) Sean Tallaire (Alex Leavitt,

Bryan Schmidt)

1:1 (28:40) Quinn Hancock (Colin Danielsmeier)

1:2 (42:59) Quinn Hancock (Michael

Wolf, Robert Hock – 5:4)

1:3 (49:01) Stefan Langwieder (Daniel

Sparre, Steven Rupprich – 4:4)

Strafen: Kassel 20 + 10 Carciola, Iserlohn

10 + 5+ Matchstrafe Hommel

Foto und Fotostrecke: www.snapfactory

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