Ice Tigers: Sprung auf Platz vier verpasst - 3:4 gegen Düsseldorf

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Irgendwann musste es ja einmal passieren: Nach vier tollen Siegen gegen

Mannheim, Hamburg, Frankfurt und Ingolstadt erwischte es die Nürnberg Ice

Tigers ausgerechnet gegen die DEG Metro Stars, dem direkten Konkurrenten um

Platz vier. Trotz einer scheinbar sicheren 3:1-Führung mussten sich die Ice

Tigers letztendlich mit 3:4 geschlagen geben.


Überhaupt sahen die diesmal - aufgrund der schlechten Witterung - nur spärlich

erschienenen Zuschauer ein Spiel mit völlig unterschiedlichen Spielabschnitten.

Zu Beginn dominierten die Gäste nahezu nach Belieben und gewannen vor allem

alle wichtigen Zweikämpfe. Das 0:1 durch ein Johnson-Solo (11.) war mehr als

verdient. Zuvor hätte schon Kathan mehrmals treffen müssen. Etwas glücklich

fiel 24 Sekunden vor der ersten Pausensirene der Ausgleich. Francois Methot

spielte sich durch und passte auf Brennan, dessen Schlagschuss präzise

einschlug.


Im zweiten Drittel waren die Ice Tigers plötzlich wesentlich wacher und agiler,

von den Metro Stars war in dieser Phase kaum etwas zu sehen. Scheinbar leicht

machten Retzer im Nachschuss (28.) und Methot per Abfälscher die Tore zum 3:1.

Zwischenzeitlich vergab Brian Swanson sogar noch einen Penalty.


Im Schlussabschnitt steckten die Ice Tigers aber wieder unverständlicherweise

zurück. Kreutzers Anschlusstreffer konnte man noch in die Kategorie Glückstor

einordnen. In Überzahl fälschte er einen Jakobsen-Schuss unhaltbar ab. Den

Metro Stars konnte man aber den Willen ansehen, die Partie noch drehen zu

wollen, während die Ice Tigers - zumindest einige Spieler - nicht mehr mit

voller Konzentration agierten.


Vor allem Robert Döme bekam von Benoit Laporte nach der Partie sein Fett weg:

"Er hat das Potenzial, um in der NHL eine dominierende Rolle zu spielen,

ist aber in der DEL nur ein Durchschnittsspieler. Er spielt nur gut, wenn er

Lust hat. Beim entscheidenden 3:3 hat er schlecht zurückgearbeitet. Offensiv

war nichts von ihm zu sehen, und hinten hat er nicht aufgepasst. Zumal er einen

sehr guten Vertrag bei uns hat."


Auf DEG-Seite muss man vor allem Tore Vikingstad hervorheben, allerdings

positiv. Sein Zuckerpass zum 3:3 war ebenso sehenswert wie 24 Sekunden der

4:3-Siegtreffer. Laportes Versuch mit zusätzlichem Feldspieler bei eigener

Überzahl doch noch zu punkten, fruchtete nichts mehr. Letztendlich war die DEG

einfach bissiger und bestrafte die Nachlässigkeiten der Ice Tigers im wichtigen

Kampf um das Playoff-Heimrecht.


DEG-Trainer Don Jackson lobte zwar die Ice Tigers über den grünen Klee und

meinte letztendlich "glücklich gewonnen zu haben". "Man hat

heute gesehen warum sie in letzter Zeit so erfolgreich sind, sie können

exzellentes Eishockey spielen." Benoit Laporte war ebenfalls sehr

gastfreundlich und zollte den Metro Stars seinen Respekt: "Drei Reihen, 41

Spiele und sie stehen in der Tabelle vor uns. Das zeigt welchen guten Charakter

sie haben. Aber wenn man 20 Minuten vor Schluss 3:1 führt, darf man nicht

verlieren."


Auch Bundestrainer Uwe Krupp nutzte den Dienstagabend, um zusammen mit seinem

Assistenten Ernst Höfner, einige Nationalspieler zu beobachten. "Alle

unsere Kandidaten haben ein gutes Spiel gemacht, lediglich von Stefan Schauer

hat man nicht viel gesehen. Die DEG hat ein gutes Auswärtsspiel gezeigt.

Nürnberg hatte den Sieg schon in der Hand. Durch die neuen Regeln ist das Spiel

insgesamt offener geworden", analysierte Krupp. Allerdings war von der

neuen Regelauslegung heute wenig zu sehen, Schiedsrichter Deubert ignorierte die

neuen Anweisungen weitaus mehr als seine Kollegen.


Tore:

0:1 (10.15) Johnson (Ferraro, Schneider)

1:1 (19.36) Brennan (Methot, Beardsmore)

2:1 (27.35) Retzer (Periard, Döme)

3:1 (37.15) Methot (Brennan, Leeb) 5:4

3:2 (44.15) Kreutzer (Jakobsen, Vikingstad) 5:4

3:3 (55.37) Reimer (Jakobsen, Vikingstad)

3:4 (56.01) Vikingstad (Kathan, Kreutzer)


Strafen: Nürnberg 12 min. - Düsseldorf 18 min.

Schiedsrichter: Deubert

Zuschauer: 3751



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