Ingolstadt sucht das Teamwork – und findet Goalgetter ElsnerERC schlägt Krefeld mit 2:1

David Elsner (hinten rechts) durfte sich zurecht feiern lassen. (Foto: Imago)David Elsner (hinten rechts) durfte sich zurecht feiern lassen. (Foto: Imago)
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Nach dem frühen Führungstor der Krefeld Pinguine versuchen es die Ingolstädter Panther zunächst mit Einzelaktionen – und kommen dann mit echtem Teamwork zum Ausgleich. Zum Matchwinner wird ERC-Stürmer David Elsner mit zwei Treffern. Der Vizemeister gewann mit 2:1.

Über weite Strecken des ersten Drittels sah es für die Krefeld Pinguine nach einem vergleichsweise geruhsamen Nachmittag beim Auswärtsspiel in Ingolstadt aus. Nach drei Minuten war man in Führung gegangen und hatte das Spiel eigentlich im Griff: Krefeld ließ kaum Chancen des Vizemeisters zu, der sich zudem durch Strafzeiten immer wieder aus dem Rhythmus brachte, und hatte selbst einige gute Gelegenheiten. Erst nach gut 25 Minuten arbeiten und spielten die Panther richtig zusammen - und kamen direkt zum Ausgleich. Jared Ross und Danny Irmen hatten den Spielaufbau der Pinguine bereits hinter deren Tor gestört und sich so selbst den Raum geschaffen, den Elsner schließlich aus kurzer Distanz nutzte und das Zuspiel direkt an KEV-Keeper Klein vorbei zum Ausgleich ins Tor schoss. Dies geschah in einer Phase, als die Panther intensiver spielten, schneller spielten – einfach besser spielten und dadurch auch das Publikum wieder aus der frühherbstlichen Lethargie holten. Direkt im Anschluss versuchten zunächst die Schanzer, gleich das zweite Tor nachzulegen. Nach einer kurzen Ruhepause fanden dann aber die Pinguine wieder besser ins und hatten ihrerseits einige gute Chancen, unter anderem durch Pietta, der an die Latte schoss. Nach 33 Minuten gingen erneut die Panther in Führung, wieder war es Elsner, wieder war es nach gutem Forechecking der Reihe. Elsner offenbarte einen Scoring-Touch, den er bislang mit einem Zuspiel auf dem Konto eher nur angedeutet hatte.

Schafft Elsner den Durchbruch in der DEL?

Dass er es kann, hat der gebürtige Landshuter, der die letzten beiden Spielzeiten bei den Nürnberg Ice Tigers unter Vertrag stand, bereits zeigen können – allerdings „nur“ bei deren Kooperationspartner Löwen Frankfurt. Aus der vergangenen DEL-Hauptrunde steht ein Assist bei ihm zu Buche, in den Play-offs kam er nicht zum Einsatz. In Frankfurt hingegen produzierte er in 29 Spielen 26 Punkte. In den Play-offs der DEL2 schaffte er in zehn Partien sogar satte zwölf Punkte. Nun also erhält er wieder die Chance, sich in der DEL zu beweisen. Er steht sinnbildlich für den Ingolstädter Weg, vermehrt auf deutsche Spieler aus der Region zu setzen. Etwas, dass man eigentlich auch schon unter Larry Huras tun wollte, nun aber erst mit Verzögerung unter Coach Viveiros umsetzt: Elsner erhält ebenso regelmäßig Eiszeit wie die Verteidiger Kronthaler und Wagner. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich Elsners Einsatzzeiten verändern werden, wenn Brendon Buck wieder mit dabei ist.

Seinen dritten Treffer verpasste Elsner nur knapp, als er Mitte des letzten Drittels alleine auf das KEV-Tor zulief, aber knapp verzog. Noch im gleichen Wechsel Irmen und nochmals Elsner zwei gute Möglichkeiten. Wieder funktionierte das Zusammenspiel des ERC-Sturm-Trios prächtig, so wie auch fünf Minuten vor Ende, als Elsner passgenau für Jared Ross auflegte, der mit seinem Direktschuss aber am Krefelder Torwart scheiterte. Kurz vor Schluss sorgte Elsner unfreiwillig noch einmal für Spannung, als er wegen Beinstellens in der 60. Minute auf die Strafbank musste. 34 Sekunden Sechs gegen Vier aus Sicht der Krefelder! Ingolstadt gewann jedoch das Anspiel und hielt die Pinguine aus der ERC-Zone fern. Lediglich drei Sekunden vor der Sirene kam KEV-Verteidiger Weihager noch einmal zum Schuss, verzog aber deutlich, sodass die Panther-Fans jubeln konnten. Matchwinner war eindeutig Daniel Elsner, der nach dem Spiel entsprechend mit Sprechchören gefeiert wurde.

Tore:
0:1 (3:01) Andreas Driendl (Herberts Vasiljevs/5-3)
1:1 (26:34) David Elsner (Jared Ross, Danny Irmen)
2:1 (33:34) David Elsner (Jared Ross)
Strafen: Ingolstadt 18, Krefeld 10
Zuschauer: 3.395