Ingolstadt zurück – Ausgleich der Serie

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Es geht wieder bei Null los. Der ERC Ingolstadt gewann die vierte Viertelfinalpartie gegen die Nürnberg Ice Tigers vor neuerlich ausverkauftem Haus mit 4:3 (0:0, 2:1, 1:2, 0:0) nach Penaltyschießen und konnte damit die Serie nach einem 0:2-Rückstand wieder ausgleichen.



Ein Schlüsselspieler war am Dienstagabend der agile Günther Oswald, der mit zwei Treffern großen Anteil am Erfolg hatte. Allein an ihm konnte man auch festmachen, dass Ingolstadt durchaus noch über genügend Kraftreserven für diese Play-offs verfügt.



Entsprechend kraftvoll und engagiert präsentierten sich die Panther im ersten Drittel, das aus Nürnberger Sicht durchaus glücklich torlos endete. Im Mittelabschnitt stoppte der ERC die nun aufkommenden Franken mit einem Doppelschlag durch Jakub Ficenec (27.) und Günther Oswald (28.). Der Anschluss durch Stephane Julien (34.) hielt die Gäste in der spannenden Partie.



Zu Beginn des Schlussdrittels schlugen beim bis dahin tadellosen Ingolstädter Schlussmann Jimmy Waite bittere Minuten. Die Gegentore durch Marek Posmyk (42.) und Greg Leeb (44.) musste er ohne jeden Zweifel auf seine Kappe nehmen. Doch Ingolstadt erholte sich rasch von diesem unerwarteten Rückschlag und glich durch Günther Oswald (47.) im Powerplay erneut aus.



Danach stand das Spiel auf des Messers Schneide, Chancen gab es auf beiden Seiten, ein weiterer Treffer wollte in der regulären Spielzeit wie auch in der Overtime aber nicht mehr fallen. So brachte das Penaltyschießen, in dem Nürnbergs Goalie Frederic Chabot bei drei von vier Schüssen hinter sich greifen musste, die Entscheidung zugunsten der Hausherren.



„Wir haben uns zurückgekämpft“, freute sich ERC-Coach Ron Kennedy über den Verlauf des Spiels genauso wie über den nun ausgeglichenen Stand der Best-of-seven-Serie, in der der Sieger des nächsten Spiels am Freitag einen entscheidenden Schritt in Richtung Halbfinale machen kann.



Beim ERC Ingolstadt stach ins Auge, dass der Ausfall von Topscorer Cameron Mann keineswegs ins Gewicht fiel. Vielmehr war Mike Stevens, der dessen Position im Paradesturm übernahm, ein Volltreffer. Der in dieser Saison oft verletzte Stürmer strotzte vor Wille und Kampfgeist, verlieh seinen Sturmpartnern Doug Ast und Sean Tallaire sogar neue Kreativität und Gefahr. Wie auch der zuletzt langzeitverletzte Chad Allan fügte sich Mike Stevens zu den Play-offs nahtlos in die Mannschaft ein und verdiente sich nun ein dickes Sonderlob.



Stolz war Gästetrainer Greg Poss nach der Dienstagpartie vor allem darauf, dass seine Mannschaft nach dem Rückstand in der Partie wieder zurückkam. Es bleibt aber abzuwarten, wie die Ice Tigers die am Ende bittere und mit etwas Glück vermeidbare zweite Viertelfinal-Niederlage nun mental verarbeiten. Denn zu allem Überfluss kämpfen sie als Punktrundenzweiter nicht nur mit der Bürde des Favoriten, sondern aus den letzten Jahren auch mit dem Fluch des Erstrunden-Ausscheidens. fc (Foto: Spielszene ERC Ingolstadt - Nürnberg Ice Tigers by www.hockey-press.de)

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