Ingolstadt scheitert an Trefilov – 2:3 nach Penaltyschießen gegen die DEG

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Einigermaßen überraschend verloren die Ingolstädter Panther am Freitagabend ihr Heimspiel gegen die Düsseldorfer EG mit 2:3 nach Penaltyschießen. Dabei konnten die Hausherren wieder fast komplett antreten: Die als verletzt gemeldeten Armstrong und Mondt waren erstaunlicherweise wieder mit von der Partie.



Nach einem langweiligen Anfangsdrittel gelang den Panthern in der 25.Minute bei einer 5 gegen 3 Überzahl durch Ferguson der erste Treffer, den der Amerikaner Herr (ebenfalls in Überzahl) postwendend egalisierte. Eine gute Minute später brach der Kaufbeurer Nachwuchsspieler im Dress der DEG, Patrick Reimer, alleine durch, sodass Schiedsrichter Henriksson aus Finnland auf Penalty entschied. Der Gefoulte selbst führte diesen aus und verwandelte souverän. Zwar gelang NHL-Star Andy McDonald in der 36. Minute der Ausgleich, doch zu mehr reichte es nicht. Im anschließenden Penaltyschießen konnten von 15 Strafschüssen sage und schreibe nur zwei verwandelt werden. Schneider (DEG) und Sturm (Ingolstadt) trafen, alle anderen waren erfolglos. Im 16. Schuss konnte der Ex-NHL-Profi Matt Herr Jimmy Waite mit einem relativ simplen Trick überwinden, sodass die Gäste als Sieger das Eis verließen.



Was waren nun die Gründe für dieses überraschende Ergebnis?

1. Düsseldorfs Keeper Andrej Trefilov: Was der Goalie der DEG alles hielt, war phänomenal. Allein in den letzten beiden Dritteln gaben die Ingolstädter (laut Trainer Kennedy) 39 Schüsse auf sein Gehäuse ab und konnten ihn gerade zweimal überwinden.



2. Schlechte Penalyschützen: Nachdem das Powerplay der Panther diesmal besser als zuletzt geklappt hat, versagten sie bei den Penaltys. Wenn man bei 16 Schüssen nur einmal trifft, sind die Fans zu recht enttäuscht. Wie ein erfahrener NHL-Profi wie McDonald zwei Strafschüsse vergeben hat, kann man nur als kläglich bezeichnen. Er selbst konnte sich dies nach dem Spiel auch nicht erklären, zumal er 60 Minuten lang überragend agiert hatte: „Vielleicht waren es die Nerven,“ meinte er. „Man will die Zuschauer nicht enttäuschen und es besonders gut machen, und dann kommt so etwas heraus.“



3. Marco Sturm: Nachdem er im Pokalspiel gegen die Eisbären verletzungsbedingt aussetzen musste, konnte Sturm gegen die DEG nicht überzeugen. Zwar gab sich NHL-Partner Andy McDonald alle erdenkliche Mühe, dennoch blieb die Paradereihe der Panther ziemlich farblos. Da halfen auch die taktischen Kniffe von Trainer Kennedy, der diesen Sturm bewusst gegen die schwächste DEG-Reihe stellte, recht wenig.



4. Schiedsrichter Henriksson: Was der Finne in Ingolstadt geboten hat, war alles andere als souverän. So hat er mehrmals klarste Fouls der Gäste ignoriert, während für Nichtigkeiten Strafen ausgesprochen wurden. Ein Zuschauer brachte es auf den Punkt: „Da sind ja die deutschen Schiris noch besser!“



Sowohl der neue DEG-Trainer Goring als auch Panther-Coach Kennedy sahen in Torhüter Trefilov den Matchwinner, wobei Goring mit dem überraschenden Punktgewinn natürlich zufriedener war als Kennedy mit dem einen verbliebenen Zähler. Zumal die Panther im nächsten Auswärtsspiel in Krefeld auf Günther Oswald (Todesfall in der Familie) und möglicherweise auf Cameron Mann verzichten müssen. Mann hat sich laut Manager Wagner wahrscheinlich einige „Rippen verbogen“. (an)


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