Ice Tigers schlagen Roosters 3:2

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Den siebten Sieg im achten Spiel feierten die Ice Tigers gegen Iserlohn. Die Roosters hielten allerdings die kompletten 60 Minuten voll dagegen und hätten am Ende mindestens einen Zähler verdient gehabt.



Beide Mannschaften starteten mit Tempo und guter Intensität ins Spiel. Nach einem ersten guten Schuss in der Anfangsminute von Martin Ancicka, den Danny aus den Birken gekonnt mit dem Schoner parierte, verstrich ein frühes Powerplay der Sauerländer ohne Höhepunkte. In der Folge ging es weiter munter auf und ab, hochkarätige Gelegenheiten ergaben sich trotz einiger Schüsse auf beiden Seiten nicht. Erst in der 16. Minute hatte Daniel Sparre für Iserlohn eine gute Chance, als der Außenstürmer von links vor das Tor zog, aber am gut reagierenen Patrick Ehelechner scheiterte. Fast im Gegenzug rettete aus den Birken im Nachfassen nach einem harten Schuss von Eric Chouinard vor dem einschussbereiten André Savage.



Der zweite Abschnitt verlief lange Zeit ähnlich wie Durchgang eins. Beide Teams schenkten sich nichts und setzten auf kontrollierte Offensive. So entwickelte sich eine spannende, aber nicht hochklassige Begegnung. Chouinard verpasste die Führung für die Franken am linken Pfosten zunächst knapp (23.), wenige Minute später setzte Brad Leeb seinen Abschluss nach schönem Steilpass von Ancicka ans Aluminium (27.). Auch die Iserlohner kamen zu weiteren Möglichkeiten: Michael Wolf verfehlte mit einem Handgelenksschuss das Tor nur knapp (28.). In der 35. Minute scheiterte Marty Wilford in Überzahl mit einer Direktabnahme am rechten Außenpfosten, Sekunden später hielt Ehelechner gute Schüsse von Wolf und Brian Swanson. Dann aber die Führung für die Ice Tigers im Powerplay: Zunächst scheiterte Morten Ask mit seinem Versuch von der blauen Linie, weil der Schuss von einem Schläger der Roosters geblockt wurde, doch gegen den knallharten Nachschuss von Chouinard hatte aus den Birken keine Abwehrchance. Doch die Freude der Franken währte nur kurz. Denn der Ex-Nürnberger Swanson fälschte einen Schuss von Wilford unhaltbar für Ehelechner zum Ausgleich ab.



Ein Missgeschick von Rob Leask bei eigener Überzahl schien die Iserlohner im Schlussdrittel auf die Siegerstraße einbiegen zu lassen. Dem Verteidiger brach an der blauen Linie der Schläger. Zu allem Überfluss aus Sicht der Nürnberger fiel die Scheibe genau auf den Schläger von Swanson, der beim folgenden Break vor dem Ice Tigers-Tor clever den mitgelaufenen Jeff Giuliano bediente - 1:2. Doch das Blatt wendete sich noch einmal, weil auch die Roosters plötzlich Pech hatten. Nach einem abgewehrten Schuss von Brad Leeb wollte Jon Insana den Puck aus der Gefahrenzone klären, bugsierte die Scheibe jedoch unglücklich mit dem Schlittschuh durch die Schoner von aus den Birken über die eigene Torlinie zum Ausgleich für Nürnberg. Die Entscheidung folgte in der 55. Minute: Chouinard bereitete in Ice Tigers-Überzahl mustergültig für Savage vor. Dessen stramme Direktabnahme konnte aus den Birken noch gekonnt abwehren, doch den Nachschuss verwandelte Ask aus kurzer Distanz eiskalt.



Stimmen:

Andreas Brockmann (Trainer Nürnberg): "Es war ein sehr, sehr enges Spiel. Beiden Teams gebührt ein Kompliment, weil sie aggressiv und diszipliniert gespielt haben. Eigentlich wollten wir mehr Druck ausüben, aber das haben sie nicht zugelassen. Ich muss meine Mannschaft aber besonders loben, weil wir heute das fünfte Spiel in den letzten neun Tagen hatten."



Ulrich Liebsch (Trainer Iserlohn): "Mit ein bisschen mehr Glück hätte es auch anders ausgehen können. Die entscheidende Szene war sicherlich das 2:2. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, denn wir haben ein gutes Auswärtsspiel gemacht, haben im System gestanden und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Umso bitterer ist deswegen die Niederlage."



Tore:

1:0 (37:17) Chouinard (Ask, Savage) 5:4

1:1 (39:34) Swanson (Wilford, Ardelan)

1:2 (47:09) Giuliano (Swanson) 4:5

2:2 (50:55) B. Leeb (G. Leeb, Peacock)

3:2 (54:13) Ask (Savage, Chouinard) 5:4



Zuschauer: 3.748

Schiedsrichter: Heiko Dahle

(Foto by www.foto.hm)

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