Ice Tigers unterliegen zweigesichtigen EisbärenNürnberg – Berlin 5:6

Legte drei Tore vor und schoss ein Tor - Eisbär TJ Mulock - Foto: www.stock4press.deLegte drei Tore vor und schoss ein Tor - Eisbär TJ Mulock - Foto: www.stock4press.de
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Ice-Tigers-Chefcoach Jeff Tomlinson mochte sich nach der Schlusssirene weder mit Spielverlauf noch mit Ergebnis anfreunden: „Ja, wir wollen schönes, offensives Hockey spielen. Aber heute haben wir klar zu viele Fehler gemacht, produzierten zu viele leichte Puckverluste. Wir haben den Fokus verloren. Zu viele meiner Spieler meinten zum Toreschießen da zu sein, dabei sind sie zum Verteidigen hier. Ich kann nicht zufrieden sein mit dem Spiel.“ Tomlinsons Ärger war leicht nachzuvollziehen. Denn Mitte des zweiten Drittels lagen die Ice Tigers bereits durchaus verdient mit 4:2 in Führung. Dusan Froschs (2. Spielminute) frühen Führungstreffer konnte Matt Foy (15.) in Überzahl für die Gäste ausgleichen. Schmeichelhaft, da die Gastgeber trotz relativ langer Phasen in Unterzahl nie die Kontrolle verloren. Wie Tomlinson zu Recht kritisierte, blieben hier jedoch beste Möglichkeiten ungenutzt (darunter ein von Evan Kaufmann verschossener Penalty), die, hätten sie zu Zählbarem geführt, ein komfortables Polster hätten abgeben können. Chefcoach Don Jacksons Mannschaft dagegen zeigte zunächst dasselbe Gesicht wie in den zurückliegenden Spielen: Vogelwild in der Defensive, anfällig bei schnellen Gegenstößen, statisch und leicht ausrechenbar im Powerplay, zu hektisch vor dem gegnerischen Gehäuse.

Anfangs des Mittelabschnitts ließ Ryan Bayda (23.) Eisbären-Goalie Rob Zepp bei seinem Schuss aus dem Niemandsland sehr schlecht aussehen. Aber wieder konnte Berlin durch Tyson Mulock (26.) ausgleichen. Dann zog Nürnberg durch zwei schön heraus gespielte Treffer von Evan Kaufmann (27.) und Casey Borer (31.) auf 4:2 davon. Wenig deutete darauf hin, dass die nun  frustrierten Eisbären noch ein Comeback starten könnten. Aber sie konnten: Mads Christensen (39.)  erzielte den Anschluss und Verteidiger Frank Hördler legte den besagten Frust in einen fulminanten Schlagschuss, gegen den Tyler Weiman nicht die geringste Chance zur Abwehr hatte – 4:4.

 „Wir dürfen jetzt keine Fehler mehr machen, der nächste könnte das Spiel schon entscheiden“, wies Eisbären-Kapitän André Rankel vor dem Schlussabschnitt die Richtung für den Meister. Dort zeigten die Berliner ein komplett anderes Gesicht, störten Nürnberg aggressiv und erfolgreich im Spielaufbau. So auch die Vorgeschichte der erstmaligen Gäste-Führung: In Unterzahl luchste TJ Mulock (51.) an der eigenen blauen Linie Nürnbergs Steven Reinprecht die Scheibe ab, zog auf und davon und netzte ein. Die Ice Tigers gaben aber nicht auf, glichen nach blitzsauberen Pass von Frosch auf Reinprecht (59.) aus. Und als sich jeder in der Arena schon auf die Verlängerung dieses hoch unterhaltsamen Spiels freute, markierte Christensen Berlins Siegtreffer. Im Hinblick auf das Winter Game im Januar machte diese Begegnung zwischen IceTigern und Eisbären jedenfalls schon mal ordentlich Appetit.

Thomas Sabo Ice Tigers – Eisbären Berlin 5:6 (1:1, 3:3, 1:2)

Tore: 1:0 (2.) Frosch – Chouinard/Reinprecht, 1:1 (15.) Foy – Mulock, TJ/Rankel PP, 2:1 (23.) Bayda – Pollock/Ehliz, 2:2 (26.) Mulock, Tyson – Arniel/Tallackson, 3:2 (27.) Kaufmann – Jaspers/James, 4:2 (31.) Borer – Reinprecht/Schüle, 4:3 (39.) Christensen – Rankel/Mulock, TJ, 4:4 (40.) Hördler, 4:5 (51.) Mulock, TJ SH, 5:5 (59.) Reinprecht – Frosch/Festerling, 5:6 (60.) Christensen – Rankel/Mulock, TJ

Schiedsrichter: Schwimm/Krawinkel
Strafen: 14/14
Zuschauer: 4.724


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