Ingolstadt – Fünf Gründe für den Aufschwung

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Nach einem klassischen Fehlstart stand der ERC Ingolstadt mit dem Rücken zur Wand, zwischenzeitlich hatte man sogar den letzten Tabellenplatz inne. Es brannte lichterloh in der neuen Saturn-Arena. Acht Wochen später sieht die Ingolstädter Eishockeywelt ganz anders aus. Man klopft an das Tor zu den PlayOff-Rängen. hockeyweb.de nennt Ihnen fünf Gründe für den Aufschwung.



Das Ausmisten

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Deshalb wurden innerhalb kurzer Zeit beim ERC Ingolstadt aus fünf Köchen hinter der Bande und in den Katakomben zwei.
Die Ausgemisteten - Tom Pokel: wurde rasch vom Co-Trainer zum Scout und Spielbeobachter degradiert, ist jetzt nach Feldkirch verschwunden. Jim Boni: war von seiner Arbeit hinter dem Schreibtisch gelangweilt, hat in Wien als Cheftrainer angeheuert. Fabian Dahlem: erwies sich Trainerpraktikant mit wenig Nutzen, kam nicht über eine erfolglose Schnupperlehre hinaus. Da blieben nur noch Ron Kennedy, der Chef hinter der Bande, und Stefan Wagner, der Sportmanager, übrig. Mit dieser Konstellation kehrte die nötige Ruhe in der Mannschaft ein und das Spielsystem begann zu greifen.



Die Paradereihe

Seit Ende Oktober stellen Cameron Mann, Doug Ast und Sean Tallaire in einer Sturmformation die Gegner vor unlösbare Aufgaben. Besonders Cameron Mann kam nach seiner Verletzungspause zu Saisonbeginn immer mehr in Schwung und ist nun der gefeierte Mann an der Donau. Der Kanadier scorte in den letzten zehn Spielen in Serie und erlegte gemeinsam mit Doug Ast am letzten Wochenende die Eisbären aus Berlin und die Ice Tigers in Nürnberg fast im Alleingang. Die spannende Frage: wann gelingt es einem Gegner, das Trio endlich einmal vollständig zu neutralisieren? Und: was passiert dann mit dem Ingolstädter Spiel?



Die Defensive

Mit der steigenden Form von Goalie Jimmy Waite, der inzwischen vom Unsicherheitsfaktor zum Rückhalt avancierte, gewann die Defensivabteilung an Stärke und Sicherheit. Inzwischen lassen die Ingolstädter nur noch wenig Treffer zu, im ersten Drittel fast gar keinen. Dort versucht man sich die Basis für die potenzielle Punkteausbeute zu erarbeiten. Die kunterbunte Mischung von dem torgefährlichen Jakub Ficenec über den wilden Heißsporn Justin Harney bis hin zu dem manchmal zu träge wirkenden Ken Sutton scheint sich in der Feinabstimmung gefunden zu haben.



Das Selbstvertrauen

Mit dem Erfolg kam auch das für die derzeitigen Höhenflüge nötige Selbstvertrauen. Lange hatte Ron Kennedy darauf verwiesen, dass es besonders daran hapere. Im nachhinein sollte er Recht behalten. Der Fehlstart und die damit verbundene Schelte, auch von den eigenen Fans, hinterließ in den Köpfen der Spieler deutlichere Spuren als manche zu glauben wagten. Jetzt ist die Mannschaft mental auf der Höhe.



Das neue Zuhause

Die Panther haben sich in der Saturn-Arena eingelebt und ihre Fans auch. Kein Vergleich mehr zum alten Domizil an der Jahnstraße. Das neue Zuhause ist wie gemacht für das Ingolstädter Eishockey mit Niveau im Rund. Nicht zu groß und recht kompakt. Deshalb ist es für die Gegner bei gutem Besuch auch unangenehm laut. Ein Heimvorteil ist außerdem die tückische Bande, die schon so manchen gegnerischen Spieler mit einem verspringenden Puck überrascht hat. Defizit der Saturn-Arena für alle Akteure auf dem Eis: die Rauchschwaden, die von den unverständlicherweise verqualmten Gängen manchmal in die Halle ziehen.


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