Ice Tigers: Schwere Woche vor der Länderspielpause

Zittersieg gegen HuskiesZittersieg gegen Huskies
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Manager Otto Sykora sieht „eine ganz schwere Woche" auf die Tiger-Meute zukommen. Vier Spiele binnen acht Tagen stehen für Nürnberg auf dem Plan, ehe die Deutsche Eishockey-Liga aufgrund des Suisse-Cups (2. bis 9. Februar) eine Pause einlegt. Bevor es aber am Sonntag und nächsten Dienstag zum Krefelder Doppelpack kommt und am 30. Januar das Frankfurter Überraschungsteam nach Nürnberg anreist, steht an diesem Freitag (19.30 Uhr) in der Arena die Begegnung gegen die Kassel Huskies an.

Angesichts des Tabellenstandes beider Teams zwar eine der leichteren Aufgaben für die Ice Tigers, die sich längst im Kreis der acht besten Mannschaften etabliert haben, aber nach wie vor gibt es in der DEL keine einfachen Gegner Und: Bei lediglich vier Punkten Rückstand auf Köln haben die Noris-Cracks noch gute Chancen, sich den begehrten vierten Rang (garantiert das Playoff-Heimrecht) zu erkämpfen. Zumal die rheinischen Haie bereits vier DEL-Spiele mehr ausgetragen haben. Viermal in Serie waren die Huskies die vorangegangenen Spielzeiten mit von der Playoff-Partie (dreimal Halbfinale, zuletzt Viertelfinale). Doch die Zeiten, als es im Tiger-Käfig hieß, „Erbarmen, die Hessen kommen!", scheinen vorbei – drei Saisonspiele, drei Siege für die Noris-Cracks. Und auch die Gefahr, wie in den Jahren 2001 und 2002 gegen Kassel bereits in der ersten Runde zu scheitern, ist wohl gebannt.

Der Grund: Bei 15 Punkten Rückstand auf Playoff-Platz acht (derzeit belegt von Ingolstadt) dürfte die Endrunde 2003/2004 für Kassel vorzeitig in unerreichbare Ferne gerückt sein. Auch wenn sich Axel Kammerer kämpferisch gibt: „Wir werden bis zum Schluss kämpfen, das sind wir unseren Fans einfach schuldig", sagte der Huskie-Trainer in einem Interview mit der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen. Coach Poss und Manager Sykora wollen trotz der eindeutigen Nürnberger Saisonbilanz gegen Kassel von voreiligen Siegesprognosen nichts hören: „Kassel ist stark und ausgeglichen. Und sie haben immer noch eine theoretische Chance auf die Playoffs und werden dafür alles tun", warnt Sykora. Wieder auf zahlenmäßig stärkere Unterstützung von den Arena-Rängen hoffen die Tigers-Verantwortlichen gegen die Huskies: „Wir rechnen schon mit mehr Zuschauern als zuletzt beim Derby gegen Augsburg", so Otto Sykora. Erwartet werden 5000 bis 5500 Besucher, die sich auf „ein offenes Spiel und einen harten Kampf von beiden Mannschaften freuen können".

Personelle Sorgen haben die Ice Tigers (außer den beiden Langzeit-Verletzten Christian Schönmoser und Josef Menauer) derzeit keine. Torjäger Marian Cisar ist in Topform, und die Rückenprobleme von Thomas Greilinger sind behoben. Unentschieden steht es zwischen den beiden Torhütern: Alfie Michaud hätte am Sonntag in Hannover zwischen den Pfosten stehen sollen – ob er gegen Kassel endlich zum Einsatz kommt oder sein Kollege Frederic Chabot, soll erst am Donnerstag beschlossen werden.