Ingolstadt: „Ohne Tore – ohne Sieg!“

Ingolstadt: „Ohne Tore – ohne Sieg!“Ingolstadt: „Ohne Tore – ohne Sieg!“
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Benoit Laporte ist der deutschen Sprache nur eingeschränkt mächtig. Aber er bemüht sich immerhin, seine Kommentare kurz und verständlich zu formulieren. Nachdem die Panther zum vierten Mal hintereinander das Auftaktspiel in der DEL verloren hatten – diesmal unterlagen sie zuhause gegen Krefeld mit 0:2 – brachte er es auf den Punkt: „Ohne Tore, ohne Sieg. Wir haben heute kein Eishockey gespielt und deshalb verloren.“

In der ersten Enttäuschung übertrieb der Panther-Coach wohl ein wenig. Zumindest im letzten Drittel zeigten seine Mannen durchaus ansehnliches Eishockey. Aber sie trafen das Tor nicht, ganz im Gegensatz zu den Pinguinen aus dem Rheinland. Weshalb deren Sieg auch als verdient angesehen werden kann.

Die ersten beiden Abschnitte der DEL-Auftaktbegegnung vor nur 3100 Zuschauern war geprägt von taktischen Geplänkeln. Krefeld spielte äußerst diszipliniert und ließ den Panthern keinen Zentimeter Spielraum. Einzig im Überzahlspiel hatte Ingolstadt die eine oder andere Chance, scheiterte jedoch am überragenden Gästeschlussmann Scott Langkow. Auf der anderen Seite war auch Jimmy Waite nicht zu bezwingen, sodass fast 50 Minuten kein Tor fiel. Erst bei einem erneuten Powerplay gelang Krefeld der entscheidende Treffer: Eine Hereingabe von links fälschte Kapitän Vasiljevs unhaltbar für Waite ab.

Hätte allerdings Ingolstadts überragender Verteidiger Bruno St. Jacques wenige Minuten vorher nicht nur den Pfosten getroffen, wer weiß, wie das Spiel dann ausgegangen wäre. Doch die Panther hatten anscheinend kein Zielwasser getrunken: Mehr als ein weiterer Lattenkracher durch Allan Rourke sprang nicht mehr heraus. Als dann Jimmy Waite seinen Platz zugunsten eines sechsten Feldspielers verließ, bereitete es Gästestürmer Stephens keine Mühe, ins leere Ingolstädter Gehäuse zu treffen. Das 0:2 war perfekt.

Krefelds neuer Coach Igor Pavlov freute sich über seinen ersten Sieg in der DEL. Er lobte das disziplinierte Spiel seiner Mannen über 60 Minuten. Laporte dagegen war äußerst ungehalten über seine Truppe: „Wenn die vierte Reihe mit Brandl, Röthke und Boucher die beste Sturmreihe ist, sagt das alles. Sollte das so bleiben, werden wir große Probleme bekommen.“

Es darf jedoch bei aller berechtigten Kritik nicht vergessen werden, dass die Panther eine komplette Sturmreihe ersetzen mussten: Seidenberg, Milroy und Nickulas fehlten verletzungsbedingt.

Nun muss am Sonntag in Kassel unbedingt gepunktet werden, sonst sitzen die Panther am Tabellenende erst einmal fest. Und bereits am folgenden Dienstag erscheint Hannover mit „Maurermeister“ Zach zu einem vorgezogenen Punktspiel in der Saturn-Arena. Harte Zeiten für die Panther!

Tore:

0:1 (48:53) Vasiljevs (Stephens, Blank)

0:2 (59:20) Stephens

Strafen: Ingolstadt 10 Krefeld 8

Schiedsrichter: Alfred Hascher

Zuschauer: 3123


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