In einem Drittel um den verdienten Lohn gebrachtIngolstadt - Düsseldorf 5:4

Die ERC-Fans bereiteten Jakub Ficenec, Tim Conboy und Travis Turnbull einen guten Empfang. (Foto: Imago)Die ERC-Fans bereiteten Jakub Ficenec, Tim Conboy und Travis Turnbull einen guten Empfang. (Foto: Imago)
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Mit Travis Turnbull, Tim Conboy und Jakub Ficenec  kehrten drei  Meister  an die Donau zurück, allerdings im roten Trikot der Düsseldorfer. Mit Applaus und Wohlwollen wurden die drei Ex-Panther empfangen. Ungewohnt in Gold  glänzten die Trikots beim ERC, der im Rahmen der Aktion „Goldener Oktober“ Farbe bekennen wollte. Aber nicht alles was glänzt, ist auch Gold. Zumindest, wenn man Leistung von zwei Dritteln farblich ausdrücken möchte.

Die Düsseldorfer, die sich am Freitagabend während ihrer Auswärtstournee in Ingolstadt vorstellten, konnten aus den Spielen in Nürnberg und Straubing respektable fünf Punkte mitnehmen und schickten sich nun an, auch in Oberbayern zu punkten. Die Gäste begannen zwar  eher defensiv, setzten aber auf  Nadelstiche. Drei Powerplaysituationen spielten den Schanzern zunächst  in die Karten, aus der numerischen Überlegenheit konnten die Gastgeber aber, fast wie gewohnt, keinen Nutzen ziehen.  Da die aktuelle DEG mit der der vergangenen Spielzeiten spielerisch nicht vergleichbar ist, konnte einer der schnellen Konter umgesetzt werden. Travis Turnbull, der sich mit den örtlichen Gegebenheiten ja noch bestens auskennt, mit dem millimetergenauen Pass auf Michael Davies und der netzt zum 1:0 für die Gäste ein (17.).

Mit der Führung im Rücken lockerten die Gäste ihren Defensivriegel, sie konnten es sich gegen offensiv harmlose Ingolstädter aber auch erlauben. Gegen das schnelle und konsequente Eishockey der Gäste fand der deutsche Meister kaum ein Mittel.  Logisch daher das 2:0 für die DEG, Michael Davies mit seinem zweiten Treffer in der 27.Minute. Hätte Daniel Kreuzer kurz zuvor nicht nur den Pfosten getroffen, hätte das Spiel schon etwas eher seinen Lauf genommen. Brandon Buck konnte zwei Minuten später zwar den Anschluss für den ERC markieren, unbeeindruckt davon und mit einem einfachen Mitteln vorgetragen, konnte Kurt Davis seine Düsseldorfer noch vor der zweiten Pause wieder mit 3:1 in Front schießen.

Ausgerechnet der bisher so souveräne Tyler Beskorowany im Tor der Gäste machte es mit einem Ausflug hinter den Kasten gleich zu Beginn des Schlussabschnittes spannend. Sein Pass landete nämlich nicht beim eigenen Verteidiger, sondern bei Brandon Buck. Der mit Übersicht zu Patrick Hager und der nutzte die Unordnung zum 2:3 (42.).  Und eben jener besorgte in der 50. Minute auch den Ausgleich, als er einen Schuss gekonnt abfälschte. Jedes Tor ein schmerzlicher Beweis, dass er dem ERC ab der kommenden Saison fehlen wird, denn ab dem Sommer 2015 wird Hager nicht mehr das Trikot der Oberbayern tragen. „Das ist keine spontane Entscheidung. Wir haben mehrere Wochen verhandelt und konnten uns eben nicht einigen“, sagte Hager zu seiner Entscheidung.

Ein Doppelschlag innerhalb 30 Sekunden brachte die Düsseldorfer um den verdienten Lohn. Ein überragendes Solo vom überragenden Brandon Buck und Jeffrey Szwez  drehten des Duell zu Gunsten der Panther (57.).  Patrick Hager hätte seine Leistung mit einem Unterzahltreffer ebenfalls vergolden können, Beskorowany aber letzter Sieger. 45 Sekunden vor Ende stürmten sechs Rote auf das Ingolstädter Tor und Alexei Dmitriev unterstrich mit dem vierten Treffer der DEG, dass es eine knappe und unglückliche Niederlage war.

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