Ice Tigers verlieren Spitzenspiel - 0:2 gegen Frankfurt

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
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Im Spitzenspiel der Deutschen Eishockey Liga setzten sich die Frankfurt Lions

am Freitagabend bei den Sinupret Ice Tigers mit 2:0 durch und eroberten die

Tabellenführung. Vor allem Torhüter Ian Gordon war mit einer tadellosen Leistung der

Schlüsselspieler auf Seiten der Hessen.


Schon im ersten Drittel verwehrte Gordon den Ice Tigers mehrmals den Torjubel.

Polaczek, Laflamme und Spylo hatten in Überzahl den Führungstreffer auf dem

Schläger. Auch bei doppelter Überzahl war Gordon nicht zu überwinden, wobei

Browns Schuss erst am Innenpfosten sein Ende fand. Die Lions waren zumindest in

Sachen Chancenverwertung weitaus effektiver. Taylors erster Schuss in der 11.

Minute bedeutete zugleich das 0:1, da Kotschnew den "Flatterpuck"

trotz freier Sicht auf der Stockhandseite passieren ließ.

Dieser Treffer nahm den Ice Tigers ein wenig Wind aus dem Segel, und erneut war

es Gordon, der mit einem "Wahnsinns-Save" gegen Beardsmore, die knappe

Führung rettete. Keller und Beardsmore waren alleine auf Gordon zugefahren.

Wie so oft, wenn man vorne seine Chancen nicht verwertet, folgt die Quittung auf

dem Fuße. Bei angezeigter Strafe gegen Fical traf Jeff Ulmer mit einem

Flachschuss links unten zum 0:2.


Im Mittelabschnitt verflachte die Partie ein wenig. Nach der deutlichen

Niederlage in Ingolstadt versuchten die Lions vor allem sicher in der Defensive

zu stehen. Dies gelang im zweiten Drittel, auch weil die Ice Tigers nicht mehr

das Tempo des ersten Abschnitts aufs glatte Parkett brachten. Dies nutzten die

Lions sogar zu einigen Konterchancen. Vor allem Heerema zeichnete sich dabei aus

und hätte durchaus den dritten Löwentreffer erzielen können. Erst gegen Ende

des zweiten Abschnitts kamen auch die Ice Tigers wieder zu besseren Chancen,

aber erneut scheiterten Brennan, Spylo und Leeb am sicheren Gordon.


In den letzten 20 Minuten versuchten die Gastgeber noch einmal alles und

berannten das Löwen-Tor - erfolglos. Wo auch immer der Puck landete, Gordon war

schon da. Für Entlastung konnten die Gäste kaum noch sorgen, lediglich Wörle

und Smrek mit einem Direktschuss waren ein wenig gefährlich. In der turbulenten

Schlussphase leistete sich Gordon seinen einzigen Fehler, als er die Scheibe

unbedrängt über das Plexiglas beförderte und eine kleine Strafe kassierte.

Aber auch in dieser Phase kämpften die Lions verbissen und zeigten ein

wesentlich besseres Unterzahlspiel als zuletzt in Ingolstadt.


Als Benoit Laporte seinen Keeper schon vier Minuten vor Schluss kurzzeitig vom

Eis nahm, hatte Ilja Vorobiev sogar die Vorentscheidung auf dem Schläger, aber

nahezu unbedrängt ging sein Schuss knapp am leeren Tor vorbei. Aber dennoch

reichte es den Lions zum Sieg und damit zur Tabellenführung.


Gästetrainer Rich Chernomaz war "sehr zufrieden" mit den drei

Punkten: "Das war eine Superleistung meiner Mannschaft. Der Unterschied

heute, war unser gutes Unterzahlspiel. Auch Ian Gordon war topfit."


Benoit Laporte dagegen war auch im Nachhinein noch angefressen über die

"verschenkte" Tabellenführung: "Vor allem im ersten Drittel

haben wir Emotionen und Engagement vermissen lassen. Wir sind gut geskatet, aber

man hat nicht gemerkt, dass wir um die Tabellenführung kämpfen. Das war der

Unterschied zu den Lions, die hart gearbeitet haben."


Dass die Lions lange im Stau steckten und die Partie erst mit 25-minütiger

Verspätung beginnen konnte, merkte man den Gästen kaum an. "Frankfurt war

bereit, einige unserer Spieler nicht. Morgen wird es statt 20 Minuten, eine

zweistündige Videoanalyse geben", ließ der Frankokanadier wissen.


Tore:

0:1 (10.34) Taylor (Heerema, Young)

0:2 (18.29) J. Ulmer (Young, Bresagk)


Strafen: Nürnberg 6 min. - Frankfurt 16 min. + 10 min. Wörle

Schiedsrichter: Schütz

Zuschauer: 4513

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