Ice Tigers: Neubeginn am Standort Nürnberg möglich?

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In Abwesendheit von Alleingesellschafter Günther Hertel, der sich auf einer Geschäftsreise befand, informierte heute der vom Amtsgericht Nürnberg als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellte Volker Böhm zusammen mit Geschäftsführer Norbert Schumacher und Sportdirektor Otto Sykora über die Lage bei den Ice Tigers nach Erklärung der Zahlungsunfähigkeit.

Oberstes Ziel seitens Böhms sei es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und dem Verein eine Chance auf den Erhalt zu geben. Erste „sehr positive Signale“ habe der Rechtsanwalt auch bereits von Seiten einiger Geldgeber erhalten, auch wenn es für Abschlüsse natürlich noch zu früh sei. Zudem habe auch DEL-Ligenleiter Gernot Tripcke sehr starkes Interesse seitens der Liga bekundet, dass Nürnberg die Saison zu Ende spielt. Böhm erwartet aber, dass die Sonderprüfung der DEL auch nach dem Insolvenzantrag dennoch durchgeführt wird.

Sportdirektor Sykora betonte, dass nun die Chance bestehe „etwas Neues aufzubauen“, nachdem zuvor „so viel Porzellan zerschlagen“ worden sei und daher kein Vertrauen mehr da gewesen sei. Er selbst habe aufgrund der verfahrenen Situation bereits vor zwei Wochen kurz vor dem Aufhören gestanden, werde aber nun angesichts der geänderten Lage erst recht weitermachen.

In den nächsten Tagen wird Böhm zunächst mit den Spielern und dann mit Sponsoren und weiteren Vertragspartnern sprechen, um den Spielbetrieb mindestens bis zum Saisonende aufrecht erhalten zu können. Ein Lizenzentzug der DEL droht den Franken erst, nachdem das Insolvenzverfahren eröffnet ist. Bis dahin besteht die Gelegenheit, bei positiver Analyse der wirtschaftlichen Umstände durch Böhm, der Franchise einen Neubeginn am Standort Nürnberg zu ermöglichen. Sykora ist zuversichtlich, hierfür auch die Ice Tigers-Spieler gewinnen zu können.

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