Ingolstädter Sieg dank McDonald

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Was wären die Ingolstädter Panther ohne ihre beiden NHL-Legionäre? Zwar blieb Marco Sturm beim gestrigen 5:4-Sieg gegen den deutschen Meister aus Frankfurt ohne Torerfolg, aber dafür wurde sein Kollege Andy McDonald zum Matchwinner. Durch seine beiden Treffer im letzten Drittel dreht er letztlich noch ein Spiel, in dem die Lions fast schon wie die Sieger ausgesehen hatten.



Die Frankfurter, die nach ihrer letztjährigen Meisterschaft relativ schwer in die Gänge gekommen sind, zeigten in Ingolstadt ein sehr engagiertes und körperbetontes Eishockey. Einzig Jimmy Waites Paraden verhinderten eine Führung der Gäste. Fergusons überraschender Treffer für die Panther Sekunden vor der Drittelpause stellte den Spielverlauf praktisch auf den Kopf. Zu Beginn des zweiten Drittels machten die Panther dann mehr Druck und gingen durch Sutton und Mann (Gegentreffer Robidas) mit 3:1 in Führung. Zwei Powerplaytore innerhalb von 22 Sekunden brachten die Lions dann plötzlich wieder ins Spiel. Ein souverän verwandelter Penalty durch Lebeau (35.Minute) sorgte schließlich sogar für die Gästeführung, die erst Andy McDonald im letzten Drittel noch einmal umbiegen konnte.



Das gesamte Match war von hohem körperlichen Einsatz geprägt, ohne dass es jedoch zu bösen Fouls gekommen wäre. Einzig Gästestürmer David Sulkovsky leiste sich kurz vor Schluss einen schlimmen Ellbogencheck, den Schiedsrichter Aumüller mit einer Fünf-Minuten- plus Spieldauerstrafe ahndete. Die Leistung des Unparteiischen löste nach dem Spiel größere Diskussionen aus. Frankfurts Trainer Chernomaz war verständlicherweise nicht ganz zufrieden: „Meine Spieler sollten keine Schlägerfouls begehen, aber mit Körperkontakt spielen. Nur so kann man gegen Leute wie McDonald und Sturm mithalten. Also haben wir mit Körperkontakt gespielt und saßen immer auf der Strafbank. Für mich gab es heute zu viele Strafen.“



Panter-Trainer Ron Kennedy ging nicht auf die Schiedsrichterleistung ein, sondern lobte sein Team: “Wir haben heute gegen eine Topmannschaft der DEL gespielt. Drei Minuten im zweiten Drittel haben wir ein bisschen geschlafen, und schon waren wir im Rückstand. Wir konnten trotzdem das Spiel gewinnen, was für uns sehr wichtig ist. Deshalb bin ich auch, vor allem in Anbetracht unserer vielen Verletzten, sehr zufrieden.“



Durch die überraschende Niederlage der Kölner Haie in Augsburg konnten die Panther wieder auf den zweiten Platz klettern. Diesen Rang gilt es nun bereits am Sonntag in der Kölnarena gegen den direkten Konkurrenten zu verteidigen. Man darf gespannt sein, wie sich das dezimierte Team aus Ingolstadt in der Höhle des Löwen behaupten wird. (an)

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