Ingolstadt siegt im Bayern-Derby - Eisbären entscheiden Anschutz-Duell für sichDEL kompakt

Lesedauer: ca. 6 Minuten

Iserlohn Roosters – Thomas Sabo Ice Tigers 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

Applaus gab es schon vor dem ersten Bully zwischen den Iserlohn Roosters und den Thomas Sabo Ice Tigers: IEC-Stürmer Mike York absolvierte gegen die Franken sein 200. Spiel in der DEL und für die Iserlohn Roosters. Auf dem Eis gingen beide Mannschaft vor einer guten Kulisse von 4.224 Zuschauern von der ersten Minute an sehr engagiert zu Werke. Beide Mannschaften gingen hoch motiviert in diese Partie und erspielten sich gute Chancen, gegen Ende des ersten Drittels war es Jochen Reimer zu verdanken, dass es torlos in die erste Pause ging, denn kurz vor Schluss entschärfte der Keeper Hochkaräter von Raedeke und Whitmore. Im Mitteldrittel sollte es aber klingeln. Jason Jaspers wurde das 0:1 für die Gäste nach Videobeweis gutgeschrieben, als er in einer unübersichtlichen Situation nach Ansicht der Unparteiischen den Puck über die Linie stocherte. Es dauert bis genau eine Sekunde vor Ende des Mitteldrittels, bis Button den Ausgleich für die Hausherren durch einen satten Schuss vom Bullykreis an Reimer ins Netz hämmerte. Im Schlussabschnitt fiel kein Treffer mehr, die Entscheidung allerdings schon nach 28 Sekunden in der Overtime: Partrick Reimer schnappte sich den Puck, narrte die Iserlohner Hintermannschaft und schlenzte dann unhaltbar in den Winkel zum Siegtreffer der Gäste. Am Sonntag reisen die Sauerländer mit 850  Fans zum Auswärtsmatch in Augsburg. „Auch gegen die Panther wird es darauf ankommen, dass wir unser Spiel machen und schnell in unseren Rhythmus finden. Dann haben wir gegen jede andere Mannschaft eine Chance“, sagt Torhüter Mathias Lange. Die Ice Tigers dagegen empfangen auf heimischem Eis die Krefeld Pinguine. 

Tore: 0:1 Jason Jaspers (25:37), 1:1  Ryan Button (39:59/PP1); 1:2 Patrick Reimer (60:28)
Zuschauer: 4.224

Hamburg Freezers – Eisbären Berlin 3:4 (2:1, 1:1, 0:1, 0:0, 0:1) n.P.

„Bruderduell“ an der Elbe! Die Partie zwischen den beiden Anschutz-Teams Hamburg Freezers und Eisbären Berlin hatte schon im Vorfeld für eine Menge Gesprächsstoff gesorgt. Beide Mannschaften mussten vor fast 11.000 Zuschauern in der Hamburger O2 World bis zur 16. Minute warten, ehe etwas Zählbares passierte – und Garrett Festerling die Hausherren im Powerplay in Führung schoss. Keine zwei Minuten später glich ein Spieler aus, der sonst eher selten in der Torschützenliste zu finden ist: Jens Baxmann war mit aufgerückt und der Berliner Verteidiger markierte das 1:1. Genau mit Abschluss der Spielzeit schafften die Freezers den erneuten Führungstreffer. Thomas Oppenheimers Geschoss landete im Netz – bei exakt 20:00! Als Kevin Clark im zweiten Durchgang auf 3:1 erhöhte, war der Jubel groß. Dock wenige Sekunden vor der zweiten Pause konnte Petr Pohl erneut für die Eisbären anschließen. Pohl war es auch, der die Partie in die Verlängerung schickte und auch im Penaltyschießen den einzigen Treffer erzielte.

Tore: 1:0 Garrett Festerling (15:22/PP1), 1:1 Jens Baxmann (17:13), 2:1 Thomas Oppenheimer (20:00/PP1), 3:1 Kevin Clark (35.06), 3:2 Petr Pohl (39:15/PP1), 3:3 Petr Pohl (56:01), 3:4 Petr Pohl (65:00)
Zuschauer: 10.719

ERC Ingolstadt – Augsburger Panther 6:3 (3:1, 0:2, 2:0)

Ingolstadt gegen Augsburg! Die Fans beider Seiten waren schon vor dem Duell heiß auf die Partie der Panther-Teams. Im bayerischen Derby ging es gleich richtig rund: Nur 20 Sekunden war die Partie alt, da besorgte AEV-Verteidiger Jeff Woywitka mit dem ersten Angriff der Gäste den Führungstreffer. Was der Meister nicht auf sich sitzen lassen wollte. Der beim Deutschland Cup für Team Kanada stark aufspielende Brendon Buck glich erst aus, Christoph Gawlik und Stephan Kronthaler mit seinem ersten DEL-Tor drehten das Resultat auf 3:1 aus Sicht der Gastgeber. Nach dem ersten Wechsel kamen die Fuggerstädter stärker aus der Kabine: Erst TJ Trevelyan und dann Mike Connolly waren für die Mannschaft von AEV-Trainer Larry Mitchell erfolgreich. Das so genannte Momentum auf der Seite der Augsburger? Nein. Der lange verletzte Derek Hahn konnte einen Schuss von Thomas Greilinger entscheidend abfäslchen – 4:3 für die Schanzer. Jared Ross machte mit dem 5:3 alles klar. Ryan MacMurchy traf noch ins leere Tor.

