Ingolstadt löst Pflichtaufgabe souverän Straubing - Ingolstadt 2:5

Lesedauer: ca. 3 Minuten

Man muss den Tigers jedoch zugutehalten, dass sie den ersten Abschnitt mit viel Elan angegangen sind. Trotzdem sind die Tigers natürlich nicht plötzlich um eine Klasse besser, denn wie Mitchell gestern im Hockeyweb-Interviews sagte: „Man kann nicht alles von heute auf morgen umstellen.“ Straubings Sören Sturm meinte: „Ansätze waren da, auch Chancen waren da. Bei fünf gegen fünf haben wir mitgespielt, aber in Unterzahl zwei Tore zu bekommen, das kann das Spiel dann auch mal entscheiden.“ In den ersten Minuten zeigten zunächst die Gäste einige gute Kombinationen. Allen voran hatte Marc Schmidpeter gleich mehrere gute Chancen. Das Tor machte dann Thomas Greilinger nach einer weiteren guten Kombination. Straubing zeigte Moral und schlug postwendend durch René Röthke zurück. Das Spiel nun in seiner besten Phase. Als die Hausherren Michel Périard irgendwie aus den Augen verloren, traf dieser zur neuerlichen oberbayerischen Führung. Dabei ähnelten sich die beiden Ingolstädter Tore doch sehr. Zweimal ließen die Tigers in der Zone zwischen dem Slot und der blauen Linie eine große ungedeckte Lücke, die dann durch dort einlaufenden Ingolstädter gewinnbringend besetzt wurde. Sören Sturm kann hier nur zustimmen: „Das war erst ein 3:3 und dann kam von denen der vierte Mann, den muss halt einer von uns haben, egal wer. Da müssen wir besseres Backchecking machen, aber wie so oft dieses Jahr, passieren uns zu viele Kleinigkeiten.“ Über das erste Drittel urteilt Ingolstadts Coach Larry Huras: „Der erste Teil vom Spiel war sehr ausgeglichen.“ Straubings Larry Mitchell geht gar noch einen Schritt weiter: „Im ersten Drittel habe ich bei uns sogar ein leichtes Übergewicht gesehen. Wir hatten gute Chancen.“

Die ganz dicke Chance zum Ausgleich hatte Tobias Wörle. Nachdem Laurent Meunier urplötzlich in Unterzahl in Scheibenbesitz kam, passte der Franzose mustergültig auf den völlig frei stehenden Wörle, doch an Timo Pielmeier brachte er die Scheibe nicht vorbei. Den kann man auch mal machen.

Im Mitteldrittel verflachte die Partie zusehends. Viel passierte zunächst nicht, sodass sich Pielmeier gar mit ein paar Dehnübungen warm halten musste. Nur die vier Strafen gegen den ERC ließen Larry Huras graue Haare wachsen. Er meint dazu: „Im zweiten Drittel haben wir nicht so clever gespielt. Wir haben in der Angriffszone viel zu viele Strafen genommen. Nach diesem zweiten Drittel bin ich fünf Jahre älter.“ Trotzdem entschied sein Team das Spiel nun. Nach dem Powerplayhammer von Petr Tatíček und etwa acht Minuten später vom nächsten Schlagschuss durch Ryan MacMurchy hatten die Gäste eine Drei-Tore-Führung und sorgten so für die Vorentscheidung. Nach dem Anschauungsunterricht, den die Ingolstädter Scharfschützen gaben, nahm sich auch Blaine Down ein Herz und tat es den Gästen gleich. Mit einem satten Schuss konnte er in Überzahl verkürzen. Dazu sagt Huras: „Beim Powerplaytor von Straubing haben wir einen Fehler gemacht.“

Zu Beginn des Schussdrittels wollten es die Hausherren noch mal wissen und gaben die ersten Wechsel ordentlich Gas. Doch als diese ersten Minuten vorüber warn, fand man sich wohl mit dem Ergebnis ab. Straubing konnte nicht mehr zulegen und Ingolstadt tat nur noch das Nötigste. Larry Huras: „Im letzten Drittel haben wir viel cleverer gespielt.“ Als Patrick Hager in seinem 400. DEL-Spiel den fünften ERCI-Treffer setzte, war endgültig die Luft raus.

Insgesamt meint Ingolstadts Larry Huras: „Das war nicht so einfach. Das 5:2 hört sich recht einfach an, aber das war es überhaupt nicht. Larrys Mannschaft hat sehr hart gekämpft. Entscheidend waren heute die Special Teams. Wir haben zwei Überzahltore gemacht. Insgesamt haben wir verdient gewonnen.“ Sein Gegenüber Larry Mitchell analysiert: „Letztendlich hat Ingolstadt gezeigt, warum sie auf Platz drei stehen und wir auf dem letzten Platz sind. Ich war mit unserem Unterzahlspiel nicht unbedingt zufrieden. Das ist aber auch logisch, wenn man erst zweimal Unterzahl trainiert hat. Das ist eine Umstellung zu dem, was man vorher gespielt hat. Wir haben dann ein paar kleine Umstellungen gemacht und sind etwas passiver geworden. Ich denke, das hat besser funktioniert. Im letzten Drittel hatten wir genügend Gelegenheit zum üben.“

Tore: 0:1 (6.)Thomas Greilinger (John Laliberte, Benedikt Kohl); 1:1 (7.)René Röthke (Sandro Schönberger, Thomas Brandl); 1:2 (10.PP)Michel Périard (Patrick Hager, Derek Hahn); 1:3 (28.PP) Petr Tatíček (Ryan MacMurchy, Brandon Buck); 1:4 (37.) Ryan MacMurchy (Patrick Köppchen); 2:4 (38.PP) Blaine Down (Dylan Yeo, Jared Gomes); 2:5 (48.)Patrick Hager (Derek Hahn, Jeffrey Szwez)

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek, Robert Müllner (SLO); Linienrichter:Andreas Flad, Thorsten Lajoie
Strafen: Straubing 16, Ingolstadt 10
Zuschauer: 4.304


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