Ingolstadt glücklicher Sieger im Duell der Panther

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Als klarer Favorit gingen die Ingolstädter Panther in das sonntägliche Derby vor ausverkauftem Haus gegen den Namensvetter aus Schwaben und mussten am Ende froh sein, beim 4:3 nach Penaltyschießen wenigstens zwei Punkte verbuchen zu können. Seit Wochen ist das Augsburger Eishockey in negativen Schlagzeilen: Da ist Trainer Laporte, der seit seinem angekündigten Wechsel nach Nürnberg verstärkt Probleme mit dem Publikum und einigen Spielern hat, und da sind diverse Cracks, die bei anderen Clubs bereits als Neuzugänge gehandelt werden. Doch wer angesichts dieser Auflösungserscheinungen eine mutlose Augsburger Truppe erwartet hatte, die sich in Ingolstadt abschlachten lassen würde, sah sich getäuscht. Gestützt auf eine harte und disziplinierte Abwehr, gelangen den Schwaben brandgefährliche Konter gegen das Ingolstädter Tor, das wieder von Jimmy Waite gehütet wurde.



Nachdem die Anfangsoffensive der Hausherren wirkungslos verpufft ist, verbuchten die Gäste in der 11. Spielminute innerhalb von 40 Sekunden einen überraschenden Doppelschlag: Eishockey-Oldie Duanne Moeser und David Danner (auf Pass vom potentiellen Ingolstädter Neuzugang Björn Barta) brachten Augsburg mit 2:0 in Führung. Die zahlreich erschienenen Schwaben-Fans, die von einem großen Polizeiaufgebot überwacht wurden, brachen ob dieser nicht erwarteten Tore entsprechend in Jubel aus. Es dauerte bis zur 25. Minute, bis auch die heimischen Panther-Fans erstmals feiern konnten: Marco Sturm, der überragende Spieler dieses Abends, verlängerte eine Hereingabe von Jakub Ficenec in das von Jean-Francois Labbe hervorragend gehütete Augsburger Tor. Nach dem gleichen Strickmuster gelang Sturm bereits fünf Minuten später der Ausgleich. Die geniale Vorarbeit zu diesem Treffer leistete Cameron Mann, bei dem sich, wie bereits in den letzten Spielen, Genie und Wahnsinn permanent abwechselten: Einmal sticht er mit Traumpässen und unwiderstehlichen Soli heraus, kurz darauf leistet er sich anfängerhafte Stockfehler und verunglückte Zuspiele. Nicht auszudenken, wenn Mann seine konstant gute Vorjahresform wieder finden könnte!



Zu Beginn des Schlussabschnitts, als jeder mit der Ingolstädter Führung rechnete, nahm Ronny Arendt, geradewegs von der Strafbank kommend, ein Zuspiel von Francois Methot auf und überwand Jimmy Waite ein drittes Mal. Der Ingolstädter Keeper musste kurz darauf wegen einer alten Verletzung seinen Posten räumen, doch Steffen Karg erwies sich als ebenbürtiger Vertreter und ließ keinen Treffer mehr zu. Günther Oswald war es dann acht Minuten vor dem Ende vorbehalten, mit einem fulminanten Schuss den Ausgleich zu erzielen.

Das anschließende Penaltyschießen konnten die Hausherren mit zwei souverän verwandelten Strafschüssen von Sturm und Mann, bei einem Gegentreffer von Methot, für sich entscheiden.



Ingolstadts Trainer Kennedy war dann auch mit den beiden Punkten hochzufrieden: „Unsere Jungs sind sehr müde, schließlich spielen wir seit Wochen nur mit drei Reihen. Trotz des kleinen Kaders haben wir im Januar lediglich ein Spiel verloren.“



Und die Hetzjagd geht unvermittelt weiter: Bereits am Dienstag empfangen die Ingolstädter Panther die wiedererstarkten Krefelder, ehe es am Donnerstag zum letzten Spiel vor der Länderspielpause nach Mannheim geht. Ob dann auch der neu verpflichtete zweimalige Stanley-Cup-Gewinner Jamie Langenbrunner mit von der Partie sein wird, vermag das Management noch nicht zu sagen. Der 29 Jahre alte US-Amerikaner, mit immerhin 680 NHL-Spielen auf dem Buckel, ist seit einer Woche an der Donau und trainierte bereits mehrmals mit den Panthern. Trotz konditioneller Probleme wäre er eine große Bereicherung für das Team. Bevor er endgültig für die DEL lizenziert wird, möchte man in Ingolstadt jedoch erst die weitere Entwicklung in Nordamerika abwarten. Sollte die NHL nämlich doch noch kurzfristig den Spielbetrieb aufnehmen, dann wäre Langenbrunner wieder weg und die Lizenz praktisch verschenkt. So werden die Panther-Fans wohl noch bis zum 15. Februar warten müssen, bis sie ihren neuen Star auf dem Eis bewundern können. (an)

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