Ingolstadt nach 5:2-Erfolg gegen Krefeld neuer Tabellenführer

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Die Hetzjagd durch die DEL geht unvermindert weiter: Bereits zwei Tage nach dem Derby gegen den Namensvetter aus Augsburg mussten die Ingolstädter Panther am Dienstagabend erneut aufs Eis. Gegner waren in der heimischen Saturn-Arena die Krefelder Pinguine, wiederum eine vermeintlich graue Maus. Aber anders als gegen Augsburg gelang den Panthern diesmal ein überzeugender 5:2-Sieg.



Dies ist umso bemerkenswerter, da Ingolstadt immer noch drei Verletzte zu beklagen hat: Andy McDonald, der zur weiteren Behandlung seiner Gehirnerschütterung in die USA zurück geflogen ist, Doug Ast (wird nach der Länderspielpause zurück erwartet) und Torwart Jimmy Waite, dessen Knieverletzung sich im Panther-Derby wieder bemerkbar gemacht hat. So musste gegen Krefeld Ersatz-Goalie Steffen Karg ins Ingolstädter Tor, während Förderlizenzspieler Jochen Vollmer (EHC München)als zweiter Mann auf der Bank Platz nahm. Außerdem konnten die Fans erstmals NHL-Star Jamie Langenbrunner bewundern, der am Dienstag trotz Bedenken des Managements überraschend lizenziert worden ist. Ursprünglich wollte man damit bis zur Pause in der nächsten Woche warten, um die weitere Entwicklung in Nordamerika abzuwarten.



Im ersten Drittel waren die Panther die klar überlegene Mannschaft, konnten jedoch ihre großen Chancen bis auf eine nicht nutzen. So war es erneut, wie am Sonntag, Marco Sturm vorbehalten, das Heimteam in Führung zu schießen. Ein traumhaftes Zusammenspiel von Ken Sutton und Jakub Ficenec schloss der Nationalspieler in der 12. Minute mit dem 1:0 ab. Doch bereits zwei Minuten später gelang den Gästen der Ausgleich: Strafe gegen Ficenec, und gegen die dezimierten Panther erzielte Ivo Jan postwendend das 1:1.



Schlag auf Schlag ging es dann im zweiten Abschnitt weiter: Innerhalb von nur sechs Minuten konnten die Panther ihre spielerische Überlegenheit endlich auch in die entsprechenden Tore ummünzen. Günther Oswald (Pass Ficenec), Cameron Mann, der wohl langsam wieder zur alten Form zurück findet (Vorarbeit Sturm), Niki Mondt (Zuspiel Hilpert) sowie Christoph Melischko (Pass Harney) sorgten für eine beruhigende und auch in dieser Höhe verdiente 5:1-Führung. Damit ging es in die zweite Pause.



Das letzte Drittel ließen die Panther verständlicherweise etwas ruhiger angehen, schließlich wartet in zwei Tagen in Mannheim bereits der nächste schwere Gegner. Eine Strafzeit gegen Ken Sutton nutzten die Pinguine in der 54. Minute zur Ergebniskorrektur: Nur noch 5:2 durch Rob Guillet. Dies war dann auch das Endergebnis. Obwohl Neuzugang Jamie Langenbrunner an diesem Abend kein Tor gelang, hatte er einige gute Szenen. Wenn er seinen enormen Trainingsrückstand (sein letztes Eishockeyspiel bestritt er vor rund acht Monaten) in absehbarer Zeit aufgeholt haben wird, stellt er sicher eine große Bereicherung für die Panther dar.


Mit diesem überzeugenden Sieg ist das Ingolstädter Team zumindest für 48 Stunden Tabellenführer in der DEL. Dies ist auch kein Wunder, schließlich konnten die Panther von den letzten zehn Punktspielen immerhin neun siegreich gestalten. Und nach der Länderspielpause, wenn die Panther hoffentlich wieder komplett antreten können, wird der Höhenflug sicher weitergehen. Neben einer guten Ausgangsposition für die anstehenden Playoff-Spiele streben die Donaustädter natürlich auch den Pokalsieg an. Endspielgegner werden am 22. Februar die DEG Metrostars sein. (an)