Ingolstadt verliert gegen Mannheim Spiel und Tabellenführung

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Eigentlich waren es ja zwei Spiele, welche die 4300 Zuschauer am

Donnerstagabend in der Saturn-Arena zu sehen bekamen: Eine erste

Halbzeit (bis zur 33.Minute) mit erschreckend schwachen Panthern und

eine zweite, in der die Hausherren wieder ihre Normalform zeigten.


Ingolstadt – ohne Ast (Magen-Darmgrippe), aber dafür mit Neuzugang

Tutschek - bot zu Beginn alle Untugenden, die man von den Panthern

lange nicht mehr gewohnt war: Schlechtes Powerplay – kein einziges Tor

fiel in numerischer Überlegenheit -, Unkonzentriertheiten in Abwehr und

Angriff. So oft wie gestern haben die Panther wohl selten am leeren Tor

vorbeigeschossen. Aushilfstrainer Bartman bemängelte dann auch, dass

seine Mannen teilweise nicht konzentriert und  einfach genug

gespielt hätten.


Auch die Erkrankung von Ron Kennedy machte sich bei den Panthern

bemerkbar. Bartman: „Der Schock ist bei den Spielern immer noch da.

Zwar haben wir in der Kabine versucht, nicht daran zu denken und uns

auf das Spiel zu konzentrieren, aber das ist nicht so einfach.“


Die Adler aus Mannheim nutzten mit ihrer routinierten Mannschaft

natürlich die Schwächen der Hausherren weidlich aus und führten nach 27

Minuten mit 3:0. Doch dann erwachte, warum auch immer, bei Ingolstadt

plötzlich der Kampfgeist und man sah wieder alte Tugenden. Ihr bester

Mann, Jakub Ficenec, erzielt den Anschluss und das Spiel war wieder

offen. Hätten die Stürmer besser getroffen und die Schwächen der

Adlerabwehr konsequent ausgenutzt – ihr neuer Torwart Pelletier wusste

öfter nicht so ganz genau, wo die Scheibe gerade war -, wer weiß, wie

die Begegnung geendet hätte. Doch so gelang nur noch eine

Resultatsverbesserung, aber die drei Punkte waren weg.


Gehörigen Anteil an der Niederlage hatte auch Schiedsrichter Looker,

der sich alle Mühe gab, seinem zweifelhaften Ruf gerecht zu werden.

Einerseits ließ er das Spiel laufen und übersah großzügig Vergehen wie

Halten, Haken und diverse Stockfouls, auf der anderen Seite pfiff er

die harmlosesten Berührungen ab.


So mussten die Ingolstädter nach langen Wochen wieder die

Tabellenführung an Mannheim abgeben, was Gästetrainer Poss natürlich

sehr freute. Aber vielleicht fühlen sich die Panther in der

Verfolgerrolle wohler als in der des Gejagten, der in jedem Spiel von

der Meute besonders gehetzt wird.


Greg Poss gab nach dem Spiel auf die Frage, ob es in Mannheim

angesichts der üppigen Sponsorengelder nicht wie im Paradies sei, einen

interessanten Vergleich zum Besten: „Auch die schönste Wiese muss

gehegt und gepflegt werden. Wer sie nicht ständig mäht, hat bald keine

Freude mehr daran.“ Will sagen: Die Tabellenführung der Adler ist ihnen

nicht in den Schoß gefallen, sondern hart erarbeitet. Man denke nur an

das intensive Sommertraining. Recht hat er!


Tore:

0:1  (10:26)  Forbes (Robinson

0:2  (24:27)  Methot (Jaspers, Corbet)

0:3  (26:30)  Arendt (Sloan)

1:3  (32:13)  Ficenec (Slavetinsky,Barta)

2:3  (56:40)  Tory (Tripp, Tkaczuk)


Zuschauer: 4314    

Schiedsrichter:  Looker

Strafen:   Ingolstadt   12          Mannheim  16


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