Ingolstadt ausgeschieden - 3:5 in Spiel 7 gegen Hannover

Das Vorbereitungsprogramm des ERC IngolstadtDas Vorbereitungsprogramm des ERC Ingolstadt
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Showdown in der Saturn-Arena. Während drei Halbfinalisten bereits feststanden, mussten Ingolstadt und Hannover am Dienstagabend den letzten verbleibenden Playoff-Teilnehmer ausspielen. Und es begann nicht sehr erfreulich für die Hausherren.

Die Panther, bekannt für ihre guten Special-Teams, kassierten gleich bei der ersten Unterzahl das 0:1. Bereits in der zweiten Minute konnte Steve Guolla nach einem Traumpass von Brad Tapper aus spitzem Winkel einschießen. Jimmy Waite sah bei diesem Treffer alles andere als gut aus. Ingolstadt zeigte sich im weiteren Verlauf ungewohnt nervös und konnte selbst eine 5:3-Überzahl nicht nutzen. Die Scorpions verteidigten routiniert und sicher ihren Vorsprung, wobei vor allem Torwart Kidd herausragte.

Auch im zweiten Abschnitt konnten die Panther einige Powerplays nicht ausnützen. Es kam, wie es kommen musste: In der 27.Minute waren die Gäste in Überzahl und trafen unter gütiger Mithilfe von Waite zum 2:0. Der Ingolstädter Torwart schob sich den Puck mit dem Fuß selbst ins Tor. Die rund 4000 Fans ahnten Schlimmes, da machten die Panther mit einem Doppelpack das Spiel doch noch einmal spannend. Innerhalb von zwei Minuten trafen die beiden Oldies Goodall und Oswald jeweils im Nachschuss in das Gehäuse der Scorpions. Gäste-Trainer Gaudet nahm daraufhin eine Auszeit, um sein Team nach diesen beiden Einschlägen wieder zu beruhigen. Mit Erfolg, man ging mit einem 2:2 in die zweite Pause.

Und der letzte Abschnitt begann mit einem Schock für die Panther. Erneutes Powerplay für die Scorpions, erneuter Fehler von Waite und Marray trifft zum 2:3. Beim Ingolstädter Goalie lagen daraufhin die Nerven blank. Er ließ sich gar zu einem Stockstich hinreißen. Vielleicht hätte ein rechtzeitiger Torwartwechsel die Panther vor dem Schlimmsten bewahrt.

Ingolstadt erholte sich vom Schock des erneuten Rückstandes nicht mehr. Armstrong traf kurz vor Schluss noch einmal den Pfosten. Green konnte mit einem Konter bei eigener Unterzahl gar das 4:2 erzielen. Keller verkürzte zwar nochmals auf 3:4 , aber erneut Green sorgte mit einem Schuss ins leere Ingolstädter Tor für die Entscheidung. Das war´s. Aus und vorbei für die Panther!

Die bessere Torhüterleistung und das effektivere Überzahlspiel der Scorpions gaben letztlich den Ausschlag für den verdienten Sieg der Gäste. Die Panther konnten in den Playoffs nie mehr an die Form der Vorrunde anknüpfen, als sie die DEL viele Wochen lang anführten.

Ron Kennedy war natürlich schwer enttäuscht vom Ausscheiden: „Der Sieg von Hannover ist verdient. Leider haben nicht alle Spieler in den Playoffs die optimale Leistung gezeigt.“

Tore:

0:1 (02.) Guolla (Tapper, Murray)

0:2 (27.) Murray (Goc, Guolla)

1:2 (32.) Goodall (Seidenberg, Holland)

2:2 (34.) Oswald (Jiranek ,Keller)

2:3 (44.) Murray (Lambert)

2:4 (58.) Green (Tapper)

3:4 (59.) Keller

3:5 (60.) Green (Tapper)

Schiedsrichter Looker

Strafen: Ingolstadt 20 - Hannover 20