Ice Tigers rocken gegen München erneut die ArenaErster Sieg am Derby-Wochenende

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Wieder ein ausverkauftes Spitzenspiel in Nürnberg. Wieder ein Triumph über Meister München. Alle vier Saisonspiele der Hauptrunde haben die Ice Tigers damit gegen die Roten Bullen gewonnen. Besonders in Erinnerung: das spektakuläre Heimmatch vom 27. November, in dem die Gastgeber einen klaren Rückstand aufholten und am Ende mit 6:5 nach Verlängerung jubelten. Auch diesmal feierten die Ice Tigers und ihre Fans – erst auf dem Eis und den Rängen, später in der Arena-Kneipe. „Rock the house“ lautete das Motto im Tigerkäfig, das die Raubkatzen spätestens ab der Schlussphase wörtlich nahmen.

Von einer fränkischen und bayerischen Gemütlichkeit war die ganze Partie über nichts zu spüren. Temporeich begann das Derby, das sich, je weiter es fortschritt, immer körperbetonter wurde. Der Spitzenreiter aus der Landeshauptstadt spielte aggressiv, die Zweikämpfe wurden mit den Waffen eines Eishockeyspielers ausgetragen. Es wurde gestichelt, geschubst und an die Bande gecheckt. Für die nötige Abkühlung sorgten aber nur (relativ) wenige Strafen, die am Ende allerdings mit ausschlaggebend waren.

Wiedergutmachung zwischen den Pfosten

Leo Pföderls erlösender Anschlusstreffer (53.) fiel in Überzahl. Das 2:2 von Steven Reinprecht ebenfalls. Mit sechs Feldspielern glichen die Ice Tigers in der 60. Minute aus. Dass ein Powerplay aber auch nach hinten losgehen kann, bekamen die Ice Tigers, allen voran Keeper Jochen Reimer, noch vor ihrer Aufholjagd zu spüren. Frank Mauer hatte mit seinem Shorthander das zweite Gästetor (52.) erzielt. Doch lassen wir das. Denn dass ihm der Puck „blöd durchgerutscht“ ist, weiß der „Joker“. Außerdem konnte Jochen Reimer seinen Fehler im Penaltyschießen wiedergutmachen.

Kein einziges Mal musste der Nürnberger Goalie im Showdown hinter sich greifen. Sein Gegenüber Danny aus den Birken dagegen einmal. Philippe Dupuis’ Treffer genügte dem Tabellenzweiten damit zum Sieg. Auch Ice-Tigers-Neuzugang Rob Schremp durfte im Penaltyschießen ran, scheiterte aber. Dafür ergatterte der Mann mit der Nummer 44 am 44. Spieltag seinen ersten DEL-Scorerpunkt im Nürnberger Trikot.

Glückwunsch zum Sieg und „an Guadn!“

Ebenfalls einen Zähler hatten die Münchner auf dem Heimweg mit dabei. Doch der Punkt war nichts gegen das Gepäckstück, das Konrad Abeltshauser zuvor nach Nürnberg geschleppt hatte. Drei Kilogramm wog der bayerische Leberkas (auf Fränkisch: Leberkäs’), mit dem der Verteidiger seine Ehrenschulden bei Ice-Tigers-Kumpel Leo Pföderl einlöste. Anmerkung: Die beiden hatten vor der Partie vom 15. Januar um das deftige Schmankerl gewettet. Und da die Ice Tigers das Derby vor drei Wochen in München mit 2:1 gewannen, durften sich die Nürnberger den Fleischkoloss schmecken lassen. Genau die richtige Stärkung für Sonntag sozusagen. Denn da heißt es für die Wilson-Truppe erneut: Derby-Time! Die Augsburger Panther warten im Curt-Frenzel-Stadion auf die fränkischen Gäste, während die Roten Bullen den Ligakonkurrenten aus Düsseldorf empfangen.

Das Spiel im Überblick:

Tore: 0:1 (16.) Jaffray (Wolf, Regehr), 0:2 Mauer (SH; Boyle), 1:2 Pföderl (PP1; Reinprecht, Blacker), 2:2 Reinprecht (PP1; P. Reimer, Schremp), 3:2 Dupuis (PS)

Strafminuten: Nürnberg 6, München 10

Schiedsrichter: Brüggemann, Schukies

Zuschauer: 7.672 (ausverkauft)

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