IceTigers: Heimspiel gegen Freiburg "kein Selbstläufer"

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Aufgrund des Ingolstädter 4:1-Sieges gegen Iserlohn sind die Wölfe aus Freiburg seit Dienstag wieder Tabellenschlusslicht in der Deutschen Eishockey-Liga. "Aber ganz sicher werden sie keine leichte Beute für uns", warnt Nürnbergs Manager Otto Sykora die Tiger-Meute davor, die Hausaufgabe am Freitag (19.30 Uhr) gegen den Aufsteiger auf die leichte Schulter zu nehmen. "Ein Selbstläufer wird dieses Spiel sicher nicht."



Dennoch gehen die Ice Tigers als Favorit ins Spiel. Zumal die Freiburger große personelle Probleme in der Defensivabteilung plagen: Der Einsatz von Abwehrspieler Michael Vasicek (Virusinfektion) ist unwahrscheinlich, Verteidiger David Danner fällt aufgrund einer Meniskus-Verletzung aus. Aber besonders hart traf die Wölfe der Ausfall von Kapitän Bedrich Scerban - der 36-jährige Routinier erlitt einen Bruch im Sprunggelenk und wird voraussichtlich noch fünf Wochen pausieren müssen.



In den bisherigen zwölf DEL-Spielen kassierte die Mannschaft von Trainer Thomas Dolak bislang 52 Gegentreffer, aber "man sollte deshalb nicht gleich ein Schützenfest erwarten", so Sykora. Auch wenn sich die Nürnberger Puckjäger die letzten beiden Spiele vor eigenem Publikum sehr torhungrig zeigten - sechs Derby-Treffer gegen Augsburg und davor fünf Treffer gegen Titelkandidat Hamburg Freezers.



Hoffnung auf ein Comeback seines Verteidigers Liam Garvey hat Tigers-Coach Greg Poss: "Liam hat gut trainiert, auch mit Körperkontakt. Es sieht gut aus, aber wir werden uns erst kurz vor dem Spiel entscheiden, ob Liam aufs Eis geht." Bereits entschieden hat sich Poss in Sachen Torhüter: Gegen Freiburg steht Alfie Michaud im Tiger-Gehäuse, beim schweren Auswärtsspiel am Sonntag in Köln (14.30 Uhr) wieder sein Kollege Frederic Chabot. Den Noris-Cracks fehlen wird an kommenden Wochenende Stürmer Marian Cisar (Muskelfaserriss).

Manager Otto Sykora:

"Freiburg hat mit Thomas Dolak einen tschechischen Trainer und eine Mannschaft mit osteuropäischem Gesicht. Sie sind technisch stark und haben gute Einzelspieler in ihren Reihen. Wenn man ihnen viel Platz lässt, sind sie sehr gefährlich. Es wird ein harter Kampf werden. Wir müssen sehr konzentriert sein, denn wer meint, dass wir Freiburg ganz locker schlagen, der liegt völlig falsch. Aber wir müssen das Spiel gewinnen, wenn wir in der Tabelle oben bleiben wollen."

Trainer Greg Poss:

"Gegen Augsburg war unser Abwehrverhalten nicht das beste. Das heißt nicht, unsere Defensive war schlecht, aber in den entscheidenden Momenten haben wir Fehler gemacht. Daran haben wir gearbeitet, und auch an unserem Über- und Unterzahlspiel. Und wir haben gegen die Panther zuviele unnötige Strafen kassiert, wenn zum Beispiel keine direkte Torgefahr bestand. Da müssen wir uns cleverer verhalten.

Das gilt auch für das Match gegen Freiburg. Wir spielen zwar gegen das Schlußlicht, aber auch da müssen wir eine Top-Leistung bringen, denn es gibt keine leichten Spiele. Und solche Spiele sind manchmal schwerer als gegen große Mannschaften wie Mannheim. Das haben wir besprochen und unsere Spieler darauf hingewiesen, dass wir auch gegen Freiburg engagiert und konsequent auftreten müssen."