Tore: 0:1 Jeff Woywitka (0:20), 1:1 Brendon Buck (4:07), 2:1 Christoph Gawlik (9:21), 3:1 Stephan Kronthaler (15:10/EA), 3:2 TJ Trevelyan (25:26), 3:3 Mike Connolly (34:30), 4:3 Derek Hahn (47:54/PP1), 5:3 Jared Ross (52:34), 6:3 Ryan MacMurchy (59:46/ENG)
Zuschauer: 4.815

Düsseldorfer EG – EHC Red Bull München 1:2 (0:0, 1:1, 0:0, 0:1) n.V.

Erster Auftritt von Zugang Shawn Belle bei der Düsseldorfer EG: Der ehemalige Mannheimer feierte seine Premiere im Heimspiel der Rheinländer gegen den EHC Red Bull München. Und das vor über 10.000 Fans – dem „Schools day“ sei Dank. „Es ist gut, dass wir jetzt drei Spiele in fünf Tagen haben. Shawn kann sich direkt Spielpraxis holen“, hatte DEG-Trainer Christof Kreutzer schon vor dem Spiel gesagt. Belle lieferte eine souveräne Partie, konnte das 0:1 durch Daniel Sparre allerdings auch nicht verhindern. Der Deutsch-Kanadier sah die Lücke und bezwang Tyler Beskorowany im DEG-Kasten kurz nach dem ersten Wechsel. Den Führungstreffer der Bayern konterte Manuel Strodel quasi zur Halbzeit des Spiels. Der nach einer Grippe wieder genesene Niklas Treutle im Red Bull-Kasten hatte keine Chance. Das sollte es erstmal gewesen sein. Erst die Verlängerung brachte die Entscheidung. Der gerade wieder genesene Grant Lewis markierte den letzten Treffer der Partie.

Tore: 0:1 Daniel Sparre (21.45), 1:1 Manuel Strodel (30:53), 1:2 Grant Lewis (63:55)Zuschauer: 10.416

Krefeld Pinguine – Schwenninger Wild Wings 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)

Die Krefeld Pinguine musste im Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings kurzfristig auf Stürmer Joel Perrault verzichten, der sich im Abschlusstraining eine Leistenverletzung zugezogen hatte und rund zwei Wochen pausieren muss. Bei den Gästen aus Schwenningen fehlten Ryan Rasay und Stephan Wilhelm. Dennoch konnten beide Mannschaften vier Reihen aufbieten. Den besseren Start erwischten die Pinguine, die sich anfangs ein leichtes Übergewicht erarbeiten konnten. In der 15. Minute schlenzte Meyerst das Spielgerät scharf auf das Gehäuse der Gäste unhaltbar für Pätzold, dem der Hüne Sofron die Sicht nahm, zum 1:0 in die Maschen. Danach jedoch fanden die Gäste mehr und mehr ins Spiel und logische Konsequenz war das 1:1 zwei Minuten vor der Pausensirene durch Simon Danner, der einen Schuss von Philipp Schlager abfälschte. Im Mitteldrittel entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel vor 3.755 Zuschauern, aber ohne Tore hüben wie drüben. Colin Long sorgte in der 53. Minute für die Vorentscheidung, Pätzold konnte einen Schuss von Meyers in die lange Ecke nur nach vorne abprallen lassen und bediente den goldrichtig postierten Long, der keine Mühe zum 2:1 hatte. 27 Sekunden vor Schluss schnappte sich Courchaine den Puck an der Mittellinie und schob zum 3:1 in das zwischenzeitlich verwaiste Tor ein. Für das Spiel des KEV am Sonntag in Nürnberg wird Pinguine-Trainer Rick Adduono eine defensivere Taktik ausgeben: „Wir dürfen nicht mehr als 30 Schüsse zulassen. Die Tigers sind sehr schnell. Da müssen wir hinten gut stehen. In den vergangen Jahren haben wir das mit unserem gewohnten System hinbekommen." Das Heimspiel der Wild gegen Düsseldorf beginnt am Sonntag bereits um 14.30 Uhr. Grund für den frühen Beginn ist ein Sonderzug aus Düsseldorf mit 500 Fans. Das Hinspiel im Rheinland verlor Schwenningen mit 1:4. „Das war nicht unser bestes Spiel. Ich bin überzeugt, dass wir Düsseldorf schlagen können, wenn wir hart arbeiten“, sagte Jon Matsumoto.

Tore: 1:0 Joshua Meyers ( 14:34/PP1), 1:1 Simon Danner (18:09), 2:1 Collin Long (52:04), 3:1 Adam Courchaine (59:33/EN)
Zuschauer: 3.755

Grizzly Adams Wolfsburg – Straubing Tigers 2:1 (2:0, 0:0, 0:1)

Die Zuschauer in Wolfsburg hatten noch nicht ganz ihre Plätze eingenommen, da klingelte es erstmalig im Kasten der Gäste. Tyson Mulock benötigte nur 20 Sekunden, um die Grizzly Adams in Führung zu schießen. Der Schock bei den Tigers war schnell verdaut, denn immer wieder konnte die Mannschaft von Trainer Rob Wilson Nadelstiche vor dem gegnerischen Kasten setzen. Die Kaltschnäuzigkeit allerdings fehlte wie so oft in den letzten Wochen. Wie es richtig geht, bewies Brent Aubin. Der Wolfsburger Topscorer nutzte eine doppelte Überzahl noch vor der ersten Pause zum 2:0. Im zweiten Abschnitt sollte nicht Zählbares passieren. Das Spiel entschieden? Zittern mussten die Niedersachsen, weil Andy Canzanello im Straubinger Powerplay für den Anschluss sorgte. Die Tigers bäumten sich noch mal auf. Doch am Ende blieb es beim Resultat.

Tore: 1:0 Tyson Mulock (0:20), 2:0 Brent Aubin (13:57/PP2), 2:1 Andy Canzanello (56:25/PP1)
Zuschauer: 1.866

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