Ingolstadt erlegt Eisbären

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Die 2:6 Klatsche in Iserlohn am Freitag, die Matchstrafe gegen Kapitän Tyler Bouck, über die weiterhin viel diskutiert wird, und nun ging es ausgerechnet gegen den „inoffiziellen Europameister“ aus Berlin.

Doch der ERC erwischte einen Sahnetag und krönte eine überzeugende Leistung mit sieben Sahnehäubchen. Von Beginn an war es ein offener Schlagabtausch, wobei die Gastgeber ihre Chancen auch nutzten. Konnte Rob Zepp im Kasten der Eisbären die Schüsse von Colin Forbes und Thomas Greilinger noch parieren, gegen den von Christoph Gawlik war er machtlos. Die Eisbären versuchten das Spiel zu machen und Ingolstadt konterte. Jakub Ficenec knallte den Puck Zepp durch die Hosenträger, während die Gäste spätestens an Ian Gordon scheiterten. Erst durch eine Überzahlsituation sorgten sie für genügend Druck und Florian Busch konnte zumindest verkürzen.

Im zweiten Drittel erhöhten die Gäste das Tempo und die Schlagzahl, liefen aber immer wieder in die brandgefährlichen Konter des ERC. Zepp musste alles geben, gegen die Puckkunst von Rick Girard und Matt Hussey fand er aber kein Mittel. Von der Defensive und zu schmalen Hosenträgern im Stich gelassen erhöhte Ingolstadt schnell auf 4:1. Constantin Braun ließ die Gesichtszüge von Don Jackson zwar kurzfristig angenehmer erscheinen, Joe Motzko konterte aber gekonnt aus der neutralen Zone kommend, fand keine Gegenwehr und stellte den alten Abstand wieder her. Unschön dann kurz vor der zweiten Pause der Check von Andre Rankel gegen Dominik Walsh. Dieser musste mit einer schweren Gehirnerschütterung ins Krankenhaus und der Verursacher mit einer Matchstrafe vom Eis.

Die daraus resultierende fünfminütige Überzahl nutzten die Panther dann auch zu Beginn des letzten Durchgangs und schraubten das Resultat schnell auf  7:2. Zwar korrigierten Constantin Braun und Chris Hahn diesen Zwischenstand noch mit zwei weiteren Treffern, am Sieg der Ingolstädter änderte das jedoch nichts mehr. Und weil die Punktevergabe geklärt schien, machten u.a. Rick Girard und Daniel Weiß zwei Minuten vor Ende noch den internen Sieger in der Faustkampfwertung aus. Berlin hier cleverer, Girard am Ende ohne Trikot und Brustschoner mit deutlichen Abzügen in der künstlerischen Darstellung.

Für die Eisbären scheint es schwer, sich auf DEL Niveau einzufinden. Wer solche Einladungen zum Tore schießen verteilt, darf sich nicht über eine maue Ausbeute an Punkten oder Erfolg beschweren. Für die Panther geht es kommenden Freitag darum, mit welcher Tagesform man gegen Hannover antritt und was man damit erreichen kann.

Zur gestellten Strafanzeige gegen Tyler Bouck (Hockeyweb berichtete) nahm man Seitens des ERC Ingolstadt noch keine Stellung.   (DM)

Tore:

1:0   8:33    Gawlik ( Forbes, Greilinger)

2:0   11:44  Ficenec (Gawlik, Greilinger)

2:1   19:20  Busch F. (Sharrow) PP1

3:1   21:22  Girard (Motzko, Buzas)

4:1   24:50   Hussey (Degon)

4:2   28:40   Braun C. (Felski, Busch F. )

5:2   33:40   Motzko (Buzas, St.Jaques )

6:2   41:16   Greilinger (Forbes) PP1

7:2   42:44   Buzas (Girard, Motzko) PP1

7:3   45:13   Braun C. (Christensen, Busch) PP1

7:4   58:16   Hahn (Mulock, Busch)

Strafen:   ING 16 Min + 10 Girard    EBB  13 Min + 10 Weiß + Matchstrafe Rankel

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek

Zuschauer:  3295