Ice Tigers krallen sich Turniersieg in StraubingGäubodenvolksfest-Cup, Tag 2

Sandro Schönberger brachte die Straubing Tigers in Führung. (Foto: Imago)Sandro Schönberger brachte die Straubing Tigers in Führung. (Foto: Imago)
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Im Endspiel um den Gäubodenvolksfest-Cup 2016 gab es in diesem Jahr das Tigers-Duell. Dabei hatten die Franken den besseren Start für sich und schon in der zweiten Minute die erste hochkarätige Chance. Doch im Unterschied zu den Ice Tigers nutzten die Tigers ihre erste Chance. Die Freude über die Führung durch Sandro Schönberger hielt aber nicht lange, denn die Nürnberger machten weiter eine druckvolle Partie. Vladislav Filin zog von der blauen Linie ab und glich aus. Danach wurde es erst bitter, dann brenzlig und dann ging die Lampe wieder an. Zwei Straubinger sahen auf der Sünderbank und Nürnberg kombinierte solange, bis David Steckel nur noch einschieben musste. Das künstlerisch wertvollste Tor markierte Jesse Blacker zum zwischenzeitlichen 3:1 für die Ice Tigers. An der blauen Linie kringelte und tanzte er die Straubing aus und zog trocken ab.

Auch im Mitteldrittel war es kein leichter Gang für die heimischen Tigers, denn die Ice Tigers spielen auch jetzt mit viel Druck und Zug zum Tor. Dimitri Pätzold, der bei den Staubingern heute wie erwartet den Vorzug vor Matt Climie bekam, hatte einige brenzlige Situationen zu überstehen. Aber die Franken hatten sich heute scheinbar vorgenommen, ein Tor schöner als das vorige zu erzielen. Colten Teubert schlenzte gar nicht mal so fest, aber dafür unglaublich platziert.

Im Schlussabschnitt begannen die Niederbayern stürmisch, konnten aber auch in Überzahl nicht verkürzen. Die Nürnberger standen heute hinten recht sicher und ließen nicht mehr allzu viel zu. Tore gab es aber keine mehr. Unter dem Strich seht ein verdienter Turniersieg der Thomas Sabo Ice Tigers, die über zwei Spiele auch das beste Eishockey der vier angetretenen Teams spielten.

Nürnbergs Cheftrainer Rob Wilson sagte nach dem Finale „Es ist noch sehr früh in der Saison. Wir hatten letzte Woche ein gutes Trainingscamp in Italien. Wir haben dieses Wochenende nicht mehr die Fehler aus der letzten Woche gemacht, das war gut zu sehen. Aber Straubing ist auch später in die Vorbereitung eingestiegen als wir.“ Gute Stimmung herrschte auch in der Kabine. Laute Musik schalte es heraus. „Es macht keinen Unterschied ob es ein Vorbereitungs- oder ein Meisterschaftsspiel ist, wenn Du zwei Spiele an einem Wochenende gewinnst, ist die Stimmung immer gut.“

Tore: 1:0 (5.) Sandro Schönberger (Thomas Brandl), 1:1 (10.) Vladislav Filin (Marco Pfleger, Oliver Mebus), 1:2 (12.PP2) David Steckel (Steven Reinprecht, Danny Syvret), 1:3 (18.) Jesse Blacker (Philippe Dupuis), 1:4 (31.) Colten Teubert (Vladislav Filin). Schiedsrichter: Christian Oswald, Florian Zehetleitner; Linienrichter: Norbert van der Heyd, Stephan Waldner. Strafen Straubing 16, Nürnberg 8.

Im Nachmittagsspiel um den dritten Platz standen sich mit Augsburg und Japan die beiden Verlierer vom Freitag gegenüber. Beide Teams gingen dabei recht unterschiedlich an die Sache heran, denn die eher kleinen Japaner versuchten es wieder mit schnellem Laufspiel und schnellen Pässen, während die Schwaben eher das körperliche Spiel suchten. Erfolg brachte das im ersten Abschnitt aber noch niemanden.

Auch im zweiten Drittel blieb das Niveau überschaubar. Beiden Teams fehlte heute meistens die Genauigkeit in den Pässen und Schüssen. Aber wenigstens sah man zwei Tore. Erst konnte Neuzugang Jaroslav Hafenrichter abstauben, doch den schöneren Treffer machten die Asiaten. Kenta Takagi spielte seine Geschwindigkeit aus, lief den Augsburgern davon und scorte zum Ausgleich.

In dem typischen Vorbereitungsspiel waren auch die letzten zwanzig Minuten keine echte Augenweide. Vieles war auch jetzt nur Stückwerk. David Stieler konnte jedoch eine Überzahl zur schwäbischen Führung nutzen und wie schon am Freitag, kassierten die Japaner den dritten Gegentreffer ins verlassene Tor.

Augsburgs Coach Mike Stewart zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Das ganze Turnier ist klasse. Überall freundliche Leute und eine gute Chance zu sehen, woran wir arbeiten müssen. Insgesamt haben die Jungs das gut gemacht. Freitag waren wir nicht schlecht. Dass es 0:4 ausgegangen ist, zeigt die Qualität der Nürnberger. Heute hatten wir viel Scheibenbesitz, aber der japanische Tormann war fantastisch.“ Aufs Gäubodenfest geht es heute nicht mehr, denn da waren die Augsburger am Freitag schon.

Tore: 1:0 (31.) Jaroslav Hafenrichter (Derek Dinger), 1:1 (39.) Kenta Takagi (Keigo Minoshima), 2:1 (50.PP) David Stieler (Evan Trupp, Gabe Guentzel), 3:1 (60.EN) Michael Davies. Schiedsrichter: Michael Klein, Georg-Rainer Köttstorfer; Linienrichter: Kilian Hinterdobler, Pascal Kretschmer. Strafen Augsburg 8, Japan 8. Zuschauer (gesamt): 3.414.


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