Ingolstadt stolpert an die SpitzeIngolstadt - München 5:3

Luciano Aquino (Ingolstadt, links) scheitert hier noch an Sebastian Elwing (München, rechts), später netzt er mehrmals ein. (Foto: Michael Mundt - www.pressepixx.de)Luciano Aquino (Ingolstadt, links) scheitert hier noch an Sebastian Elwing (München, rechts), später netzt er mehrmals ein. (Foto: Michael Mundt - www.pressepixx.de)
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Die Taktik der Münchner war ganz klar, offensiv nach vorne und auf Sieg spielend. Eine erste Strafe bereits nach zehn Sekunden bremste die Mannschaft von Pat Cortina nur kurz aus, danach ging es oft nur in eine Richtung. Ingolstadt reagierte nur und zeigte sich zu passiv. Nur dank eines Ian Gordon in bestechender Form konnten die guten Möglichkeiten unter anderem durch Brandon Dietrich (6.) oder Jens Olsson (8.) vereitelt werden. Dazu kam eine deutlich sichtbare Schwäche im Abschluss beim EHC, die sich seit geraumer Zeit wie ein dunkler Schatten über die Eisfläche legt. Bezeichnend auch das 1:0 für Ingolstadt, der Pass von Christoph Gawlik stellte eigentlich kaum Gefahr dar, wurde durch Felix Petermann aber unglücklich ins eigene Tor abgefälscht.

Auch zu Beginn des zweiten Drittels die Gäste mit den besseren Möglichkeiten, die wiederum durch Gordon oder eigenes Unvermögen im Abschluss nicht in den verdienten Ausgleich umgewandelt werden konnten. Da nun der ERC auch seine Zurückhaltung aufgab und das Tempo anzog, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Hier zeigte sich nun auch die Klasse eines Teams, das ein Spiel kontrollieren und den Gegner taktisch in die Schranken weisen kann. Innerhalb von zehn Minuten bauten Luciano Aquino (28./37.) und Stephan Retzer (30.) die Führung aus. Das zwischenzeitliche 1:3 durch Martin Buchwieser wirkte wohl moralisierend, mehr aber nicht. Ingolstadt beherrschte das Geschehen und musste dazu nicht einmal das volle Leistungsvermögen abrufen. Die Begegnung dadurch eher auf durchschnittlichem Niveau, dieser Leistungsunterschied spiegelt sich mittlerweile auch sichtbar in der Tabellensituation wieder. Luciano Aquino krönte seine Leistung am Freitagabend mit seinem dritten Tor zum 5:1, blenden vorbereitet durch Thomas Greilinger. Der postwendende Anschluss durch Christian Wichert (42.) ging in den Jubelgesängen der Heimfans unter. München wollte und gab nicht auf, alleine das Ergebnis lässt doch zu wünschen übrig. Auf der Uhr standen noch 156 Sekunden, als Timmy Pettersson auf die Strafbank musste und den Gästen eine Überzahlsituation bescherte. Pat Cortina nahm zwar eine Auszeit, die aber erst 27 Sekunden vor der Sirene. Auch Elwing ging spät vom Eis, überzeugende Aktionen sehen anders aus.

Aber drei Tore Vorsprung für die Panther waren zu viel, auch wenn Jason Ulmer vier Sekunden vor Ende den Puck doch noch über die Linie abfälschen konnte. Wer weiß, welchen Lauf die Partie genommen hätte, wäre das 0:1 aus Sicht der Gäste nicht so unglücklich und zu solch ungünstigem Zeitpunkt  gefallen. Rich Chernomaz wusste nach dem Spiel aber auch, was diese drei Punkte wert sind: „ Ich bin glücklich über den Sieg und auch über den ersten Platz, aber das interessiert mich nicht, weil wir schlecht gespielt haben.“ Recht hat er damit durchaus, müssen sich zukünftige Gegner des ERC Ingolstadt nun erst Recht warm anziehen? Wenn sie dann auch noch so fahrlässig mit ihren Chancen umgehen, wie der EHC München an diesem Abend, wird das eine längere und erfolgreiche Saison für die Panther. Die nun entspannt auf die noch anstehenden drei Hauptrundenspiele blicken, selbst das Heimrecht für die Play-offs ist gesichert. München hingegen muss am Sonntag gegen die Eisbären aus Berlin alles riskieren, zurzeit scheint da nichts unmöglich.


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