Ingolstadt gewinnt das Panther-Derby in Augsburg - DEG besiegt die Kölner HaieDEL kompakt

Auch im Panther-Derby war die Topreihe der Schanzer um Kapitän John Laliberte erfolgreich.Auch im Panther-Derby war die Topreihe der Schanzer um Kapitän John Laliberte erfolgreich.
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Augsburger Panther – ERC Ingolstadt 1:5 (0:4, 0:0, 1:1)

Ein Derby im letzten Match vor der Olympiapause – und für beide Teams ging es um viel. Augsburg wollte als Elfter mit fünf Punkten Rückstand auf Platz zehn die vielleicht letzte Chance auf die Pre-Play-offs nutzen. Ingolstadt auf Rang acht und mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz sechs und nur vier Zählern auf Rang vier wollte hingegen seine Position festigen und nach oben angreifen. Das gelang den Schanzern eindrucksvoll: Mit vier Toren im ersten Drittel ließen sie keinen Zweifel aufkommen, wer dieses wichtige Spiel gewinnen würde. Bereits nach 32 Sekunden lagen sie in Führung – und es ist beinahe überflüssig zu erwähnen, dass die Topreihe der letzten Wochen mit John Laliberte, Brett Olson und Mike Collins dafür verantwortlich zeichnete. Und noch in der Anfangsphase legten die Schanzer nach: Brett Olson traf in Überzahl nach vier Minuten. Zum Ende des Eröffnungsdrittels waren die Panther wieder in Überzahl, wieder trafen sie - und wieder hieß der Torschütze Olson. Coach Doug Shedden hatte sich unter der Woche noch ein Powerplay-Tor von seiner Mannschaft gewünscht – und bekam in dieser wichtigen Partie gleich zwei davon. Nur 78 Sekunden darauf erfolgte der vierte Streich durch den ebenfalls zuletzt extrem heißen Darin Olver. Im Schlussdrittel vermasselte Brady Lamb ERC-Keeper Timo Pielmeier zwar noch den Shutout, aber weil Augsburgs Cundari zweieinhalb Minuten vor dem Ende auf die Strafbank musste, konnten die Schwaben keine ernsthafte Aufholjagd mehr starten. Im Gegenteil: John Laliberte erzielte 20 Sekunden vor dem Ende noch das fünfte Tor für die Schanzer, die damit auf Platz sechs klettern.

Schwenninger Wild Wings – Eisbären Berlin 1:2 (1:1, 0:1, 0:0)

Wesentlich enger ging es im Spiel der Wild Wings gegen die Eisbären zu. Schwenningen hatte fünf Punkte Vorsprung auf Rang elf, wollte die dahinterstehenden Mannschaften aber nicht herankommen lassen. Und die Hausherren kamen auch gleich gut ins Spiel: Gerade einmal 71 Sekunden waren gespielt, als Stefano Giliati die Führung erzielte. Diese glich Jamie MacQueen in der neunten Minute aus. Außer einigen Strafen, unter anderem gegen Kaijomaa und Richmond wegen einer Raufeinlage passierte bis kurz vor der zweiten Sirene nicht mehr. Dann aber drehten die Gäste durch das Tor von André Rankel das Spiel. Kalle Kaijomaa hatte im Schlussdrittel nochmal einen kleinen Disput, dieses Mal mit Sean Backman, und auch Markus Poukkula und Marvin Cüpper tauschten kurz vor dem Ende Nettigkeiten aus. Tore fielen hingegen keine mehr. Schwenningen hat als letzte Mannschaft über dem Strich nur noch drei Punkte Vorsprung vor der siegreichen DEG.

Düsseldorfer EG – Kölner Haie 3:2 (0:2, 2:0, 0:0, 1:0) n.V.

Im rheinischen Derby wollte die DEG ihre letzte Chance auf die Play-offs wahren. Wie Augsburg hatten sie fünf Punkte Rückstand auf den letzten Pre-Play-off-Rang, Köln wollte vor der Olympiapause seine Position im Rennen um die direkte Qualifikation für die Play-offs stärken. Das gelang ihnen im ersten Drittel auch sehr gut: TJ Mulock und der nachverpflichtete Bill Thomas trafen zur Führung für die Gäste. Doch im Mittelabschnitt kamen die Hausherren zurück und glichen durch Tore von Brandon Burlon und Alex Barta aus. In der Verlängerung traf Jeremy Welsh nach 40 Sekunden zum wichtigen Derby-Sieg für die DEG.

Krefeld Pinguine – Nürnberg Ice Tigers 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)

Von der Papierform war das Spiel eine klare Angelegenheit: Für die abgeschlagenen Pinguine ist die Saison faktisch beendet - einige Spieler wurden bereits „vermietet“ nach Crimmitschau und Frankfurt. Nürnberg hat als Zweiter praktisch keine Chance mehr auf Platz eins und nur die Eisbären Berlin im Nacken. Dennoch war das Spiel eng und wurde erst durch ein Empty-Net-Goal von Yasin Ehliz drei Sekunden vor dem Ende entschieden. Nürnberg bleibt durch diesen Sieg auf dem zweiten Platz, Krefeld ist hingegen – punktgleich mit Straubing – Vorletzter.

Straubing Tigers – Iserlohn Roosters 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)

Auch für Straubing ist die Saison gelaufen. Dennoch spuckten sie den Iserlohn Roosters in ihrem Kampf um Platz sechs gehörig in die Suppe und rupften die Hähne mit einem klaren 5:1-Heimsieg. Zur Mitte des Spiels stand es nach Toren von Stefan Loibl nach überstandener „Zamboni-Attacke“ – zu sehen auf Facebook-Seite von Hockeyweb – sowie Mike Connolly, Kyle MacKinnon im Powerplay und Mike Zalewski bereits 4:0 für die Tigers. Erst im letzten Drittel schafften die Gäste den Ehrentreffer durch Travis Turnbull, fingen aber in der Schlussphase noch ein Tor durch James Bettauer. Die Sauerländer rutschen durch die Niederlage auf Rang acht.