Ingolstadt bleibt dran: 3:1-Arbeitssieg gegen Hannover

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Die Minikrise der Ingolstädter Panther scheint vorerst überwunden. Nach dem überzeugenden 9:0-Pokalerfolg in Landshut und dem 3:1-Auswärtssieg bei den rheinischen Metro-Stars konnten sie am Freitagabend erneut einen Sieg landen. Das Kellerkind Hannover Scorpions musste in der Saturn-Arena mit 1:3 die Segel streichen. Dabei war die Leistung der Heimmannschaft jedoch alles andere als überzeugend, weshalb man in solchen Fällen von einem hart erkämpften Arbeitssieg spricht.



Eine Hiobsbotschaft gab er bereits vor dem Spiel: Marco Sturm, Deutschlands bester Eishockeyspieler, ist an Windpocken erkrankt und fällt für einige Begegnungen aus. Nachdem Andreas Loth am 1. Dezember nach Köln gewechselt ist, machte sich erneut die dünne Personaldecke der Panther bemerkbar. Trotz des ersten Einsatzes von Doug Ast nach langer Verletzungspause konnten sie gerade mal 11 gelernte Stürmer aufbieten. Kein Wunder, dass Trainer Kennedy seit Wochen Verstärkung fordert, während das Management der Panther anscheinend die weitere Entwicklung in Nordamerika abwarten will. Sollte die Aussperrung in der NHL die ganze Saison dauern – eine Entscheidung darüber muss in den nächsten Tagen fallen - ist man in Ingolstadt fein raus: Man hat sich schließlich noch drei freie Ausländerlizenzen aufgespart. Wenn die NHL allerdings im Januar doch noch mit dem Spielbetrieb beginnen sollte, werden Sturm und McDonald wieder nach Übersee gehen, und die Panther hätten ein massives Stürmerproblem. Nicht nur in Ingolstadt wartet man deshalb gespannt auf die weitere Entwicklung in Nordamerika.



Die Geschichte des Spieles, das angesichts solcher Überlegungen fast zur Nebensache geriet, ist schnell erzählt: Das erste Drittel begann mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten, die jedoch nicht in Tore umgemünzt werden konnten. Selbst eine fast zweiminütige 5:3-Überzahl konnten die Panther nicht nützen. Erst in der 18. und 19. Minute gelang den Hausherren durch Niki Mondt, der für Sturm in der ersten Reihe spielte, und Jakub Ficenec ein Doppelschlag zum 2:0. Das zweite Drittel begannen die Panther reichlich lustlos und luden ihre Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Andreas Morczinietz bedankte sich artig und erzielt in der 27. Minute den Anschluss für die Scorpions, die immer besser ins Spiel kamen. Einzig einer starken Leistung ihres Goalies Jimmy Waite hatten es die Ingolstädter zu verdanken, dass ihnen weitere Gegentreffer erspart blieben. In der 46. Minute war es dann erneut Niki Mondt, der mit seinem zweiten Treffer das Endresultat sicherstellte. Danach begnügten sich die Panther mit der Sicherung ihres Vorsprunges, weshalb sich die Begeisterung der rund 3800 Zuschauer auch in Grenzen hielt.



Mit diesem Erfolg konnten sich die Panther in der Spitzengruppe der DEL festsetzen und ihren Rückstand auf Nürnberg und Köln sogar geringfügig reduzieren. Dies war auch dringend nötig, warten doch mit Berlin, Nürnberg, Augsburg, Mannheim und Hamburg in den nächsten Spielen hochkarätige Gegner auf Ingolstadt. Dabei können sie, angesichts ihrer dünnen Spielerdecke, nur hoffen, dass Marco Sturm bald wieder gesund sein wird und sie von weiteren Ausfällen möglichst verschont bleiben. (an)

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