Ice Tigers: Wichtiger Dreier gegen Mitkonkurrent Krefeld

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Im Kampf um die Playoff-Plätze konnten die Nürnberg Ice Tigers am

Sonntagabend einen wichtigen 4:2-Erfolg gegen die Krefeld Pinguine feiern. Damit

beträgt der Abstand zum neunten Platz, den derzeit die Mannheimer Adler inne

haben, zehn Punkte, was bei der Ausgeglichenheit der Liga aber noch lange kein

sorgloses Ruhepolster darstellt.


Vor allem im ersten Drittel zeigten die Ice Tigers den wieder einmal nur

spärlich erschienen Zuschauern (3415) eine nahezu perfekte Demonstration. Von

Beginn an überlegen nutzten sie gleich das erste Überzahlspiel zur Führung.

Greg Leeb fiel ein Abpraller direkt vor den Schläger, reaktionsschnell netzte

der kleine Wirbelwind aus der Luft ein. Auch in der Folgezeit dachte man

desöfteren Nürnberg wäre mit einem Spieler mehr auf dem Eis, so setzte man

die Pinguine auch bei 5 gegen 5 unter Druck.


Belohnt wurde dieses Engagement aber erst kurz vor der ersten Pausensirene.

Zunächst hämmerte der derzeit bärenstarke Brennan - erneut im Powerplay - den

Puck gefolgt von zahlreichen Krefelder Protesten zum 2:0 in die Maschen. Direkt

vor der Pressetribüne war jedoch zu erkennen, dass die Scheibe vor Brennans

Schuss nicht in vollem Umfang über der blauen Linie war und so zurecht kein

Abseitspfiff erfolgte, was die Pinguine jedoch anders sahen. Etwas glücklich

war dann vier Sekunden vor Drittelende das 3:0. Beardsmore und Swanson nutzten

eine 2 - 1 Situation unter Müllers Schoner hindurch. Ein perfektes Drittel aus

Nürnberger Sicht.


Der Mittelabschnitt begann völlig anders, denn vier Minuten später stand es

nur noch 3:2. Zunächst nutzte Dück einen Stellungsfehler von Jame Pollock, ehe

Andy Hedlund mit einem Überzahl-Schlagschuss die Partie wieder spannend machte.

Jetzt waren die Pinguine nahe dran das Spiel ganz zu kippen, aber Tomas Martinec

gelang in dieser Phase der wichtige vierte Treffer. Ohnehin immer mit großem

Einsatz zeigte Martinec auch nach dem Bekanntwerden seines Wechsels nach

Mannheim, dass er noch immer für die Ice Tigers alles gibt. Aber auch diesmal

waren die Gäste nicht zufrieden mit Schiedsrichter Schurr und wollten vor dem

Treffer ein Foul gesehen haben. Wenig später hatten die Pinguine allerdings

auch Glück, als Schurr einen üblen Bandencheck von Köttstorfer nicht mit

einer Spieldauerstrafe ahndete.


Im Schlussabschnitt agierten die Ice Tigers erwartungsgemäß etwas defensiver

und brachten die Führung über die Runden. Pollock und Davidson hatten gute

Konterchancen, aber auch die Gäste waren mehrmals nahe an einem weiteren

Treffer dran. Lukas Lang hatte bei einigen unorthodoxen Paraden auch das Glück

auf seiner Seite, so dass er nach den Heimsiegen gegen Duisburg und Iserlohn zum

dritten Sieg im dritten Einsatz kam. Auch als die Gäste 43 Sekunden vor

Spielende mit einem zusätzlichen Feldspieler alles versuchten, war Lang nicht

mehr zu bezwingen.


"Wir wollten nach der langen Anreise ein gutes erstes Drittel spielen, das

ist uns nicht gelungen", resümierte Fowler. "Vor allem das 3:0 kurz

vor der Pause war bitter. Danach haben wir guten Charakter gezeigt, hatten aber

auch Pech mit einigen Schiedsrichterentscheidungen", so Fowler weiter. Für

Benoit Laporte war vor der schweren Dienstagaufgabe gegen Berlin der Sieg

"sehr wichtig". "Wir waren von Anfang an bereit, haben dann etwas

glücklich das 4:2 gemacht und danach defensiver gespielt", analysierte der

Frankokanadier, der auf den am Sprunggelenk verletzten Felix Petermann

verzichten musste.


Tore:

1:0 (03.29) Leeb (Fical, Brennan) 5:4

2:0 (19.08) Brennan (Methot, Leeb) 5:4

3:0 (19.56) Swanson (Beardsmore, Schauer)

3:1 (22.25) Dück (Grygiel, Fritzmeier)

3:2 (24.07) Hedlund (Selivanov, Drury) 5:4

4:2 (30.19) Martinec (Döme, Polaczek)


Strafen: Nürnberg 12 min. - Krefeld 22 min. plus 10 min. Köttstorfer

Zuschauer: 3514

Schiedsrichter: Schurr