Ice Tigers: Starkes Powerplay sichert drei Punkte gegen Frankfurt

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Mit einem 4:2-Erfolg gegen die Frankfurt Lions konnten die Nürnberg Ice

Tigers den vierten Heimsieg der laufenden DEL-Spielzeit feiern. Dabei machten

vor allem die "special teams" den Unterschied. Alle Treffer der Ice

Tigers resultierten aus Überzahlsituationen, obwohl die Ice Tigers mehr

Strafzeiten als die Gäste kassierten.

Gleich zu Beginn des ersten Drittels mussten die Ice Tigers zwei Strafzeiten

überstehen. Die dezimierten Lions, die auf den erkrankten Norris, sowie die

verletzten Bresagk und Klenner verzichten mussten, hatten das schwere

Heimspiel  gegen Köln aber wohl noch in den Knochen und wirkten zu dieser

Phase noch etwas fahrig. Besser machten es die Ice Tigers, gleich die erste

Strafe der Lions nutzte der starke Stastny-Block zum 1:0 -  Vasiljevs hatte

getroffen. Zwar hielten die Hessen dagegen, kamen auch zu Chancen, aber auch der

zweite Treffer ging auf das Konto der Stastny-Reihe. Fical bediente Trepanier,

der mit einem satten Schlagschuss zum 2:0 traf, natürlich in Überzahl. Dies

nahm Gästetrainer Rich Chernomaz zum Anlass seinen Keeper Ian Gordon gegen

Boris Ackers auszutauschen. "Wir haben zwei schnelle Treffer kassiert,

außerdem haben wir drei schwere Spiele in der nächsten Woche. Ackers hat seine

Sache gut gemacht", so Chernomaz über seine Auswechslung. In der Tat

wirkten die Lions zum Drittelende engagierter, allerdings auch bedingt durch

Nürnberger Nachlässigkeiten in der Defensivzone.

Ähnlich begann auch der Mittelabschnitt: Die Lions waren nun überlegen und

hatten Chancen. Im Sekundenabstand trafen Robidas die Latte, sowie Lebeau den

Pfosten. Zudem leisteten sich in dieser Phase die undisziplinierten Ice Tigers

vier Strafzeiten in Folge, ohne allerdings von den Lions dafür bestraft zu

werden. Der strenge und phasenweise inkonsequente finnische Schiedsrichter

Henriksson ahndete vor allem jedes Haken und Halten, griff damit aber zu oft in

das Spielgeschehen ein. Allein neunmal wanderte ein Spieler wegen Hakens auf die

Sünderbank. Als die Ice Tigers diese Druckphase der Gäste überstanden hatten,

schlug das Nürnberger Überzahlspiel wieder zu. Yan Stastny war es diesmal

selbst der auf 3:0 erhöhte. Kurz zuvor scheiterte Greg Leeb an der Latte.

Im Schlussabschnitt kam es dann schnell zur endgültigen Entscheidung: Brad

Tapper musste ein geniales Zuspiel von Mike Green nur noch einschieben - zwar

war in dieser Sekunde die Strafe gegen Robidas abgelaufen, aber trotzdem

entstand auch dieser Treffer aus einer Überzahlsituation. Vier Minuten später

kamen auch die Lions endlich zu ihrem ersten Überzahltreffer. Allerdings

brauchten sie dazu eine etwas einfacher zu spielende 4 gegen 3 Situation.

DEL-Topscorer Pat Lebeau hämmerte die Scheibe unhaltbar in den Winkel. Da die

Lions weiterhin in  Überzahl agieren konnten, hätte die Partie durchaus

noch einmal spannend werden können, aber im Gegensatz zu den Ice Tigers waren

die Lions mit einem Spieler mehr einfach zu umständlich und ungefährlich.

Lediglich Neville Rautert gelang 24 Sekunden vor Spielende noch eine

Resultatsverbesserung, als er die freie Scheibe über die Linie stocherte.

Gästetrainer Rich Chernomaz beklagte vor allem das Fehlen von Bresagk,

Norris und Klenner: "Wir hatten nur vier Verteidiger zur Verfügung, zudem

hat uns mit Norris ein Schlüsselspieler gefehlt. Der Unterschied heute war das

Powerplay. Bei 5 gegen 5 waren wir ok", so seine Kurzanalyse. Greg Poss war

vor allem "mit den drei Punkten zufrieden", hatte aber auch ein Lob

für seine beiden Verteidiger Trepanier und Kopitz übrig: "Die Beiden

machen das im Powerlay sehr geschickt an der blauen Linie." Bereits am

Montag reist der Ice Tigers Tross Richtung Hannover, wo am Dienstag die

ausgefallene Freitagspartie nachgeholt wird.


Tore:

1:0 (06.48) Vasiljevs (Fical, Trepnaier) 5:4

2:0 (12.13) Trepanier (Fical) 5:4

3:0 (38.16) Stastny (Trepnaier, Kopitz) 5:4

4:0 (42.32) Tapper (Green, Bombis)

4:1 (46.59) Lebeau (Robidas, Young) 4:3

4:2 (59.36) Rautert (Bouchard)


Strafen: Nürnberg 26 min. plus 10 min. Disziplinar Sekeras - Frankfurt

24 min.

Schiedsrichter: Henriksson

Zuschauer: 4319



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