Ingolstadt mit wichtigem (Teil-)Erfolg im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Düsseldorf Maury Edwards trifft in der Verlängerung

Maury Edwards wechselt von Ingolstadt nach Köln. (Thomas Hahn / Eibner-Pressefoto / Picture-Alliance)Maury Edwards wechselt von Ingolstadt nach Köln. (Thomas Hahn / Eibner-Pressefoto / Picture-Alliance)
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Der Basketballer Karl Malone trug während seiner grandiosen NBA-Karriere den ehrfürchtigen Spitznamen „The Mailman“, weil er zuverlässig wie ein Postbote Punkte für sein Team zustellte. Ebenso Verlass ist auf ERCI-Coach Doug Shedden, wenn es darum geht, die Analyse der Spiele mit ein paar Bonmots oder kernigen Aussagen zu garnieren.

Nach dem Sieg in der Verlängerung gegen den direkten Konkurrenten um Platz sechs – es sei das wichtigste Spiel der Saison gewesen – sagte er mit Blick auf die kommenden Begegnungen beim Angstgegner Straubing Tigers und gegen die Kölner Haie: „Gegen Straubing haben wir nicht mehr gewonnen, seit Harold (DEG-Coach Harold Kreis, d. Red.) ein kleiner Cowboy war. Die Haie haben jetzt ungefähr 488 Mal hintereinander verloren, aber sie werden auch wieder gewinnen. Ich habe zu Harold gesagt ‚Hoffentlich verliert Ihr am Sonntag gegen Köln‘, dann haben wir es leichter.“

Zweimal gleicht die DEG im vierten engen Spiel dieser Saison aus

Shedden hatte auch Grund zur guten Laune, denn zuvor hatte sein Team in einem Spiel mit Play Off-Charakter gegen die auf Rang sechs platzierten Düsseldorfer Boden gut gemacht und den positiven Trend auch nach der Pause fortgesetzt. Nach 76 Sekunden erzielte der nachverpflichtete Steven Seigo sein erstes Tor im Trikot der Schanzer zur frühen Führung für die Schanzer. Diese glich Alexander Urbom nach gut vier Minuten im Mittelabschnitt mit einem Schuss durch den Verkehr vor Timo Pielmeier aus. Im Schlussdrittel traf Tim Wohlgemuth nach tollem Querpass von Mike Collins mit einem satten Schuss gegen die Laufrichtung von Matthias Niederberger erneuten Führung.

Aber auch diese glichen die Rheinländer aus. In Überzahl – nach einer etwas unglücklichen Strafe gegen Brandon Mashinter – verwertete Maxi Kammerer einen Abpraller nach einem von Colton Jobke abgeblockten Schuss. Gegen Ende der regulären Spielzeit hatten die Gäste dann Oberwasser und kamen noch zu einigen sehr guten Chancen, die aber Timo Pielmeier mit teils herausragenden Paraden vereitelte. In der Verlängerung stocherte stocherte Maury Edwards nach einem Schuss von Mike Collins erfolgreich nach und sicherte den Panthern den Zusatzpunkt.

„Wir wollen in jedem Spiel punkten“ – Wayne Simpson verlängert

Entsprechend aufgeräumt sagte er nach dem Spiel: „Es war ein wichtiger Sieg für uns. Drei Punkte wären mit Blick auf die Tabelle wichtig gewesen, aber wir freuen uns auch über zwei Zähler. Am Ende kann jeder einzelne wichtig sein. Timo hat uns mit seinen Saves im Spiel gehalten. Er ist ein sehr athletischer Torwart, der dadurch in jeder Position sein Tor schützen kann.“ Pielmeier meinte zum Spiel in Straubing am Sonntag, wo man die letzten acht Partien nicht gewonnen hat: „Jetzt ist jedes Spiel wichtig – und wir wollen in jedem Spiel punkten. Im Moment habe ich auch keinen Kontakt zu Kohli und Schoppi (Ex-Panther in Straubinger Diensten). Wir werden am Sonntag vielleicht nach dem Spiel kurz quatschen, ansonsten aber konzentrieren wir uns voll auf das Eishockey. Ab Sommer können wir dann beim Kaffeetrinken wieder ratschen.“

Das kann Pielmeier auch in der kommenden Saison mit Wayne Simpson tun. Kurz vor dem Spiel vermeldeten die Panther die Vertragsverlängerung mit dem 30jährigen US-Amerikaner, der „ein ganz toller Typ und wichtiger Spieler für uns ist“, sagen Shedden und Pielmeier. Er bringe alles für einen Power Forward mit, arbeite sehr gut in den Ecken und könne die Scheibe sehr gut abdecken.

Alle drei Eigenschaften werden am Sonntag in Straubing von Nöten sein, um dort zu punkten. Bereits am Mittwoch reisen dann die Kölner Haie nach Oberbayern, die auch gegen die dezimierten Schwenninger nicht gewinnen konnten und Pleite Nummer 14 in Serie kassierten.