Ingolstadt auch in Frankfurt souverän

Markus Jocher bleibt ein "Löwe"Markus Jocher bleibt ein "Löwe"
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Der ERC Ingolstadt hat auch die

schwere Auswärtshürde Frankfurt gemeistert. Dank einer starken

Defensivleistung um einen überragenden Jimmy Waite im Tor siegten die Panther

mit 2:0 bei den Lions. Begünstigt durch Strafzeiten gegen die Ingolstädter

Spieler Goodall und Armstrong hatten die Lions bereits in der vierten Minute 71

Sekunden fünf gegen drei Überzahl. Bis auf einen Pfostenschuss von Dwayne

Norris sprang dabei aber nichts heraus. Zu statisch und unpräzise lief in

diesem Powerplay der Puck durch die Reihen der Hessen.

 

Auf der anderen Seite hatten

auch die Gäste ihren Pfostentreffer, als Keller Pech im Abschluss hatte.

Ansonsten neutralisierten sich beide Teams in den ersten 20 Minuten. Auf beiden

Seiten fehlten wichtige Leistungsträger. Lions Trainer Rich Chernomaz musste

die verletzten Lebeau und Jocher, sowie den gesperrten Bassen ersetzen. Bei

Ingolstadt fielen die Verteidiger Holland (Grippe) und der Ex-Frankfurter von

Stefenelli (Rückenprobleme) aus. Dadurch war Trainer Kennedy, der unter der

Woche seinen laufenden Vertrag bis 2007 verlängert hatte, gezwungen seine

Verteidiger-Paare komplett neu zusammen zu stellen.

 

Ein unverändertes Bild sahen

die knapp 7.000 Zuschauer in der fast ausverkauften Eissporthalle auch im

Mitteldrittel. Die Lions bemüht Druck aufzubauen, so richtig gefährlich kamen

sie allerdings nur selten vor das Tor von Jimmy Waite. Auch sein Gegenüber, Ian

Gordon, blieb lange beschäftigungslos, musste aber dennoch einmal hinter sich

greifen. Auf Zuspiel von Mann stand Doug Ast frei vor Gordon und lupfte den Puck

zum 1:0 in den Winkel. So ging es ins Schlussdrittel, in das die Lions mit viel

Schwung kamen. Jason Young erkämpfte sich gegen Ast den Puck, scheiterte bei

seinem beherzten Solo aber am aufmerksamen Waite. Wenig später tauchte Gosselin

frei vor Waite auf, aber auch er konnte den Ingolstädter Torwart nicht überwinden.

 

Mitten in die Drangphase der

Lions checkte David Sulkovsky für den Geschmack von Hauptschiedsrichter Dahle

den Ingolstädter Jiranek zu hart von hinten an die Bande, und verhängte daher

eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen den Frankfurter. In den daraus

resultierenden fünf Minuten Überzahl die große Möglichkeit für Ingolstadt

das Spiel vorzuentscheiden. Bis auf einen Lattenkracher von Ficenec ließen die

Lions aber nicht viel zu. Die letzten sieben Minuten versuchten die Lions, allen

voran Kapitän Young, noch einmal alles, um zum leistungsgerechten Ausgleich zu

kommen. Die neu formierte Abwehr der Gäste stand allerdings sicher und ließ

keine Lions Torchance mehr zu. In der Schlussminute besiegelte Sean Tallaire in

Überzahl mit dem 2:0 die letzten Hoffnungen der Lions. (Frank Meinhardt)

 

Zum Mainova

Spieler des Tages wählten die Fans Dwayne Norris.

 

Tore:

0:1 (30:38) Ast (Mann,

Seidenberg)

0:2 (59:29) Tallaire

(Armstrong) 5-4 PP

 

Strafminuten:

Lions: 25 Minuten + Spieldauerdisziplinarstrafe für David Sulkovsky

Ingolstadt:

18 Minuten + 10 Minuten Disziplinarstrafe für Günter Oswald

 

Schiedsrichter:

Heiko Dahle

Zuschauer: 6.810

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